Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

24.05.2006

Spatenstich fürs neue Schalthaus

Nach rund 35 Jahren Betriebszeit hat die bestehende Schaltanlage „Bayreuth-Nord“ der Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs GmbH (BEW) ihre wirtschaftliche Lebensdauer erreicht. Die BEW hat sich daher zu einem rund 850 000 Euro teuren Neubau entschlossen. An der Riedingerstraße setzten jetzt Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und BEW-Geschäftsführer Hans Nestmann den ersten Spatenstich für die Baumaßnahme.

OB Dr. Hohl unterstrich vor zahlreichen geladenen Gästen die Bedeutung der Baumaßnahme – immerhin wird aus dem Schalthaus Nord mehr als ein Drittel des Strombedarfs von Bayreuth geliefert. Abnehmer sind vor allem die Industriebetriebe im Norden Bayreuths, darunter so gewichtige Unternehmen wie B.A.T. oder Basell.

Der Strom für das Schalthaus kommt überregional über 110-kV-Leitungen zum benachbarten Umspannwerk der E.On. Dort wird er über große Transformatoren auf die im BEW-Netz verwendete Mittelspannung von 20 000 Volt herunter transformiert und gelangt über Kabel ins Schalthaus. Ab hier wird er über die Schaltanlage aufgeteilt und entweder direkt an die Kunden oder über die im Stadtgebiet befindlichen Netzstationen weiter verteilt.

Neuester technischer Stand

Angesichts eines steigenden Strombedarfs im Bereich des alten Schalthauses Nord hat sich die BEW nach Angaben von Geschäftsführer Nestmann nun entschlossen, ihr Netz mit einem Neubau auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Nestmann verwies in diesem Zusammenhang auf den Umstand, dass die BEW mittlerweile über ein reines Kabelnetz zur Stromversorgung in den Betrieben und Haushalten der Stadt verfüge, was witterungsbedingte Störungen, wie man sie im vergangenen Winter zum Teil bundesweit erlebt habe, weitestgehend ausschließe. „Unser Stadtnetz ist sehr zuverlässig, mit weit unter dem Durchschnitt liegenden Ausfallzeiten.“

Das Auftragsvolumen für Gebäude, Schaltanlage sowie der nach den neuesten Anforderungen konzipierten Leit- und Schutztechnik liegt bei rund 850 000 Euro. Das Schalthaus selbst wird mit Fertigbetonteilen erstellt.