Stadt Bayreuth

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19.09.2008

Tanz, Musik und Poesie

Die schillernde Opernwelt des französischen Barock im Markgräflichen Opernhaus

Der Olymp: Hébé, die Mundschenkin der Götter, ist deren Flatterhaftigkeit überdrüssig geworden. Zusammen mit ihrem Gefolge verlässt sie ihre Bleibe auf dem sagenumwobenen Berg, um am Ufer der Seine ein rauschendes Fest zu Ehren der Künste Poesie, Musik und Tanz zu feiern. Am Freitag, 26. September, und Samstag, 27. September, jeweils um 19.30 Uhr, hat auch das Publikum im Rahmen des Festivals „Bayreuther Barock“ die Möglichkeit, diesen Festlichkeiten in Form einer Aufführung von Jean-Philippe Rameaus Opéra-ballet “Les Fêtes d’Hébé ou Les Talents lyriques” beizuwohnen. Veranstaltungsort ist das Markgräfliche Opernhaus.

Szenenfoto aus

Jeden der drei Akte dieser Ballettoper widmete der Librettist Antoine Gautier de Montdorge jeweils einer dieser drei Künste und gestaltete sie in Form von drei kleinen in sich geschlossenen Episoden. Gerade die Gleichwertigkeit der drei Künste, die das Thema dieses Bühnenwerks darstellt, bot dem Regisseur Georg Blüml die Möglichkeit, alle jene der Bühne innewohnenden Sparten in einer faszinierenden und abwechs-lungsreichen Inszenierung zu vereinen. Mit historisch nachgebildeten Kostümen und Bühnenbildern, einfachen Theatermitteln und wirkungsvollem Licht wird das Publikum in eine barocke Welt voll Poesie, Musik und Tanz entführt.

Jean-Phillipe Rameau war einer der größten Komponisten der französischen Oper des 18. Jahrhunderts. Die erste Aufführung der Opéra-ballet “Les Fêtes d’Hébé ou Les Talents lyriques” fand im Jahre 1739 in Paris statt. Bis zum Tod Rameaus 1764 wurde die Oper mehr als 200 mal auf die Bühne gebracht, ehe sie bis zum 20. Jahrhundert bedauerlicherweise von den Spielplänen verschwand.

“Les Fêtes d’Hébé ou Les Talents lyriques” zeigt die gesamte Palette von Rameaus kompositorischen Ausdrucksmöglichkeiten. Eröffnet durch eine seiner gelungensten Ouvertüren fasziniert diese Oper durch glänzende, sinnliche und unterhaltsame Arien, elegische Chaconnes und mitreißende Tänze mit kraftvollem Rhythmus. Die musikalische Umsetzung übernimmt hierbei das auf historische Aufführungspraxis spezialisierte „United Continuo Ensemble“, das regelmäßig mit internationalen Künstlern im In- und Ausland gastiert, sowie erfahrene Gesangsolisten und ein aus Gesangsstudenten der Musikhochschule Stuttgart bestehende Vokalensemble. Die auf der Basis von Traktaten damaliger Tanzmeister rekonstruierten Tanzpassagen werden von dem polnischen Tanzensemble „Cravozia Danza“ aufgeführt.

Für die Oper werden kostenlose Einführungsvorträge jeweils am Tag der Aufführung eine Stunde vor Aufführungsbeginn, also um 18.30 Uhr, im Markgräflichen Opernhaus angeboten.

Noch gibt es Restkarten bei der Theaterkasse, Luitpoldplatz 9, Telefon (09 21) 6 90 01, Fax: (09 21) 2 20 24, E-Mail: info@kurier-tickets.de 


Links zum Thema
Programminformationen zum Bayreuther Barock finden Sie unter
www.bayreuther-barock.bayreuth.de