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15.03.2011

Star-Bariton Thomas Hampson zu Gast in Bayreuth

Am Mittwoch, 23. März, um 19.30 Uhr, lädt die Stadt Bayreuth im Rahmen des Franz-Liszt-Jubiläums zu einem Konzerterlebnis der Extraklasse in das Große Haus der Stadthalle ein: einem Liederabend mit dem weltweit gefeierten Sänger und Liedinterpreten Thomas Hampson, begleitet von Wolfram Rieger am Klavier.

Thomas Hampson ist ein Star. Der lyrische Bariton zählt international zu den bedeutendsten Vertretern seines Fachs, seine Stimme gilt als schönster Bariton der Welt. Und der Sänger macht sich für eine Kunstform stark, die zu oft im Schatten des „großen“ Operngesangs steht. Thomas Hampson gehört zu den wichtigsten Interpreten des deutschen romantischen Liedes, insbesondere der Werke von Schumann, Mahler und Wolf sowie des amerikanischen Liedes, dessen Botschafter für interkulturellen Dialog er mit seinem Projekt „Song of America“ ist. Als Liedinterpret setzte Thomas Hampson Standards.

Der in den USA lebende Künstler mit früherem Wohnsitz in Österreich spricht hervorragend deutsch, bewegt sich somit bei seinem bevorzugten Repertoire auch sprachlich auf vertrautem Gebiet. Welch große Bedeutung das Lied für ihn hat, ob ursprünglich oder in kunstvoller Form, zeigt der Künstler nicht zuletzt auch mit seiner im Jahr 2003 gegründeten „Hampsong Foundation“ zur Förderung und Erforschung der Liedkultur. „Hampsong“ – ein Wortspiel mit großer Aussagekraft.

Als einer der bedeutendsten und meistgefragten Bariton-Sänger der Gegenwart ist Hampson auf Opern- und Konzertbühnen gleichermaßen begehrt. Umso mehr freut sich Nicolaus Richter, Projektleiter des Franz-Liszt-Jubiläums, über das Gastspiel am 23. März in Bayreuth: „Es ist eine Ehre, dass wir diesen einzigartigen Künstler für das Liszt-Jubiläum gewinnen konnten. Am Klavier darf man ebenfalls Musik auf höchstem Niveau erwarten: Wolfram Rieger ist Hampsons langjähriger Begleiter und als Professor für Liedgestaltung an der Berliner Hochschule für Musik ‚Hanns Eisler‘ zudem ein erfahrener und renommierter Pianist.“

Lieder von Mahler, Liszt und Schubert

Als ausgewiesener Mahler-Spezialist wird Hampson Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“ singen – aber auch Lieder von Liszt dürfen im Jubiläumsjahr natürlich nicht fehlen. Darüber hinaus können sich die Besucher auf Lieder von Franz Schubert aus dem Zyklus „Schwanengesang“ freuen. Inhaltlich ist der Abend überwiegend Liedtexten von Heinrich Heine gewidmet, aber auch der Dichtkunst des österreichischen Schriftstellers Nikolaus Lenau sowie des deutschen Dichters Ludwig Rellstabs. Gerade letztere Lyriker der Biedermeierzeit hat Franz Liszt mehrfach vertont.

Das Programm

Franz Schubert           Lieder aus dem Liederzyklus „Schwanengesang“
(1797 – 1828)             nach Texten von Heinrich Heine:
Der Atlas
Ihr Bild
Das Fischermädchen
Die Stadt
Am Meer
Der Doppelgänger

Franz Liszt                  Im Rhein, im schönen Strome (Heinrich Heine)
(1811 – 1886)            Anfangs wollt’ ich fast verzagen (Heinrich Heine)
Vergiftet sind meine Lieder (Heinrich Heine)
Nimm einen Strahl der Sonne – Ihr Auge (Ludwig Rellstab)
Es rauschen die Winde (Ludwig Rellstab)
Die drei Zigeuner (Nikolaus Lenau)

P a u s e

Gustav Mahler           Erinnerung (Richard Leander)
(1860 – 1911)
Lieder nach Texten der Volksliedsammlung „Des Knaben Wunderhorn“:
Ich ging mit Lust durch einen grünen Wald
Aus! Aus!
Nicht wiedersehen!
Der Schildwache Nachtlied
Lied des Verfolgten im Turm
Das irdische Leben
Das himmlische Leben
Urlicht
Franz Liszt und das Lied

Gustav Mahlers ganzes Schaffen ist vom „Lied“ gekennzeichnet. Sein „Lied von der Erde“ zum Beispiel – entstanden zwischen 8. und 9. Symphonie – kann sich nicht recht entscheiden, ob es Symphonie oder Orchesterlied sein will. Vielleicht beides? Die Gattungen „Lied“ und „Symphonie“ haben sich bei Mahler immer gegenseitig durchdrungen und befruchtet. Den Klaviervirtuosen Liszt dagegen bringt man nicht in erster Linie mit der Gattung „Lied“ in Verbindung. Sein oft mit ihm assoziierter Hang zu Äußerlichkeit und Bombast will einfach nicht zu dieser in Umfang und Besetzung reduzierten Musikform passen. Trotzdem hat er die intimen Lieder Schuberts (der wie kein anderer für das romantische Lied steht und über 600 davon komponiert hat) sehr bewundert und durch die Komposition von Klaviertranskriptionen erst richtig bekannt gemacht.

