Stadt Bayreuth

IM FOKUS

04.01.2012

Studiobühne präsentiert George Taboris „Mein Kampf“

Ab 14. Januar zeigt die Studiobühen die unglaubliche Geschichte über die Verwandlung eines Jünglings in das Monstrum Hitler

Die Studiobühne Bayreuth zeigt ab 14. Januar George Taboris Farce Die Studiobühne Bayreuth zeigt ab Samstag, 14. Januar, in ihrem Domizil an der Röntgenstraße George Taboris Farce „Mein Kampf“. Es ist die unglaubliche Geschichte von der Verwandlung eines Jünglings in das Monstrum Hitler und die Geburt der nationalsozialistischen Idee aus dem Mief eines Wiener Männerasyls.

In der Farce MEIN KAMPF – die er auch als einen „Theologischen Schwank“ bezeichnete – lässt George Tabori den fliegenden Buchhändler Schlomo Herzl auf einen jungen Mann aus Braunau am Inn treffen. Der Treffpunkt im kalten Wiener Winter des angehenden zwanzigsten Jahrhunderts ist Frau Merschmeyers Männerheim unter ihrer Metzgerei in der Blutgasse: Hier leiht Herzl Hitler den Wintermantel, verpasst ihm die bekannte Barttracht, kümmert sich um den ungelenken Provinzler und ebnet ihm so den Weg in die Politik. Hier residiert der ehemalige Koscher-Koch Lobkowitz, der sich für Gott hält. Hier besucht Wiens älteste Jungfrau samstags ihren Schlomo – auch wegen der Gummibärchen. Hier schlachtet Himmlischst das Huhn Mizzi und hier verlangt Frau Tod nach Herrn Hitler…

Tabori ist mit seinem subversiven Verwirrspiel das große Kunststück gelungen, den Täter und das Opfer miteinander zu versöhnen, indem sie gezeigt werden, bevor sie zu diesen wurden: Täter und Opfer als traumatische Einheit, die das Theater als Zeitmaschine möglich macht – und das in komödienhafter Form, gestützt auf die unterschiedlichsten Facetten jüdischen Witzes, die Komik eines Woody Allen und die talmudische Vorliebe für das Wortspiel.

MEIN KAMPF ist die unglaubliche Geschichte über die Verwandlung eines Jünglings in das Monstrum Hitler und die Geburt der nationalsozialistischen Idee aus dem Mief eines Wiener Männerasyls. MEIN KAMPF ist das Buch, das der Jude Herzl in Taboris Stück schreiben will, aber es existiert am Ende nur in einem einzigen Satz: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“

Es spielen: Anna Ponnath, Beate Sturm, Frank Ammon, Georg Mädl, Horst Möller, Wolfram Ster

Regie: Marcus Leclaire, Bühne: Michel Bövers, Kostüme: Heike Betz, Licht: Ronald Kropf

Spieltermine:
19., 25., 27.,31. Januar 2012 2., 8. Februar 2012 jeweils um 20 Uhr
sowie 5., Februar 2012, um 17 Uhr.

Vorverkauf:
Theaterkasse Bayreuth
Opernstraße 22, 95444 Bayreuth
Telefon 09 21/6 90 01
E-Mail: info@kurier-tickets.de

www.studiobuehne-bayreuth.de