Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

11.03.2010

Störstoffe im Biomüll machen dem Bauhof zu schaffen

Appell der Abfallberatung an Bayreuths Bürger: Die Biotonne nur für die Entsorgung organischer Abfälle nutzen

Die städtische Biomüllsammlung kämpft derzeit mit einem besonderen Problem: Immer häufiger werden Abfälle wie Plastiktüten, Verpackungsabfälle, Flaschen, Staubsaugerbeutel, Windeln, Steine und Keramik sowie Altmetalle über die Biotonne entsorgt. Diese sogenannten „Störstoffe“ beeinträchtigen den Verrottungsprozess in der Kompostieranlage Am Buchstein und die Qualität des Kompostes. Sie müssen daher aussortiert werden, was mit einem höheren Aufwand verbunden ist, der wiederum zusätzliche Kosten verursacht.

Die braune Biotonne ist ein wichtiger Beitrag zur Abfallverwertung. Aus den Bioabfällen wird nach dem Verrottungs- und Umwandlungsprozess wertvoller Kompost und somit Bodenverbesserer und Dünger in den Gärten. Wenn die Trennungsvorgaben beachtet werden und nur organisch verrottbares Material in die Biotonne gegeben wird, schließt sich ein Kreislauf natürlicher Verwertung.

Was also gehört nun in die Biotonne? Hier einige Beispiele: Nussschalen, Kartoffelschalen, Obst-, Salat-, Gemüsereste, Zitrusschalen, Eierschalen, Kaffeefilter, Teebeutel, Federn, Haare, Stroh, Sägespäne, Blumen, Blumenerde, Unkraut und kleine Mengen Gartenabfälle.

Im Gegensatz dazu gehören organisch nicht behandelbare Materialien auf gar keinen Fall in die Biotonne: Also zum Beispiel Kunststoffverpackungen, Folientüten aus Kunststoff, Alufolien oder Metalle, Dosen, Glas, Bauschutt, Kehricht, Asche, Windeln und Hygienebinden, Problemstoffe, Flüssigkeiten sowie mineralisches Katzenstreu.

Bioabfälle gehören, soweit sie nicht auf dem eigenen Grundstück kompostiert werden, in die Biotonne. Der Stadtbauhof empfiehlt, vor allem Bioabfälle aus der Küche, insbesondere aus hygienischen Gründen, in saugfähiges Papier einzuwickeln oder mit geeignetem Strukturmaterial (zum Beispiel unbehandelte Sägespäne, trockene Gartenabfälle) zu vermischen. Zeitungspapier ist fürs Einwickeln eine günstige und hygienische Alternative, durch die Absorption beschränkt es den Ausfluss von Feuchtigkeit aus der Biomasse. Dies trägt zudem in der warmen Jahreszeit zu einer Geruchsminderung beim Bioabfall bei und im Winter wird das Festfrieren in der Tonne verhindert. Keinesfalls sollte man jedoch Kunststoffbeutel jeglicher Art in die Biotonne geben.

Die Stadt Bayreuth wird aufgrund der in jüngster Zeit vermehrt auftretenden Störstoffe künftig Kontrollen vor Ort durchführen. Bei Missachtung des Trenngebots können auch Bußgelder nicht ausgeschlossen werden.

Infos im Internet, in der Abfallfibel und bei der Abfallberatung

Weitere Informationen zum Thema Biomüll gibt’s in der städtischen Abfallfibel, die an alle Bayreuther Haushalte kostenlose verteilt worden. Sie ist zudem über die Bürgerdienste in beiden Rathäusern sowie beim Stadtbauhof erhältlich. Infos gibt’s zudem im Internet unter www.abfallberatung.bayreuth.de. Für telefonische Auskünfte steht die Abfallberatung des Stadtbauhofs unter der Telefonnummer (09 21) 25-18 44 zur Verfügung.

Infos zur Biotonne >>