Stadt Bayreuth

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05.10.2007

Stadtrat stellt Weichen für Kommission

Die Frage einer möglichen Umbenennung der Hans-Meiser-Straße sowie weiterer strittiger Straßennamen in Bayreuth wird in einer eigens für diese Problematik einzusetzenden Komission behandelt. Hierfür hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Weichen gestellt.

Wie bereits berichtet, hat die Stadtratsfraktion der GRÜNEN und Unabhängigen einen Antrag auf Umbenennung der Hans-Meiser-Straße gestellt, die nach dem ehemaligen Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche von 1933 bis 1956 benannt ist. Begründung: Jüngere Forschungsergebnisse hätten ergeben, dass sich der Bischof klar und eindeutig zum Antisemitismus bekannt und sich in seiner Amtszeit vielfach antisemitisch und rassistisch geäußert habe.

Wie Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl mitteilt, soll nun eine hierzu einzusetzende Kommission die Problematik einer Umbenennung der Hans-Meiser-Straße behandeln. „Wir sollten uns die Zeit für eine solche vertiefte Diskussion nehmen und uns dabei bemühen, den historischen Tatsachen gerecht zu werden“, so OB Dr. Hohl. Aufgabe der Kommission soll es zudem sein, einen Kriterienkatalog zu entwickeln, der auch auf weitere Fälle strittiger Straßenbenennungen im Stadtgebiet angewandt werden kann.

Die personelle Zusammensetzung der Kommission soll nun in den Fraktionen beraten und in der Oktober-Sitzung des Stadtrats beschlossen werden. Dabei ist auch eine Beteiligung der Kirchen einschließlich der Israelitischen Kultusgemeinde sowie der Universität angedacht.