Stadt Bayreuth

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11.08.2005

Sommerzeit ist Sanierungszeit

Während Bayreuths Schülerinnen und Schüler die Zeit des großen Ausspannens genießen, läuft an den zahlreichen Schulgebäuden im Stadtgebiet ein großes Ausbau-, Modernisierungs- und Sanierungsprogramm von insgesamt zehn Millionen Euro an. Knapp vier Millionen Euro investiert die Stadt heuer in Pflege und Unterhalt der Bausubstanz von 19 Schulen.

Wie bereits berichtet, steht Bayreuths Schullandschaft derzeit eine umfassende Neustrukturierung ins Haus. “Alles in allem ein enormes Paket, das sich mit seinen vielen Aufträgen für die Bau- und Ausbaubetriebe sehen lassen kann”, so Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz.

Neben den millionenschweren Investitionen im Zuge der Einführung des achtstufigen Gymnasiums sowie der Ganztagsbeschulung an der Albert-Schweitzer-Schule erfordert der laufende Bauunterhalt für die vielen Bayreuther Schulen von der Stadt heuer einen besonderen finanziellen Kraftakt. Während beim G 8 und der Ganztagsbeschulung massive Zuschüsse von Bund und Land winken, muss der laufende Bauunterhalt nämlich nahezu ausschließlich aus dem Stadtsäckel finanziert werden.

Für das städtische Hochbauamt, in dessen Regie die Planung und Realisierung der teilweise in mehrjährigen Programmen verankerten Renovierungsarbeiten angegangen wird, ist die sommerliche Ferienzeit immer auch Sanierungszeit. “Aufwendige Arbeiten an den Schulgebäuden, die nur dann in Angriff genommen werden können, wenn nicht unterrichtet wird, fallen ausschließlich in die Sommerferien”, so Hochbauamtsleiter Norbert Will.

Jahr für Jahr investiert die Stadt Millionenbeträge in den Erhalt und die Modernisierung der Gebäude. Eine Mammutaufgabe, so OB Dr. Mronz, “denn angesichts der vielen Bildungseinrichtungen, die Bayreuth beherbergt, und der rasanten Veränderungen in der Bildungslandschaft ist eine Atempause beim sommerlichen Modernisierungsmarathon nicht in Sicht.”

Knapp vier Millionen Euro gibt das Rathaus in diesen Wochen für die Bausubstanz von 19 Schulgebäuden aus. So beispielsweise für die Generalsanierung des Westbaus der Volksschule St. Georgen. Die schlägt mit rund 450 000 Euro zu Buche. Hierfür wird das Dach erneuert, die Schule erhält einen neuen Außenputz mit Wärmedämmung, neue Fenster und Eingangstüren.

Fenster, Böden, Elektro- und Sanitärinstallationen – so liest sich auch die Liste der sonstigen jährlich anstehenden Renovierungsarbeiten an Bayreuths Schulen. Am Gymnasium Christian-Ernestinum werden für 170 000 Euro Fenster und Bodenbeläge ausgetauscht. Beim Richard-Wagner-Gymnasium stehen für 150 000 Euro neben der Sanierung der Toilettenanlagen auch neue Jalousien für die Turnhalle und neue Parkettböden auf dem Programm. Und an der Alexander-von-Humboldt-Realschule werden im Rahmen eines mehrjährigen Programms für rund 300 000 Euro die WC-Anlagen, Turnhallen und die Treppenhausverglasung saniert sowie eine neue Beleuchtung eingebaut.

Auch der Altstadtschule steht eine mehrjährige Fitness-Kur bevor. In diesem Sommer fällt hierfür mit 156 000 Euro der Startschuss. Dafür gibt’s frische Farben und Fliesen an den Wänden, neue Türen, eine neue Sanitärinstallation und neue Lampen. Kräftig investieren muss die Stadt auch in die Luitpoldschule, deren Elektroinstallation sowie die Heizzentrale für 250 000 Euro saniert werden. Auch die Lerchenbühlschule braucht eine neue Elektroinstallation. Zudem erhält die Dachgeschossdecke eine neue Dämmung und der Verbindungsbau der Schule wird komplet saniert. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 140 000 Euro. Außerdem müssen gleich an mehreren Schulen im Stadtgebiet die Allwetterplätze auf Vordermann gebracht werden. Kostenpunkt: 130 000 Euro.

Das derzeit größte Bauvorhaben geht in diesen Wochen an der Albert-Schweitzer-Schule zuende: Für insgesamt 550 000 Euro konnten bereits mit staatlichen Zuschüssen eine Versorgungsküche, ein Speisesaal, zwei Gruppenräume und ein Schülercafé samt Nebenräumen errichtet werden; insgesamt über 280 Quadratmeter an Neubau- und Umbauflächen. Mitte September – also pünktlich zum Beginn des Schuljahres – wird das neue Angebot zur Mittagsbetreuung eingeweiht. “Investitionen in die Qualität unserer Bildungseinrichtungen und damit in die Zukunft unserer Kinder”, so der Oberbürgermeister; Geld, das also bestens angelegt ist.