Stadt Bayreuth

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25.06.2015

Stadtrat beschließt Resolution gegen geplanten Stellenabbau der Telekom

Der Stadtrat Bayreuth hat in seiner jüngsten Sitzung auf Antrag von Stadtrat Dr. Christoph Rabenstein (SPD) eine Resolution gegen den geplanten Stellenabbau der Deutschen Telekom am Standort Bayreuth beschlossen. Der Grund dafür ist die Ankündigung der Telekom, 67 Stellen aus dem Technischen Service von Bayreuth nach Bamberg zu verlegen. Die Resolution, die in den nächsten Tagen der Telekom übergeben wird, im Wortlaut:

„Der Bayreuther Stadtrat protestiert deutlich gegen den erneuten Stellenabbau der Deutschen Telekom am Standort Bayreuth. Schon bei der Schließung des Call-Centers der Telekom in Bayreuth im Jahr 2006 waren rund 50 Mitarbeiter betroffen, vier Jahre später wurden weitere 37 Stellen in den Bereichen Geschäftskunden und IT von Bayreuth nach Leipzig und Nürnberg verlagert. Nun die Ankündigung der Telekom, dass infolge von Umstrukturierungsmaßnahmen 67 Stellen im Bereich Technischer Service verlagert werden – diesmal nach Bamberg.

Der Stadtrat stellt fest, dass der Telekom-Standort Bayreuth für das Telekommunikationsunternehmen immer weiter an Bedeutung verliert. Binnen neun Jahren hat der Standort Bayreuth rund 150 Mitarbeiter durch diese Umstrukturierungen und Bereichsschließungen verloren, das entspricht einem Drittel der Beschäftigten.

Wir stellen fest:

– Es entsteht der Eindruck, dass die Mitarbeiter der Telekom für das Unternehmen ‚Ware‘ sind, die man von Standort zu Standort schicken kann – für die Mitarbeiter hat die Umstrukturierung einen ‚Mitziehen oder Umorientieren‘-Effekt. Für die Beschäftigten und ihre Familien bedeutet die Maßnahme einen unzumutbaren Kahlschlag, der im Ergebnis zu einem nicht nachvollziehbaren Rückzug von Arbeitsplätzen aus der Fläche führen würde.

– Die Verlagerung stellt für die Mitarbeiter, die meist in Teilzeit am Standort Bayreuth arbeiten, eine erhebliche Belastung dar. Bereits die Umstrukturierung und Verlagerung im Jahr 2010 von Stellen nach Nürnberg und Leipzig bedeutete für die betroffenen Arbeitnehmer entweder einen zeitlichen Mehraufwand im Pendelverkehr zum neuen Einsatzort oder den Umzug der Mitarbeiter.

– Die Fahrt zum neuen Einsatzort Bamberg stellt vor allem die Mitarbeiter mit einer schweren Behinderung, die auch von der Umstrukturierung betroffen sind, vor immense Probleme. Hier kann davon ausgegangen werden, dass ihre Stellen auf Dauer in Bamberg neu besetzt werden – und somit ein realer Stellenabbau stattfindet.

– Der Schaden für Bayreuth ist fatal – wieder werden Fachkräfte aus der Region abgezogen und andernorts eingesetzt. Die Deutsche Telekom konzentriert sich weiter auf wenige Standorte in den Ballungszentren und gibt ihre Flächenpräsenz auf.

– Hinzu kommt: Obwohl am Standort Ziegelleite in Bayreuth, St. Johannis, die nötige Infrastruktur vorhanden ist, soll der Technische Service abgezogen werden. Dies führt zu vermeidbaren Leerständen.“