Stadt Bayreuth

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14.11.2008

Stadtbauhof wehrt sich gegen wilde Müllkippen

Restmülltonnen an den Sammelplätzen werden schrittweise eingezogen, um weiteren Missbrauch zu verhindern

Die Unsitte von Abfallsündern in und um Bayreuth, Wertstoffsammelplätze im Stadtgebiet als wilde Müllkippen zu missbrauchen, beschäftigt weiter die Mitarbeiter des Stadtbauhofs. Im Bemühen um mehr Sauberkeit werden an den rund 80 Sammelplätzen jetzt schrittweise die dort bislang aufgestellten Restmülltonnen entfernt.

Derzeit steht auf den Sammelplätzen mit Containern für Altpapier, Altglas und Dosen auch jeweils eine Restmülltonne. Die war ursprünglich dafür gedacht, die Behältnisse aufzunehmen, in denen wieder verwertbarer Müll zu den Sammelplätzen gebracht wurde. Doch so mancher Abfallsünder glaubt offensichtlich, mit dieser Tonne eine Möglichkeit zu haben, sich seines Hausmülls entledigen zu können. Die Folge: Die Tonnen laufen über, die Müllberge wachsen und die Sammelplätze werden zum Ärgernis für die Anwohner, die sich im wahrsten Sinne des Wortes „zugemüllt“ sehen. Die tägliche Beseitigung der illegalen Hinterlassenschaften kostet etwa 270.000 Euro im Jahr.

Dabei bietet die Stadt eine ganze Reihe von Entsorgungswegen an, die bequem und kostenlos genutzt werden können: Kartons gehören ins Altpapier, Plastiktüten in den Gelben Sack. Eine Probephase ohne Restmülltonne an ausgesuchten Sammelplätzen hat den Stadtbauhof nach Angaben seines kommissarischen Leiters Bernd Sellheim in der Absicht bestärkt, die Restmülltonnen ganz abzuziehen.

In den vergangenen Monaten hat die Stadt die Wertstoffsammelplätze unter dem Slogan „Das gehört nicht dorthin!“ mit entsprechenden Hinweisschildern ausgestattet. Mit einer Anzeigenserie und Radiospots wurde begleitend auf die Problematik hingewiesen. Doch die öffentlichen Appelle an das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger haben bislang nicht die erhoffte Wirkung erzielt.

Möglichkeiten zur Entsorgung von Müll gibt es viele: Elektrogeräte zum Beispiel können neben etwa 20 weiteren Abfallarten im Recyclinghof abgegeben werden. Die frei zugänglichen Wertstoffcontainer stehen den Anliefern montags bis freitags von 7 Uhr bis 17.30 Uhr und samstags von 9 Uhr bis 13 Uhr zur Verfügung. Giftige Stoffe, Elektroschrott sowie kleine Mengen an Sperrmüll und Bauschutt können ab 13 Uhr beim Fachpersonal im Annahmecontainer abgegeben werden, samstags während der gesamten Öffnungszeiten. Sperrmüll wird nach vorheriger Anmeldung (Telefon 09 21/25 18 42) abgeholt oder kann mit einem Berechtigungsschein je nach Bedarf ebenfalls kostenlos an der Müllumladestation in der Weiherstraße abgegeben werden. Für den Gelben Sack gibt es feste monatliche Abfuhrtermine. Wer diese verpasst, kein Problem – der Recyclinghof nimmt Gelbe Säcke täglich an.

Und wer gelegentlich mehr Restmüll loswerden muss, als in die Tonne passt, der kann sich grüne Müllsäcke kaufen. Die 70-Liter-Säcke gibt es bei den Bürgerdiensten im Neuen Rathaus und im Rathaus II sowie beim Stadtbauhof. Man stellt sie einfach neben die Restmülltonnen. Am Abholtag werden sie dann von der städtischen Müllabfuhr mitgenommen.

Mehr Informationen zu den vielfältigen Entsorgungsangeboten der Stadt Bayreuth gibt’s im Internet unter www.abfallberatung.bayreuth.de.

Immer wieder montags sieht es an vielen Wertstoffsammelplätzen der Stadt – unser Bild zeigt den an der Theodor-Schmidt-Straße – extrem schlimm aus.