Stadt Bayreuth

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29.10.2009

Stadt bittet um Mithilfe der Innenstädtler

Studentin schreibt Diplomarbeit zu „Bodenrichtwerten in der Innenstadt“

Um zu erfahren, wie viel ein Grundstück in Bayreuth wert ist, legt der Gutachterausschuss der Stadt Bayreuth regelmäßig die sogenannten Bodenrichtwerte fest. Für das gesamte Stadtgebiet, das in Bodenrichtwertzonen aufgeteilt ist, sind gesicherte Werte vorhanden – nur für die Geschäftslagen der Innenstadt nicht. Das liegt daran, dass es dort keine unbebauten Grundstücke gibt und sich somit eine Ermittlung als schwierig erweist. Da aber die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses gesetzlich verpflichtet ist, Bodenrichtwerte abzuleiten, müssen andere Lösungen her.

Hoffen auf die Mithilfe der Eigentümer und Mieter: Carolin Kiefhaber und Alexander Glaser.

Da kam die 25-jährige Geographie-Studentin Carolin Kiefhaber gerade recht: Sie hatte im Frühjahr dieses Jahres Praktikum in der Gutachtergeschäftsstelle gemacht und ist auf dieses Problem aufmerksam geworden. Gemeinsam mit Alexander Glaser von der Gutachtergeschäftsstelle entwickelte sie die Idee, die Bodenrichtwerte im Rahmen ihrer Diplomarbeit zu ermitteln.

Während sich die Bodenrichtwerte normalerweise aus den Kaufverträgen unbebauter Grundstücke ableiten lassen, bleibt in der Innenstadt nichts anderes übrig, als beispielsweise über den Ertrag eines Grundstückes auf dessen Wert zu schließen. Deswegen ist es wichtig, das Mietniveau im Innenstadtbereich zu kennen. Und das will Carolin Kiefhaber in den nächsten Wochen anhand eines selbst erarbeiteten Fragebogens, der Anfang November an Eigentümer und Mieter der Geschäftslagen der Innenstadt geschickt wird, herausfinden. Anschließend werden die Daten ausgewertet und die Bodenrichtwerte für den Innenstadtbereich mittels Mietlageverfahren errechnet. „Das können wir aber nur, wenn wir so viele Fragebögen wie möglich ausgefüllt zurückbekommen. Deswegen sind wir auf die Mithilfe der Mieter und Eigentümer angewiesen“, so Kiefhaber und Glaser.

Dabei weisen beide ausdrücklich darauf hin, dass alle Fragebögen später vernichtet und keine Daten an Dritte weitergegeben werden, veröffentlicht werden nur die komplett anonymisierten Ergebnisse.