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24.06.2010

Strengerer Schutz während der Brutzeit

Neues Bundesnaturschutzgesetz regelt auch das Fällen von Bäumen und Entfernen von Hecken im eigenen Garten

Bisher war es nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz in den Sommermonaten lediglich in der freien Natur verboten, Hecken, lebende Zäune, Feldgehölze oder –gebüsche zurückzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Mit dem neuen Bundesnaturschutzgesetz wurde dieses Verbot jetzt auch auf den bebauten Innenbereich ausgedehnt. Darauf macht das städtische Amt für Umweltschutz aufmerksam.

Ausreichend Ruhe und unberührte Natur sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass Vögel erfolgreich brüten können. Um dies zu erreichen, hat der Gesetzgeber neue Schutzvorschriften eingeführt, die nun auch die heimischen Gärten betreffen. Auf sonstigen Grundstücken und auf Flächen entlang von Straßen im Außen- und Innenbereich gelten die neuen Schutzvorschriften zusätzlich auch für Bäume.

In der Praxis wirken sich die Neuregelungen besonders auf das Fällen dieser Bäume, auf das Entfernen oder den Rückschnitt von Hecken, Gebüschen, lebenden Zäunen und Gehölzen in der Zeit vom 1. März bis 30. September aus. Zulässig sind weiterhin schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen unter der Voraussetzung, dass heimische Vogelarten während der Fortpflanzungs- und Aufzuchtzeit nicht erheblich gestört werden.

Unabhängig davon gilt die städtische Baumschutzverordnung weiter wie bisher. Nachdem aber auch hier Überschneidungen bei geplanten Fällungen im Sommer möglich sind, hat das städtische Umweltamt das neue Merkblatt „Bäume, Hecken und Gehölze“ und einen neuen Antragsvordruck für die Fällung von geschützten Bäumen nach der Baumschutzverordnung bzw. für eine Befreiung von den Verboten des neuen Bundesnaturschutzgesetzes entwickelt.

Weitere Auskünfte zu diesem Thema erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Umweltschutz unter Telefon 09 21/25 13 68 oder 25 13 88.

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