Doch nicht nur das: Er hat selbst über 80 eigene Lieder geschrieben. Von biedermeierlicher Hausmusik sind diese weit entfernt, und Liszt stellte höchste Anforderungen an den Sänger – im Hinblick auf Stimme wie auch auf Ausdruck und Verständnis für die beinhalteten Empfindungen. Seine Lieder sind subtil und komplex, ihr Gefühlsgehalt manchmal fast esoterisch überhöht.

Auch wenn Liszt ein ausgewiesener Kosmopolit war, der freiwillig von der deutschen zur französischen Sprache gewechselt hatte, bevorzugte er als Textvorlagen deutsche Gedichte. Das spiegelt auch die Liedauswahl Thomas Hampsons für sein Konzert am 23. März in Bayreuth wider.

Thomas Hampson

Die Karriere des amerikanischen Baritons Thomas Hampson ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Als einer der bedeutendsten und meistgefragten Opern-, Konzert- und Liedsänger der Gegenwart ist er regelmäßig auf den führenden internationalen Opern- und Konzertbühnen zu Gast und hat mit den renommiertesten Sängern, Pianisten, Dirigenten und Orchestern unserer Zeit gearbeitet. Knapp 200 Aufnahmen spiegeln nicht nur seine außergewöhnliche stilistische Spannweite wider, sondern erhielten auch Preise wie den Grammy, den Grand Prix du Disque oder den Gramophone Award, den Edison Prize und den Echo Klassik. Breite Anerkennung genießt der Ausnahmekünstler darüber hinaus für seine sorgfältig erforschten und außergewöhnlich zusammengestellten Programme, sowie für seine aktive Lehrtätigkeit und die Erkundung des schier unendlichen Liedrepertoires.

Thomas Hampson gehört zu den wichtigsten Interpreten des deutschen romantischen Liedes, insbesondere der Werke von Schumann, Mahler und Wolf, und des amerikanischen Liedes, dessen Botschafter für interkulturellen Dialog er mit seinem Projekt „Song of America“ und der im Jahr 2003 gegründeten Hampsong Foundation ist.

Die Saison 2010/11 von Thomas Hampson ist allen voran dem Komponisten Gustav Mahler gewidmet – anlässlich des 150. Geburtstags sowie des 100. Todestags. Den Auftakt der internationalen Mahler-Tournee von Thomas Hampson bildete das international übertragene Konzert an Mahlers Geburtsort Kalište am 7. Juli 2010. Als einer der führenden Mahler-Interpreten wird er in der Saison in knapp 60 internationalen Konzerten – mit Orchestern wie dem New York Philharmonic Orchestra, den Wiener Philharmonikern, dem NDR-Sinfonieorchester, dem Gustav Mahler Jugendorchester und der Tschechischen Philharmonie Prag unter Dirigenten wie Alan Gilbert, Mariss Jansons, Philippe Jordan, Fabio Luisi und Antonio Pappano – und Liederabenden – mit Wolfram Rieger und Craig Rutenberg – die Liederzyklen des Kompo¬nisten in europäischen Metropolen wie Berlin, Hamburg, Wien, Zürich, London, Amsterdam, Paris, Madrid und Oslo zu Gehör bringen. Als „Mahler Artist-in-Residence“ präsentiert Thomas Hampson die gesamten Lieder des Komponisten im Zuge der „Elbphilharmonie Konzerte“ in Hamburg sowie seinen eigenen Mahler-Zyklus im Wiener Musikverein. Seine neue Aufnahme aus „Des Knaben Wunderhorn“, die er gemeinsam mit den Wiener Virtuosen – ein dirigentenloses Ensemble bestehend aus Stimmführern der Wiener Philharmoniker – aufgenommen hat, erschien im Januar 2011 bei Deutsche Grammophon.

