Stadt Bayreuth

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26.01.2009

St. Georgen: Ein Stadtteil holt auf

Städtische Gewog investierte in St. Georgen in fünf Jahren knapp zehn Millionen Euro – OB Dr. Hohl: Eine Erfolgsgeschichte

Ein Stadtteil holt auf: Im Rahmen des bundesweiten Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ hat die städtische Wohnungsbau- und Wohnungsfürsorgegesellschaft Gewog in den vergangenen fünf Jahren rund 9,7 Millionen Euro in die bauliche Substanz ihrer Wohnanlagen im Bayreuther Stadtteil St. Georgen/Insel investiert. Unabhängige Gutachter bescheinigen der Gewog ein beispielhaftes Engagement, das auch in den kommenden Jahren weiter fortgesetzt wird.

Das knapp zehn Millionen Euro schwere Umbaupaket der Gewog für St. Georgen umfasst sowohl Neubau- als auch Modernisierungsprojekte. Im Zuge von Neubaumaßnahmen in der Leerstraße und der Egerländer Straße sind seit Frühjahr 2004 für 5,55 Millionen Euro 44 neue Wohneinheiten entstanden, 16 davon in barrierefreier Bauweise. 56 weitere Wohneinheiten wurden in vier Gewog-Objekten an der Seestraße, Inselstraße und Leerstraße für weitere 3,85 Millionen Euro umfassend modernisiert.

Für nahezu alle dieser Baumaßnahmen konnte die Gewog beträchtliche staatliche Fördermittel erschließen. Im Zuge einer jüngst in Auftrag gegebenen unabhängigen Bewertung der baulichen Aktivitäten in St. Georgen wurde der städtischen Wohnungsbaugesellschaft von einem Oldenburger Fachgutachter ein beispielhaftes Engagement bescheinigt. „Die Sanierungsziele in der Insel konnten erstaunlich schnell erreicht werden. Dies hat uns der Gutachter bei seiner Evaluation bestätigt“, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft sei damit zum Vorreiter beim Umbau des Stadtteils St. Georgen geworden. „Das Engagement der Gewog ist ein echtes Erfolgsmodell – für St. Georgen, aber auch für Bayreuth insgesamt.“ Der Stadtteil sei zu einem überzeugenden Beispiel geworden, wie sich problematische soziale Entwicklungstrends durch koordiniertes Vorgehen abfangen und umkehren lassen.

Auf Beschluss des Bayreuther Stadtrats wurde der Stadtteil St. Georgen – bis dahin ein sozialer Brennpunkt mit eher negativem Ruf – für das bundesweite Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ angemeldet. Seither arbeitet die Gewog gemeinsam mit weiteren städtischen wie privaten Partnern zielgerichtet an einer schrittweisen Aufwertung des Quartiers. Von der einstigen Tristesse abgewohnter Mietshäuser ist heute kaum mehr etwas zu sehen. Frische Farben an den Fassenden, moderne und umweltfreundliche Heizsysteme, ansprechende Außenanlagen, ein Skaterpark und ein neuer Spielplatz haben das Wohnumfeld und die Wohnqualität für viele Bewohner des Stadtteils deutlich aufgewertet.

Soziale Begleitprogramme

Flankiert werden diese baulichen Aktivitäten durch soziale Begleitprogramme, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen und vom Europäischen Sozialfonds gefördert werden. Die Bandbreite der sogenannte Mikroprojekte ist groß. Sie reicht von der Förderung der Integration ausländischer Mitbürger bis hin zu Qualifizierungsseminaren für Langzeitarbeitslose.

Kein Wunder also, dass OB Dr. Hohl von einer echten Erfolgsgeschichte spricht, denn aus dem ehemaligen sozialen Brennpunkt ist inzwischen ein gefragter Wohn- und Lebensraum geworden, der durch das Projekt eines Nachbarschaftshauses weiter aufgewertet werden soll.

<strong>Weitere Investitionen sind geplant

Der Erfolgsgeschichte sollen in den kommenden vier Jahren weitere Kapitel hinzugefügt werden. Für die Jahre 2009 bis 2012 plant die Gewog nach Auskunft ihres Geschäftsführers Uwe Prokscha weitere Investitionen in Höhe von rund 7,1 Millionen Euro. Zwei Neubau- und ein Modernisierungsprojekt sind für die Seestraße geplant. Hier werden 22 neue Wohneinheiten entstehen.