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17.11.2010

Tarifanpassung beim Strom

Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs- GmbH (BEW) kündigt Erhöhung des Strompreises zum 1. Januar 2011 an

Die Energiekosten für Bayreuths Haushalte bleiben auch im neuen Jahr in Bewegung. Wie die Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs- GmbH (BEW) mitteilt, wird der Grundversorgungspreis für Strom zum 1. Januar um 1,9 Cent (netto) pro Kilowattstunde angehoben.

Immer mehr Strom aus Sonnenkraft, Wind und Biomasse führt zu drastisch steigenden Belastungen für die Stromverbraucher. Grund ist die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die alle Stromversorger von ihren Kunden erheben müssen. Sie wird vom Bundesgesetzgeber zum 1. Januar 2011 von 2,047 auf 3,530 Cent pro Kilowattstunde angehoben.

Hinzu kommt bei der BEW eine Erhöhung der Netznutzungsentgelte, welche bereits seit 2009 greift, bis jetzt aber noch nicht weitergegeben wurde. Unterm Strich haben diese Faktoren dazu geführt, dass die BEW ihre Kalkulation überarbeiten und anpassen musste. Die Arbeitspreise in der Stromgrundversorgung sowie den Stromprodukten für Privat- und Geschäftskunden werden um netto 1,90 Cent pro Kilowattstunde (brutto 2,26 Cent) erhöht. Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden bedeutet dies einer Steigerung der monatlichen Ausgaben für Strom um brutto 6,59 Euro. In den Heizstromtarifen – Speicherheizungen und Wärmepumpen – steigen die Preise um netto 1,30 Cent pro Kilowattstunde (brutto 1,55 Cent).

“Wir profitieren in keiner Weise von der EEG-Umlage” betont BEW-Geschäftsführer Jürgen Bayer. Man sei – wie alle lokalen Versorger – verpflichtet, den im Netzgebiet regenerativ erzeugten Strom abzunehmen und entsprechend dem EEG zu vergüten. Betreiber von Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung speisen in die Netze der lokalen Versorger ein. Diese geben den Strom weiter an die Betreiber der überregionalen Netze, welche den lokalen Versorgern die EEG-Vergütung bezahlen und den EEG-Strom an der Strombörse verkaufen. Der Preis an der Börse ist aber geringer als die EEG-Vergütung. Hinzu kommen Abwicklungskosten. Diese Differenz wird durch die EEG-Umlage ausgeglichen.

“Letzten Endes fördern also alle Verbraucher die erneuerbaren Energien, weil die EEG-Umlage die Strompreise erhöht”, erläutert BEW-Geschäftsführer Bayer. Grundsätzlich begrüße die BEW jedoch, dass immer mehr Strom aus erneuerbaren Quellen stamme. Nur so könne das Ziel der Bundesregierung erreicht werden, den Anteil der regenerativen Energieträger an der Stromerzeugung bis 2020 auf mindestens 30 Prozent zu steigern.

Im Gegensatz zum Strom bleiben die Gaspreise bei der BEW auch über den Jahreswechsel hinaus stabil, nachdem sie zuletzt zum 1. Oktober dieses Jahres zum dritten Mal in Folge gesenkt wurden.