Stadt Bayreuth

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20.10.2008

Stadtbibliothek lädt zur „Türkischen Nacht“

Auf die Besucher wartet am 24. Oktober ein vielfältiges Programm mit Lesungen, Musik, Poesie und kulinarischen Köstlichkeiten

Die Türkei ist in diesem Jahr Ehrengast bei der Frankfurter Buchmesse. Aus diesem Anlass widmet die Stadtbibliothek dem Land an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien ihren Beitrag zum landesweiten „Tag der Bibliotheken“ und lädt am Freitag, 24. Oktober, zu einer „Türkischen Nacht“ mit Lesungen, Musik, Poesie und kulinarischen Köstlichkeiten ein.

Um 19.30 Uhr eröffnet der Generalkonsul der Republik Türkei, Mehmet Selim Kartal, den Veranstaltungsreigen der Stadtbibliothek im Beisein von Vertretern der türkischen Institutionen in Bayreuth. Türkische Musik wird erklingen und Frauen der türkischen Gemeinde bereiten ein Buffet mit landestypischen Köstlichkeiten vor.

Um 20.15 Uhr startet dann das Programm von Lesungen. Den Auftakt machen türkische Jugendliche, die aus dem Buch „Kultgedichte“ auf türkisch und deutsch lesen. Prominente Persönlichkeiten wurden gebeten, ihr liebstes Gedicht auszuwählen und in einem kurzen Essay zu erzählen, was es ihnen bedeutet. Auf diese Weise ist nicht nur eine Auswahl der großen Dichter entstanden, die Sammlung bezeugt zugleich die Faszination und Wirkungskraft der Poesie in der Türkei. Der essayistische Dialog zwischen den Dichtern und den zeitgenössischen Interpreten wirft zudem zahlreiche Schlaglichter auf die Gedankenwelt und die Repräsentanten der heutigen Kulturszene in der Türkei.

Nevfel Cumart

Nevfel CumartNevfel Cumart zählt zu den produktivsten Lyrikern der jüngeren Generation in Deutschland. Mit seiner Poesie, angesiedelt zwischen orientalischer Tradition und deutscher Moderne, schlägt er eine Brücke zwischen den Kulturen. Der Preisträger des E.ON-Bayern-Kulturpreises 2008 liest um 21 Uhr. In Bayreuth wird er Gedichte aus seinen diversen Werken vortragen und dabei seinem Publikum ein weites literarisches Spektrum präsentieren: biographische Texte, sensible Liebesgedichte und klassische Reise-Gedichte werden ebenso zu hören sein wie gesellschaftlich-politische Arbeiten und humorvolle Momentaufnahmen aus einem Leben in verschiedenen Kulturen. Für Fragen, Wünsche und Anregungen aus dem Publikum wird er genügend Freiräume bieten.

Antje Andrassy

Antje AndrassyAntje Andrassy wirft um 22 Uhr mit ihrer Anthologie „Zehn und eine Geschichte Istanbul“ elf momenthafte Schlaglichter auf die Stadt am Bosporus. Die Sammlung von Prosatexten ergibt zusammenhängend ein kaleidoskopartiges Bild der türkischen Metropole. Die aufregend widersprüchliche Zwölfmillionenstadt Istanbul, deren Alltag ebenso durch Karren ziehende Melonenhändler und Teeträger wie durch glitzernde Bankenpaläste, Edeldiskotheken und jahrhundertealte Kulturdenkmäler geprägt ist, wird als geheimnisvoller eigener Kosmos gezeigt, in dem direkt unter der wahrgenommenen Oberfläche wunderliche Ereignisse warten. Die Lesung wird untermalt von Musik und bildet den Abschluss der Bibliotheksnacht.

Das Programm der „Türkischen Nacht“ entstand in enger Kooperation der Stadtbibliothek mit dem städtischen Amt für Integration und unter aktiver Vermittlungsarbeit zu türkischen Institutionen durch Stadtrat Halil Tasdelen.

Nicht nur während der Bibliotheksnacht, sondern darüber hinaus bis zum 30. Oktober ist im Foyer der Stadtbibliothek die Ausstellung „Die Türkische Bibliothek“ zu sehen – eine literarische Reise durch die moderne Türkei. Ausgehend von der literarischen Edition „Türkische Bibliothek“ im Unionsverlag – die zuvor unübersetzte Klassiker, Erzählungen, Essays aber auch junge Lyrik in 20 Bänden präsentiert – zeichnet sie ein umfassendes Bild ausgewählter Autoren und ihrer Zeit: der türkischen Moderne seit Beginn des 20. Jahrhunderts.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es auch im Internet unter www.stiftunglesen.de/tuerkischebibliothek oder www.tuerkische-bibliothek.de.