Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

10.10.2007

Stadtgebiet Bayreuth zur 20 km-Schutzzone erklärt

Blauzungenkrankheit in Oberfranken auf dem Vormarsch

Wie das Ordnungsreferat der Stadt Bayreuth mitteilt, hat die Blauzungenkrankenheit mittlerweile Oberfranken erreicht. In den Landkreisen Bamberg, Coburg, Forchheim und Hof sind Ausbrüche der viralen Infektionskrankheit, die ausschließlich Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen befällt, amtlich festgestellt worden. Die Gefährdungsgebiete mit einem Radius von mindestens 20 Kilometer um die Ausbruchsorte erfassen daneben auch den größten Teil der anderen Landkreise und kreisfreien Städte, so auch das Stadtgebiet Bayreuth.

Die Erklärung zur 20 km-Schutzzone für das Gebiet der Stadt Bayreuth führt dazu, dass Schutzmaßnahmen innerhalb diesen Gebietes eingehalten werden müssen.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist ab sofort der Transport von Tieren wie Rindern, Schafen, Ziegen oder Gehegewild, die für den Virus empfänglich sind, aus dem Gefährdungsgebiet verboten. Hiervon abweichend dürfen Schlachttiere zur unmittelbaren Schlachtung in eine Schlachtstätte gebracht werden, die innerhalb eines Blauzungenkrankheit-Restriktionsgebiets (20 km- oder 150 km-Zone) liegt. Der Transport zur unmittelbaren Schlachtung in eine außerhalb der Restriktionsgebiete (20- oder 150 km-Zone) gelegenen Schlachtstätte ist dann erlaubt, wenn die zuständige Behörde zugestimmt hat, in einer schriftlichen Tierhaltererklärung bestätigt wird, dass keine klinischen Anzeichen der Blauzungenkrankheit vorliegen und die Tiere in einem verplombten Fahrzeug transportiert werden. Die für den Herkunftsbestand zuständige Veterinärbehörde informiert die für die Schlachtstätte zuständige Veterinärbehörde über den bevorstehenden Transport. Diese wiederum informiert die für den Herkunftsbestand zuständige Veterinärbehörde über die Ankunft der Tiere.

Nutz- und Zuchttiere dürfen abweichend vom grundsätzlichen Transportverbot mit Genehmigung des Veterinäramtes der Stadt Bayreuth in einen innerhalb einer 150 km-Zone gelegenen Betrieb gebracht werden, wenn

  • die Tiere mindestens 28 Tage vor dem Transport mit einem Repellent behandelt
  • und einmal serologisch mit negativem Ergebnis untersucht worden sind (Blutentnahme frühestens 28 Tage nach der Repellentbehandlung),

oder

  • mindestens 14 Tage vor dem Verbringen mit einem Repellent behandelt und einmal virologisch mit negativem Ergebnis untersucht worden sind (Blutentnahme frühestens 14 Tage nach dem Beginn der Repellent-behandlung) und
  • die Tiere am Tag des Transports keine klinischen Anzeichen der Blauzungenkrankheit aufweisen, mit einem Repellent behandelt worden sind, die Dokumentation über diese Behandlungen mitgeführt wird und die Zustimmung der für den Bestimmungsort zuständigen Behörde vorliegt.

oder

  • die zu verbringenden Tiere nicht älter als 30 Tage sind und am Tage des Transports keine klinischen Anzeichen auf Blauzungenkrankheit aufweisen und
  • die für den Bestimmungsort zuständige Behörde der Verbringung zugestimmt hat und
  • die Tiere sieben Tage vor der Beförderung mit einem Repellent behandelt worden sind.
  • Außerdem muss sichergestellt sein, dass die Tiere im Bestimmungsbetrieb in geschlossenen Ställen gehalten werden und aus diesem Betrieb nur unmittelbar zur Schlach-tung verbracht werden.
  • Während der Beförderung ist eine Erklärung über die durchgeführte Repellentbehandlung mitzuführen.

Innerhalb der 20 km- Zone dürfen Nutz- und Zuchttiere ohne Genehmigung transportiert werden.

Nutz- und Zuchttiere dürfen aus einer 20 km-Zone in eine andere 20 km-Zone im Inland mit Genehmigung des Veterinäramtes der Stadt Bayreuth gebracht werden, wenn sie am Transporttag keine klinischen Anzeichen der Blauzungenkrankheit aufweisen, sieben Tage vor der Beförderung mit einem Repellent behandelt worden sind und eine Erklärung über diese Behandlung mitgeführt wird.

Alle empfängliche Tiere (Rinder, Schafe, Ziegen) haltenden Betriebe in den 20 km-Schutzzonen haben ab sofort die Tiere mit einem zugelassenen Repellent unter Beachtung der Anwendungs- und Wartezeitbeschränkungen nach der Anweisung des Arzneimittelherstellers zu behandeln und dies der zuständigen Behörde auf Verlangen nachzuweisen.

Der Verdacht des Auftretens der Blauzungenkrankheit ist dem Veterinäramt der Stadt Bayreuth, Telefon 09 21/74 57-11, unverzüglich anzuzeigen. Für fachliche Auskünfte steht das städtische Veterinäramt zur Verfügung.