Stadt Bayreuth

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17.10.2007

“Tag der Bibliotheken” auch in Bayreuth

Am Mittwoch, 24. Oktober, ist “Tag der Bibliotheken”. Der 1995 von der Deutschen Literaturkonferenz unter der Schirmherrschaft von Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker ausgerufene Gedenktag erinnert an die von dem köngilich-sächsischen Rentamtmann Karl Benjamin Preusker 1828 in Großenhain eingerichtete Schulbibliothek für Lehrer und Schüler, die 1832 nach Preuskers Plan zur ersten deutschen Bürgerbibliothek (Stadtbibliothek) erweitert wurde. Der “Tag der Bibliotheken” steht in diesem Jahr unter dem Motto “Für Nachtforscher und Tagträumer". Auch die Stadtbibliothek Bayreuth beteiligt sich an ihm mit einem eigenen Programm.

Bibliotheken streben seit jeher nach Universalität: in ihrem Angebot, in ihren Leistungen, in ihren Zielgruppen. Sie sind Agenturen des Lesens, Förderer der Literatur, Portale des Wissens in jedweder Form, ob digital, multimedial oder in Printform. Sie bieten Räume zum Arbeiten, Lesen, als Treffpunkt, für Ausstellungen und Veranstaltungen, für Schule, Volkshochschule und Vereine. Sie sind öffentlich und streben deshalb nach möglichst großzügigen Öffnungszeiten – von früh bis spät in die Nacht hinein. In einer guten Bibliothek herrscht vielfältiges Leben: hier wird gelernt, sich informiert, diskutiert, gesucht, geforscht und – geträumt!

Unter dem Moto “Pippi trifft Harry” bietet die Stadtbibliothek zum “Tag der Bibliotheken” von 15 bis 17 Uhr einen Spezialchat diesmal nicht nur für Kinder, sondern für die ganze Familie! Interessierte können sich online über ihre Lieblingsbücher und ihre schönsten Leseplätze austauschen und Fragen aller Art stellen. Außerdem gibt es ein Quiz und einen gemeinsamen Reimversuch – mehr wird hier nicht verraten. Die am Chat beteiligten Bibliotheken stehen Rede und Antwort und sind gespannt auf das Feedback: auf Wünsche und Anregungen, auf positive Rückmeldungen und konstruktive Kritik! Wer noch nicht so recht weiß, was ein Chat ist und was man dabei unbedingt beachten sollte, kann sich an diesem Nachmittag schlau machen. Möglich ist eine Teilnahme am PC zuhause oder an den Internet-PC’s der Stadtbibliothek. Mehr Infos zum Chat gbnt’s unter www.seitenstark.de/chat/index.html.

Und noch ein Thema steht beim “Tag der Bibliotheken” im Mittelpunkt – das Bookcrossing. Was haben Bibliotheken, die Bücher sammeln und verleihen, mit dem Bookcrossing zu tun, bei dem private Bücher irgendwo “freigelassen” werden, damit irgend jemand sie findet, liest und wieder aussetzt? Zunächst geht es bei beiden darum, dass Bücher möglichst vielen Lesern zur Verfügung gestellt werden! Findet man beim Bookcrossing jedoch freigesetzte Bücher eher zufällig und ist es dort reine Glücksache, ob einen das Buch interessiert und es gefällt, steht dem Leser in einer öffentlichen Bibliothek eine riesige Auswahl an aktuellen Büchern für alle Altersstufen und Interessensgebieten zur Verfügung.

Den eigentlichen Reiz beim Bookcrossing macht die Anonymität der Beteiligten und die Zufälligkeit des oft weiten und verschlungenen Weges der Bücher aus – und die Kommentierung des Buchinhaltes sowie die Hinweise zum Auffinden des Buches durch die beteiligten Bookcrosser auf der offiziellen Website. Dagegen verbuchen die Bibliotheken sehr sorgfältig, wer welches Buch ausleiht und ob es rechtzeitig wieder zurückgegeben wird!

Auch die Stadtbibliothek hat das Bookcrossing für sich entdeckt: ob das gelb-schwarze Regal im Foyer, die Bookcrossing-Zone der Stadtbibliothek, immer gut bestückt ist, hängt ganz von der Beteiligung der Bayreuther Leser ab. Für alle, die sich am Bookcrossing beteiligen wollen und die noch nicht wissen, wie es funktioniert, informieren Handzettel in der Bookcrossing-Zone über die Details. Aufkleber zur Registrierung der Bücher sind bei der Information der Stadtbibliothek erhältlich.

www.stadtbibliothek.bayreuth.de