Stadt Bayreuth

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10.07.2009

Startschuss für Hochwasserrückhaltebecken

In Wolfsbach entsteht für über 800.000 Euro ein Rückhaltebecken mit 50.000 Kubikmeter Fassungsvermögen

Startschuss für ein weiteres Projekt zur Optimierung des Hochwasser-schutzes in der Stadt Bayreuth: Im Rahmen eines Pressetermins hat Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl am Freitag, 10. Juli, gemeinsam mit Vertretern mehrerer Fachbehörden sowie der Stadtratsfraktionen den ersten Spatenstich für den Bau eines rund 820.000 Euro teuren Hochwasserrückhaltebeckens im Stadtteil Wolfsbach gesetzt.

Das Dammbauwerk sei ein weiterer, wichtiger Baustein im Gesamtkonzept für den Hochwasserschutz der Stadt Bayreuth, so Oberbürgermeister Dr. Hohl beim Spatenstich: “Es ist wichtig für die Anwohner zu wissen, dass bei diesem bedeutsamen Thema die Dinge jetzt vorangehen.”

Spatenstich fürs neue Hochwaserrückhaltebecken

Das Rückhaltebecken samt dazu gehörendem Dammbauwerk wird die westliche Bebauung im Stadtteil Wolfsbach vor einem 100jahrigen Hochwasserereignis schützen. Voruntersuchungen des beauftragten Stuttgarter Ingenieurbüros Winkler und Partner hatten ergeben, dass große Teile der Siedlung bei Hochwasser überschwemmt werden. Bei der Dimensionierung wurden zum Schutz der Bevölkerung auch die spürbaren Klimaveränderungen mit einem 15prozentigen Aufschlag berücksichtigt.

Im Zuge der Entwurfsplanung waren verschie-dene Varianten in der Diskussion. In Absprache mit den Experten des Wasserwirtschaftsamtes Hof wurde schließlich ein Hochwasserrückhaltebecken mit einem überströmbaren  Dammbauwerk geplant. Diese Ausführung fällt gegenüber einem nicht überströmbaren Bauwerk rund ein Drittel niedriger aus. “In Verbindung mit der flachen Dammneigung passt es sich daher gut in das Landschaftsbild ein, was vor allem für die nahe gelegene Bebauung und deren Anlieger von großer Bedeutung ist”, so der Oberbürger-meister.

Das Dammbauwerk wird als homogener Erddamm ausgeführt und befindet sich südlich der bestehenden Bebauung entlang des Maisweges in Wolfsbach. Der Damm quert in der Mitte des Talraums den Bachlauf des Thiergartenweihergrabens und geht in den Talflanken in das bestehende Gelände über. Die maximale Dammhöhe beträgt etwa 3,3 Meter. Der aus betriebs- und unterhaltungstechnischen Gesichtspunkten notwendige Dammkronenweg wird an die Oberthiergärtnerstraße / Wolfsbacher Straße angeschlossen.

Das Gesamtstauvolumen beläuft sich auf rund 50.000 Kubikmeter, was bei einem Vollstau einer Fläche von drei Hektar entspricht. Über ein Drosselbauwerk werden bis zu 300 Liter pro Sekunde über den vorhandenen Regenwasserkanal abgeleitet, so dass eine Überlastung des Kanalsystems ausgeschlossen werden kann.

Das Bauwerk ist mit Kosten von 820.000 Euro veranschlagt, wobei sich der Freistaat Bayern mit Zuschüssen in Höhe von rund 545.000 Euro beteiligt.