Stadt Bayreuth

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27.11.2015

Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe

Am Montag, 30. November, findet auf Initiative der internationalen christlichen Laienbewegung Sant’Egidio wieder der internationale Aktionstag „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ statt. Die Stadt Bayreuth unterstützt, wie viele andere bundesdeutsche Städte auch, die Ziele der Kampagne. Als sichtbares Zeichen der Solidarität wird das Alte Schloss in der Bayreuther Innenstadt in dieser Nacht in blauem Licht angestrahlt.

bayreuth luftbild

Das Alte Schloss in Bayreuth wird am 30. November in blauem Licht angestrahlt.

Mittlerweile ist die Zahl der beteiligten Städte auf knapp 2.000 in 98 Ländern gestiegen. Weltweit haben sich über 70 Hauptstädte der Aktion angeschlossen. Zunehmende Gewalt und terroristische Übergriffe haben nach Einschätzung der Veranstalter des Aktionstags in vielen Regionen das menschliche Zusammenleben vergiftet. Sie förderten Hass und Rache und damit auch den Einsatz der Todesstrafe. Diese besorgniserregenden Zeichen erforderten einen entschiedenen Einsatz für mehr Barmherzigkeit und eine Kultur der Versöhnung.

Der seit 2002 durchgeführte internationale Tag „Cities for life“ ist die größte Mobilisierungsaktion für die Abschaffung der Todesstrafe auf internationaler Ebene. Sein Ziel besteht darin, einen Dialog mit der Zivilgesellschaft herzustellen und lokale Verwaltungen einzubeziehen, damit die Abschaffung der Todesstrafe und der Verzicht auf Gewalt zu einem Identitätsmerkmal der beteiligten Städte und ihrer Bürger werden.

Die Laienbewegung Sant’Egidio

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 60.000 Mitgliedern in 70 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Sie engagiert sich unter Beteiligung zahlreicher Organisationen im Kampf gegen die Todesstrafe und hat die Aktion „Cities for life – Städte für das Leben“ gegründet. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte. Für die 1998 initiierte Unterschriftenkampagne für ein Moratorium der Todesstrafe hat die Gemeinschaft Sant’Egidio bisher rund 5,5 Millionen Unterschriften gesammelt. Außerdem pflegen Mitglieder von Sant’Egidio weltweit Hunderte von persönlichen Brieffreundschaften mit Todeskandidaten und unterstützen viele im persönlichen Einsatz.