Stadt Bayreuth

IM FOKUS

22.01.2010

Strategiespiele auf der Judo-Matte

Deutsche Meisterschaften wieder in der Oberfrankenhalle

Aller guten Dinge sind drei: Bereits zum dritten Mal seit November 2008 richtet die Stadt Bayreuth in der Oberfrankenhalle die Deutschen Meisterschaften im Judo aus. Am 23. und 24. Januar kämpfen die besten deutschen Judokas auf den vier Matten von sieben mal sieben Metern Größe in jeweils sieben Gewichtsklassen bei Frauen und Männern von morgens bis abends um Medaillen und eine Perspektive für die Olympischen Spiele in London 2012.

Am 23./24. Januar finden in der Oberfrankenhalle die Deutschen Judo-Meisterschaften statt

Ein wichtiges Judo-Prinzip: Siegen durch Nachgeben. Ein Judoka nutzt, um Erfolg zu haben, oft offensive Aktionen seines Gegners aus. Dadurch mutet ein Judokampf manchmal wie ein Strategiespiel an, bei dem die beiden Kämpfer taktieren und sich auskundschaften, bevor einer blitzartig die Situation für einen Wurf nutzt.

Eine kleine Nachhilfe für Laien: Bei den Judo-Titelkämpfen geht es im Prinzip nach dem K.o.-System: Wer verliert, fliegt raus. Das gilt aber nicht für die Kämpfer/innen, die gegen einen Rivalen scheitern, der sich später bis ins Halbfinale vorkämpft. Diese Verlierer erhalten in der Trostrunde eine zweite Chance und können damit immer noch in der Endplatzierung den dritten Platz herausholen.

Mehr als dritte Ränge gelangen in der Vergangenheit den Startern aus Bayern. Der Bayerische Judo-Verband (BJV) ist der zweitgrößte Landesverband in Deutschland. „Bayerische“ Medaillen bei Olympischen Spielen holten Paul Barth (1972 Bronze), Günter Neureuther (1976 Silber, 1984 Bronze), Richard Trautmann (1992 und 1996 Bronze), Udo Quellmalz (1992 Bronze, 1996 Gold) und Michael Jurack (2004 Bronze). Bei den Vereinen ragen der TSV Abensberg und TSV München-Großhadern heraus.

Der Deutsche Judo-Bund hat rund 200.000 Mitglieder, davon sind etwa 40.000 in Bayern aktiv. Mit den Olympiasiegen von Ole Bischof in Peking und Yvonne Bönisch in Athen sowie den Weltmeisterschaftsmedaillen von Bischof, Claudia Malzahn, Romy Tarangui und Heide Wollert im letzten Jahr gehört das deutsche Judo international mit zur Spitze.

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