Stadt Bayreuth

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26.09.2006

Stadt und Uni streben bessere Vernetzung an

Luftaufnahme der Universität BayreuthDas Rathaus und die Universität Bayreuth wollen ihre beiderseitigen Kontakte weiter vertiefen. Dabei soll eine möglichst weitreichende Vernetzung und Koordination relevanter Aktivitäten erreicht werden – sei es beim Stadtmarketing, bei der Stärkung des Wissenschaftsstandorts oder beim Ausbau städtischer Serviceleistungen vor Ort auf dem Campus. Dies ist das Fazit eines gemeinsamen Arbeitstreffens der Universitäts-Kommission des Stadtrats unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl mit der Hochschulleitung unter Führung von Unipräsident Professor Dr. Helmut Ruppert.

Seit über 30 Jahren zählt Bayreuth zum illustren Kreis der bayerischen Universitätsstädte. Viel ist in diesen drei Jahrzehnten Stadtentwicklung an Verbindendem zwischen Stadt und Universität gewachsen, viel bleibt noch zu tun. Die Themenpalette möglicher Kooperationsfelder war dementsprechend groß. Oberbürgermeister und Universitätspräsident waren sich daher einig, dass die weitere Vertiefung der Kontakte und eine erfolgversprechende Vernetzung der Aktivitäten von Stadt und Hochschule als Daueraufgabe zu begreifen sind. Hierzu haben sich beide Seiten auf die Schaffung von Arbeitsgruppen verständigt.

Beispiele für eine zu optimierende Zusammenarbeit gibt es viele: So sind im Rathaus die Pläne zur Errichtung eines Service-Punktes auf dem Campus inzwischen weit gediehen. Voraussichtlich zum Start des nächsten Sommersemesters soll das neue Angebot in einem ersten Probelauf getestet werden. Zum Wintersemester 2007/2008 könnte es dann fest installiert werden. Vor allem ausländischen Studierenden soll vor Ort auf dem Campus die Möglichkeit geboten werden, An-, Ab- und Ummeldeangelegenheiten, gegebenenfalls aber auch weitere, viel gefragte Behördengänge, schnell und unkompliziert zu erledigen. Der neue Service-Punkt wird derzeit im intensiven Austausch von Stadt und Universität entwickelt.

Mit einer Stimme in der Metropolregion sprechen

Gemeinsam an einem Strang ziehen wollen beide Partner auch, wenn es darum geht aus staatlichen Fördertöpfen möglichst viel an finanziellen Hilfen für den Standort Bayreuth zu sichern. Gleiches gilt für die künftige Rolle der Wagnerstadt in der neuen Metropolregion Nürnberg. Bayreuth wolle und werde in dieser Kooperation einen aktiven, deutlich vernehmbaren Part spielen, unterstrich OB Dr. Hohl. Dabei komme der Vernetzung städtischer und universitärer Aktivitäten große Bedeutung bei, wenn es darum gehe, der Stimme Bayreuths die notwendige Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Weitere beispielhafte Kooperationsfelder, die künftig noch gründlicher beackert werden sollen: Die Vermarktungsbemühungen für städtische Gewerbeflächen im Sondergebiet für Forschung und Entwicklung in Wolfsbach sollen besser koordiniert werden. In Sachen Kulturentwicklung und -förderung wurde ein intensiverer Gedankenaustausch angeregt. Eine der kommenden Sitzungen des städtischen Kulturausschusses wird daher an der Universität stattfinden. Bayreuths internationale Kontakte sollen auch jenseits der von der Stadt initiierten Kooperationen übergreifend bilanziert und dann besser aufeinander abgestimmt werden. Schließlich wollen Stadt und Universität auch Hand in Hand arbeiten, wenn es darum geht dem schleichenden Verlust an Bevölkerungssubstanz in der ostoberfränkischen Region wirk-sam entgegenzutreten.

Abschließend signalisierte Universitätspräsident Professor Ruppert angesichts der gegenwärtigen Diskussionen um ein Kongresszentrum für Bayreuth seine uneingeschränkte Unterstützung für ein solches Projekt. Für den Wissenschaftsstandort würde ein derartiges Angebot eine hoch willkommene Stärkung bedeuten.