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10.12.2007

Stadtbus: Neue Tickets – neue Tarife

Die extrem hohen Spritpreise treffen nicht nur viele Autofahrer hart. Sie sind auch für den städtischen Verkehrsbetrieb ein echter Preistreiber. Konsequenz: Zum 1. Februar kommenden Jahres müssen die Tarife des Stadtbusverkehrs angepasst werden. Gleichzeitig können die Fahrgäste aber dank neuer Angebote auch sparen.

„Wir brauchen über 600.000 Liter Diesel jährlich für den Stadtverkehr – und dieser Treibstoff wurde in den vergangenen Monaten immer teurer“, so der Leiter des Verkehrsbetriebes, Werner Schreiner. Durch Sparmaßnahmen allein ließen sich Kostensteigerung nicht mehr auffangen, doch die Erhöhung der Preise ist trotzdem moderat ausgefallen.

Nach wie vor günstig unterwegs sind die acht Erdgasbusse, denn der Preis für diesen Kraftstoff blieb auch 2007 weitgehend konstant. Der Verkehrsbetrieb wird daher nach und nach weitere Erdgasbusse anschaffen – wegen der damit verbunden Investitionen allerdings nur im Zuge der normalen Erneuerung der Busflotte, da es gegenwärtig keine staatlichen Zuschüsse für die Beschaffung von Erdgasbussen mehr gibt.

Und so sieht das neue Tarifgefüge ab Februar aus: Der Preise für den Einzelfahrschein konnte mit 1,70 Euro stabil gehalten werden. Neu: Wird das Ticket im Bus gekauft, so ist es bereits entwertet, muss also nicht mehr abgestempelt werden. Wer Einzelfahrscheine auf Vorrat kaufen möchte, der erhält nicht entwertete Tickets am Fahrscheinautomaten.

Neu im Sortiment der Mehrfahrtenkarten ist die 4er-Streifenkarte. Sie löst die bisherige 8er-Karte ab und kostet für Erwachsene 5,50 Euro im Bus (5 Euro im Vorverkauf) sowie für Kinder und Jugendliche 3,30 Euro (3 Euro im Vorverkauf).

Neben dem bewährten Familientagesticket (Preis im Bus künftig 5,80 Euro, im Vorverkauf wie bisher 5,50 Euro) gibt es demnächst auch ein Single-Tagesticket für Erwachsene (Preis im Bus 3,50 Euro, im Vorverkauf 3,30 Euro). Die im Bus gekauften Tickets sind bereits entwertet, lassen sich also nur für den entsprechenden Tag verwenden. Tagestickes auf Vorrat können am Automaten gekauft werden. Sie müssen entwertet werden.

Das Familientagesticket ist gültig für zwei Erwachsene und alle familienangehörigen Kinder bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres, das Single-Tagesticket für einen Erwachsenen. Beide berechtigen zu beliebig vielen Fahrten innerhalb von 24 Stunden ab der Entwertung. An Sonn- und Feiertagen gilt die am Vortag gelöste Karte bis Betriebsende weiter.

Die Schülermonatskarte kostet ab Februar 28,50 Euro (bislang 26,50 Euro) und die Seniorenmonatskarte 30 Euro (bislang 28 Euro). Letztere ist nun auch als Jahresabo zum Preis von 310 Euro erhältlich. Senioren können mit diesem Zusatzangebot also für weniger als 26 Euro im Monat Bus fahren. Neu ist der Zusatzfahrschein, der einen Euro kostet und den Inhaber der Seniorenkarte zu einer Fahrt vor 8 Uhr berechtigt. Die Seniorenkarte selber gilt wie bisher von Montag bis Freitag nur für Fahrten in den Bussen, die ab 8 Uhr die ZOH erreichen oder verlassen.

Die beliebte Umweltkarte kostet künftig 36 Euro (bislang 34,50 Euro). Im Jahresabo ist sie für 370 Euro zu haben, das Halbjahresabo gibt es ab Februar nicht mehr.

Neu ins Sortiment der Fahrscheine aufgenommen wird die 9 Uhr-Karte, eine personengebundene Zeitkarte, die jedermann erwerben kann. Das Ticket gilt montags bis freitags ab 9 Uhr sowie an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen uneingeschränkt. Es kostet 28 Euro als Monatskarte und ist mit 290 Euro im Jahresabo besonders günstig – umgerechnet also etwa 24 Euro pro Monat. Für die 9 Uhr-Karte, die Seniorenkarte und die Schülermonatskarte braucht man einen „Stammausweis“, der im Kundencenter an der ZOH ausgestellt wird und für den ein Passfoto erforderlich ist.