Stadt Bayreuth

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26.01.2007

Stadt strebt Service-Punkt für Campus an

Universität BayreuthDas Rathaus und die Universität wollen ihre Kontakte weiter vertiefen. Dabei soll eine weitreichende Koordination der beiderseitigen Aktivitäten erreicht werden – bei der Stärkung des Wissenschaftsstandortes ebenso wie beim Ausbau städtischer Serviceleistungen auf dem Campus: So sind im Rathaus die Überlegungen zur Errichtung eines Service-Punktes auf dem Gelände der Universität inzwischen weit gediehen.

Beim jüngsten Arbeitstreffen der Universitätskommission des Stadtrats unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl mit der Hochschulleitung unter Führung von Unipräsident Professor Dr. Helmut Ruppert im Rathaus stieß das Projekt auf ein positives Echo – und gewinnt an Konturen. Mit Beginn der Einschreibungsphase für das Wintersemester 2007/2008 könnte das neue Serviceangebot, das in den vergangenen Wochen und Monaten in Zusammenarbeit von Stadt und Universität strukturiert wurde, ins Leben gerufen werden. Nach Abklärung letzter Details soll es schon in Kürze den städtischen Gremien vorgestellt werden.

Unbürokratische Beratung vor Ort

Vor allem Fragen des Melderechts sollen durch einen solchen Service-Punkt unbürokratisch und aus einer Hand vor Ort auf dem Campus erledigt werden. Untergebracht werden könnte das neue Angebot in unmittelbarer Nähe zur Studentenkanzlei und zum Akademischen Auslandsamt der Universität. In einer zweiten Ausbaustufe ist auch daran gedacht, Angelegenheiten der Antragserteilung für Aufenthaltserlaubnisse von ausländischen Mitarbeitern und Studierenden der Universität vor Ort zu konzentrieren und damit zu vereinfachen. Oberbürgermeister Dr, Michael Hohl sprach in diesem Zusammenhang von einem großen Schritt vorwärts in Sachen Service für die Wissenschaftsstadt Bayreuth. Zumal derartige Leistungen nach Angaben von Unipräsident Professor Ruppert bei der Entscheidung über die Vergabe von staatlichen Forschungsmitteln an die Universitäten eine immer größere Rolle spielen.

Ruppert informierte die Kommissionsmitglieder auch über den derzeitigen Bewerbungsstand der Universität Bayreuth im Rahmen der sogenannten Exzellenzinitiativen von Bund und Land. Diese dienen der Förderung international herausragender Forschungsprogramme und Graduiertenschulen an deutschen Universitäten. Mit dem Vorstoß in den engeren Bewerberkreis habe die Universität Bayreuth bereits jetzt einen deutlichen Imagerfolg für die Qualität ihrer Kunststoff- sowie ihrer Afrikaforschung erreicht. Eine Profilbildung, die letztlich nicht nur der Universität, sondern dem Wissenschaftsstandort Bayreuth insgesamt zugute kommt.

Auch die Metropolregion Nürnberg, deren Mitglied Bayreuth bekanntlich ist, wollen Stadt und Universität gemeinsam nutzen, um Bayreuths Qualitäten als Wissenschaftsstandort bekannt zu machen. Oberbürgermeister und Unipräsident waren sich in ihrer Einschätzung einig, dass die Bedeutung der europäischen Metropolregionen in den kommenden Jahren beim Wettbewerb der Standorte um Entwicklung und Förderung von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft weiter zunehmen werde. Marketingaktivitäten der Metropolregion Nürnberg sollten daher auch für Bayreuth konsequent genutzt werden.