Stadt Bayreuth

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18.04.2008

Stadt plant gesplittete Abwassergebühr

Am 28. März erhalten Bayreuths Grundstückseigentümer und Hausverwaltungen Informations- und Erfassungsblätter

Für die Einleitung von Abwasser und Oberflächenwasser in die städische Kanalisation und das Klärwerk wird gegenwärtig eine Gebühr erhoben, die ausschließlich nach der bezogenen Menge an Frischwasser berechnet wird. In dieser Gebühr sind sowohl die Kosten für die Ableitung, Sammlung und Reinigung von Schmutz- als auch von Regenwasser enthalten. Eine separate Abrechnung des tatsächlich eingeleiteten Oberflächenwassers in die Kanalisation erfolgt derzeit nicht. Die Stadt beabsichtigt nun, aufgrund der aktuellen Rechtsprechung und der Vorberatungen des Stadtrats eine gesplittete Abwassergebühr zu erheben.

Eingeführt werden soll eine getrennte Gebühr für Schmutz- und Niederschlagswasser. Die Gesamtkosten der Abwasserbeseitigung verändern sich dadurch nicht. Die Gebühr wird lediglich zutreffender in zwei Faktoren aufgeteilt und damit transparenter.

Die Schmutzwassergebühr wird weiterhin nach dem Verbrauch von Frischwasser berechnet. Die Gebühr für Niederschlagswasser wiederum berechnet sich nach der Größe der bebauten und befestigten Flächen, die am Kanalnetz angeschlossen sind oder oberflächlich auf die Straße ablaufen. Hier kann sich umweltfreundliches Verhalten der Grundstückseigentümer gebührenmindernd auswirken. Wer wenig befestigte Flächen hat oder Oberflächenwasser nicht in die öffentliche Kanalisation einleitet, wird bei der gesplitteten Abwassergebühr entsprechend begünstigt.

Um die versiegelten Flächen genau ermitteln zu können, wurde das Bayreuther Stadtgebiet Anfang April vergangenen Jahres überflogen. Aus den Luftbildern und dem amtlichen Liegenschaftskataster wurden für jedes Grundstück die befestigten Flächen ermittelt.

Nun ist die Stadt Bayreuth auf die Mithilfe der Betroffenen angewiesen. Am Freitag, 28. März, erhalten alle Grundstückseigentümer und Hausverwaltungen ein Informations- und Erfassungsblatt mit den jeweiligen Grundstücksdaten. Die berechneten Dachflächen und die befestigten Grundflächen, zum Beispiel Einfahrten, Wege und Terrassenflächen, sind angegeben.

Diese Angaben sollten auf ihre Richtigkeit hin geprüft und bei Bedarf korrigiert oder ergänzt werden. Für jede befestigte Fläche bittet die Stadt Bayreuth um Mitteilung der Befestigungsart sowie der Größe und Anzahl von Zisternen und um Auskunft, ob die Flächen beziehungsweise Zisternen am städtischen Kanal angeschlossen sind.

Zur Beratung der Bürger bei Fragen rund ums Ausfüllen der Erfassungsblätter stehen ab 31. März eine kostenfreie Hotline, ein Infomobil an 17 Standorten im Stadtgebiet, das Infobüro im Stadtbauhof (Am Bauhof 5, Zimmer 14) sowie die Internetseite der Stadt zur Verfügung. Rufnummern und Sprechzeiten dieser Angebote können dem Erfassungsblatt entnommen werden. 

Die Angaben zum Grundstück sind eine wesentliche Grundlage für die Berechnung der befestigten, abflusswirksamen Flächen. Die Vorbereitungen für die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr können – läuft alles nach Plan – bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Der Stadtrat könnte noch in diesem Jahr über den Zeitpunkt der Einführung entscheiden.

Mehr Informationen zur neuen gesplitteten Abwassergebühr finden Sie hier.