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27.03.2017

SuedOstLink: TenneT hat Bundesfachplanung beantragt

Antragsunterlagen werden im Internet veröffentlicht – Antragskonferenzen als Auftakt der Beteiligung der Öffentlichkeit im Genehmigungsverfahren

Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat Anfang März bei der Bundesnetzagentur die Bundesfachplanung beantragt und damit das förmliche Planungsverfahren für die Gleichstrompassage SuedOstLink gestartet. Die Bundesnetzagentur prüft zunächst die Antragsunterlagen auf ihre Vollständigkeit und veröffentlicht diese sodann voraussichtlich Ende März auf ihrer Website unter www.netzausbau.de (Leitungsvorhaben > 5: Wolmirstedt – Isar).

Im Anschluss lädt die Behörde zu öffentlichen Fachgesprächen, den sogenannten Antragskonferenzen, entlang der vorgeschlagenen Verläufe der Trassenkorridore ein. Dort haben Behörden, Verbände sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich zu informieren und Hinweise zu den Vorschlägen der Netzbetreiber abzugeben. Die Termine werden auf der Website der Bundesnetzagentur und in den regionalen Medien bekanntgegeben.

Die Antragskonferenzen sind der erste Schritt der umfassenden Beteiligung der Öffentlichkeit im Genehmigungsverfahren der Bundesfachplanung. Am Ende der Bundesfachplanung wird die Bundesnetzagentur einen 500 bis 1 000 Meter breiten Korridor festlegen. Dieser wird Ausgangspunkt für das darauf folgende Planfeststellungsverfahren sei, das über den genauen Verlauf der Stromleitung innerhalb des Korridors entscheiden wird.

Weiterführende Informationen zum SuedOstLink, zum Trassenkorridornetz, zum Vorrang der Erdverkabelung und zu den Beteiligungsmöglichkeiten im Planungsprozess sind der Website www.tennet.de (Unser Netz > Onshore-Projekte Deutschland > SuedOstLink) zu entnehmen.

Hintergrund

Die Erfordernis einer Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung aus Sachsen-Anhalt nach Bayern wurde durch die Übertragungsnetzbetreiber und die Bundesnetzagentur im Rahmen des Netzentwicklungsplans 2024, des Bundesbedarfsplangesetzes 2015 sowie im Bayerischen Energiedialog geprüft und bestätigt.

Gegenüber der Gleichstrompassage Süd-Ost, die noch vom Übertragungsnetzbetreiber Amprion aus Dortmund geplant wurde, haben sich die Anfangs- und Endpunkte des SuedOstLinks wesentlich in das Zuständigkeitsgebiet des Übertragungsnetzbetreibers TenneT verschoben, der nun den bayerischen Teil des SuedOstLinks plant und umsetzt.