Stadt Bayreuth

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07.12.2010

Stadtbad soll erhalten bleiben

Stadt und BVB wollen Schließungs-Option aus der aktuellen Diskussion um die Zukunft des Bades nehmen
StadtbadDas Schließungs-Szenario fürs Bayreuther Stadtbad soll vom Tisch kommen: Wie Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und der Geschäftsführer der Bayreuther Verkehrs- und Bäder- GmbH (BVB) Jürgen Bayer mitteilen, wollen Stadt und BVB die Option auf ein komplettes Aus für das Bad aus der aktuellen Diskussion um Einsparpotentiale nehmen.

Wie bereits berichtet, liegen dem Aufsichtsrat der BVB derzeit mehrere Szenarien zur Senkung des Defizits vor, das das Stadtbad in der Bilanz des Stadtwerke-Konzerns alljährlich verursacht. Die möglichen Handlungsoptionen, die von reduzierten Öffnungszeiten bis hin zu einer kompletten Schließung des Bades reichen, wurden den Stadtratsfraktionen in den vergangenen Wochen von der BVB-Geschäftsführung eingehend erläutert. Der Aufsichtsrat der BVB wird sich in der kommenden Woche mit ihnen befassen und eine Empfehlung für die abschließende Entscheidung im Stadtrat aussprechen.

OB Dr. Hohl und Geschäftsführer Bayer betonen übereinstimmend, dass man sich der großen Bedeutung des Stadtbads als preisgünstiges und damit sozial verträgliches Angebot für Familien, Kinder, Jugendliche und ältere Menschen, aber auch für den Vereinssport in Bayreuth stets bewusst gewesen sei. „Eben weil die Funktion des Bades für so viele gesellschaftliche Gruppen in unserer Stadt so wichtig ist, ist ein kurzfristiger Ersatz – also ein kurzfristiges Ausweichen auf andere Bäder in der Stadt und im Umland – nur unter größten Anstrengungen möglich“, so Dr. Hohl. Er werde dem BVB-Aufsichtsrat daher empfehlen, die Variante Komplett-Schließung nicht weiter zu verfolgen. „Wir sollten uns jetzt mit den verbliebenen Möglichkeiten zur Kostensenkung befassen“, so der Oberbürgermeister.

Dr. Hohl und Bayer betonen in diesem Zusammenhang, dass es richtig und gut gewesen sei, zunächst einmal alle denkbaren Alternativen zur Kosteneinsparung in Sachen Stadtbad auf den Tisch zu legen. Hier dürfe es keine Denkverbote geben. „Bayreuth lässt sich seine Bäderlandschaft deutlich mehr als vergleichbare Städte kosten. Es ist dringend notwendig, dass wir in den Gremien, aber auch mit der Bevölkerung offen und ehrlich darüber diskutieren, ob und wie lange wir uns das noch leisten können oder wollen“, so Dr. Hohl. BVB-Geschäftsführer Bayer bekräftigt in diesem Zusammenhang seine Hoffnung, dass die vielen Freunde des Stadtbads, die sich jetzt in der aktuellen Diskussion um eine mögliche Schließung zu Wort gemeldet haben, auch wieder öfter als Gäste den Weg in das Bad finden werden. „Letztlich ist einem Erhalt des Stadtbads vor allem durch steigende Besucherzahlen gedient“, so Bayer.

Alle nun noch in der Diskussion verbliebenen Szenarien sollen – so deren Umsetzung von Aufsichtsrat und Stadtrat beschlossen wird – von einer Gesprächsrunde begleitet werden, bei der die Hauptnutzer des Bades sowie die wesentlichen Bäderbetreiber in und um Bayreuth an einem Tisch zusammenkommen.