Des Weiteren tritt Thomas Hampson in Verdis Opern „Macbeth“, in einer neuen Produktion an der Lyric Opera of Chicago (Renato Palumbo), sowie in „I Masnadieri“ (Ádám Fischer) und „Parsifal“ (Daniele Gatti) am Opernhaus Zürich auf. Ebenfalls Höhepunkte sind die Übernahme der künstlerischen Leitung einer neu geschaffenen Liedakademie des Heidelberger Frühlings und Konzerte mit Renée Fleming und den Berliner Philharmonikern unter Christian Thielemann. (Alle Termine der Saison finden Sie unter www.thomashampson.com)

In der Saison 09/10 wurde Thomas Hampson der erste „Artist in Residence“ beim New York Philharmonic Orchestra und konzertierte in den USA sowie in Europa unter dem Chefdirigenten, Alan Gilbert. Ein Großteil der vergangenen Saison war anlässlich des 250. Jahrestages des ersten amerikanischen Kunstliedes dem „Song of America“-Projekt gewidmet. In Zusammenarbeit mit der Library of Congress gab Thomas Hampson Recitals und Meisterkurse, nahm an zahlreichen Bildungsveranstaltungen, Ausstellungen und Rundfunksendungen in den USA teil und trug zur Erstellung der interaktiven Recherche-Website www.songofamerica.net bei. Schließlich veröffentlichte er sein neues Album „Wondrous Free – Song of America II“ bei seinem eigenen Label Thomas Hampson Media.

Der in Spokane, Washington, aufgewachsene Thomas Hampson ist Distinguished Visiting Artist an der Manhattan School of Music, Träger eines Ehrendoktortitels des Whitworth College, Washington, des San Francisco Conservatory sowie der Manhattan School of Music und Ehrenmitglied der Londoner Royal Academy of Music. Er trägt den Titel „Kammersänger“ der Wiener Staatsoper und „Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres“ der Republik Frankreich. 2004 wurde ihm das österreichische Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft verliehen, 2005 erhielt er den „Edison Life Achievement Award“. Seit 2008 ist Thomas Hampson “Special Advisor to the Study and Performance of Music in America” der Library of Congress, 2009 wurde ihm der “Distinguished Artistic Leadership Award” des Atlantic Council verliehen und seit 2010 ist er Mitglied der American Society of Arts and Sciences.
Wolfram Rieger

stammt aus Waldsassen (Oberpfalz/Bayern) und erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Elternhaus und bei Konrad Pfeiffer in Regensburg. Sein anschließendes Studium bei Erik Werba und Helmut Deutsch an der Hochschule für Musik in München, das von zunehmender Begeisterung für das Lied geprägt war, beendete er „mit Auszeichnung“. Meisterkurse bei Elisabeth Schwarzkopf, Hans Hotter und Dietrich Fischer-Dieskau sorgten für weitere wichtige Impulse.

Noch während des Studiums wurde Wolfram Rieger von der Münchner Musikhochschule als Gesangsbegleiter engagiert; wenige Jahre später leitete er am gleichen Haus seine eigene Liedklasse. 1998 übernahm er eine Professur für Liedgestaltung an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“.

Wolfram Riegers rege internationale Konzerttätigkeit führte ihn mittlerweile in fast alle Teile der Welt. Er ist langjähriger Klavierpartner von Brigitte Fassbaender, Juliane Banse, Barbara Bonney, Michelle Breedt, Thomas Hampson, Olaf Bär, Dietrich Fischer-Dieskau, Matthias Goerne, Christoph Prégardien, Thomas Quasthoff, Peter Schreier, Michael Schade und Kammermusikpartner des Cherubini-Quartetts, des Petersen-Quartetts sowie des Vogler-Quartetts. Wolfram Rieger gastiert regelmäßig bei den bedeutendsten internationalen Musikzentren und Musikfestivals und gibt darüber hinaus Interpretationskurse in Europa und Japan. Viele seiner zahlreichen CD-Aufnahmen bei verschiedenen Labels wurden mit Preisen ausgezeichnet.

Wolfram Rieger ist Träger der Ehrenmedaille der Franz-Schubert-Gesellschaft von Barcelona.
Das Programm des Franz-Liszt-Jubiläums 2011 wird gemeinsam gestaltet von der Stadt Bayreuth mit zahlreichen Partnern sowie weiteren Veranstaltern aus Stadt und Region.

Das Programm des Franz-Liszt-Jubiläums 2011 wird gemeinsam gestaltet von der Stadt Bayreuth mit zahlreichen Partnern sowie weiteren Veranstaltern aus der Region.

  • Programmvorschau: Liszt-Veranstaltungen im März
  • Das komplette Jahresprogramm ist online unter www.liszt.bayreuth.de abrufbar.
Vorverkauf für städtische Veranstaltungen:
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Opernstraße 22, 95444 Bayreuth
Te.: (09 21) 6 90 01; Fax (09 21) 29 48 56
E-Mail: info@urier-tickets.de
Online: www.tickets-bayreuth.de oder www.eventim.de

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