Stadt Bayreuth

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25.06.2007

Stadthalle: Sanierung aus einem Guss

Stadthalle BayreuthWie geht es weiter mit der Sanierung der Stadthalle Bayreuth – und vor allem: wann kann sie in Angriff genommen werden? Mit diesen Fragen befasste sich jetzt der Bauausschuss des Stadtrats und griff damit einen entsprechenden Antrag vom Vorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion Wolfgang Kern auf. Fazit: Die Sanierung des Gebäudes kann nicht vor Herbst 2009 beginnen. Als eines der wichtigsten Veranstaltungszentren Bayreuths ist die Stadthalle bis dahin bereits verbindlich belegt.

Die Sanierung der Stadthalle ist ein Dauerbrenner der kommunalpolitischen Diskussion. Vor allem in Verbesserungen der technischen Infrastruktur wurde in den vergangenen Jahren immer wieder investiert. Jetzt sollen die weiteren Sanierungsschritte, die nicht nur das optische Erscheinungsbild, sondern auch die Funktionalität des in die Jahre gekommenen Veranstaltungszentrums verbessern werden, in einem Zug angegangen werden.

Auf rund 8,3 Millionen Euro veranschlagt das städtische Baureferat derzeit den Investitionsbedarf, um die Stadthalle wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Dabei gilt es sowohl funktionale und bauliche Mängel, als auch brandschutz-, haus- und bühnentechnische zu beseitigen. Ein dicker Brocken für die Stadtkasse, der auf die drei Haushaltsjahre 2008 bis 2010 verteilt werden soll – was aber nicht bedeutet, dass im kommenden Jahr bereits die Handwerker Einzug halten. Wie Baureferent Friedrich Taubmann den Ausschussmitgliedern erläuterte, lässt die mittelfristige Belegung der Stadthalle mit Veranstaltungen unterschiedlichsten Zuschnitts den kurzfristigen Beginn der Sanierungsarbeiten gar nicht zu. Nicht nur im laufenden Jahr, auch über das komplette Jahr 2008 hinweg ist die Halle rundum belegt. Und durch das 2008/2009 anstehende Wilhelmine-Doppeljubiläum mit seinem derzeit in Planung befindlichen Veranstaltungsreigen kommt ein Baubeginn wohl nicht vor Herbst 2009 in Betracht.

Dann aber soll die Stadthalle – entgegen früheren Überlegungen – in einem Zug, sprich in einem Bauabschnitt in Angriff genommen werden. Im Baureferat des Rathauses kalkuliert man den Zeitbedarf für die gesamte Maßnahme auf etwa 18 Monate, so dass der Umbau im Frühsommer 2011 abgeschlossen sein könnte. Neben organisatorischen sprechen vor allem auch sicherheitstechnische Überlegungen und Lärmprobleme für diese Lösung.

Grundlage aller weiteren Schritte auf dem noch langen Weg bis zum Sanierungsbeginn ist das von einem Bayreuther Ingenieurbüro für Büh-nenplanung erstellte Raum- und Funktionsprogramm, für das die Bauausschussmitglieder jetzt grünes Licht gegeben haben. Es listet sowohl die aktuellen Mängel als auch notwendige Veränderungen auf. Auf seiner Basis soll das Jahr 2008 ausschließlich für weitere planerische Überlegungen genutzt werden, bevor dann im Herbst 2009 – nach Ende des Wilhelmine-Doppeljubiläums –  der Startschuss für die Sanierung der Stadthalle fallen könnte.