Stadt Bayreuth

08.12.2011

Technologie-Allianz Oberfranken wird mit über 66 Millionen Euro unterstützt

Zentrum für Materialwissenschaften und Werkstofftechnologie an der Universität Bayreuth geht 2012 in die Bauplanungsphase

Die Universitäten Bayreuth und Bamberg sowie die Hochschulen für angewandte Wissenschaften Coburg und Hof werden künftig in der Forschung, bei Lehr- und Studienangeboten sowie bei der Aus- und Weiterbildung enger zusammenarbeiten.

Unter dem Namen TechnologieAllianzOberfranken (TAO) will das Bündnis der Universitäten und Hochschulen für Oberfranken die vorhandene Technologiekompetenz durch Kooperation und Vernetzung stärken und erweitern. Inhaltliche Schwerpunkte der vor wenigen Monaten offiziell gegründeten Allianz sind die gesellschaftlich relevanten Themenfelder „Energie“ und „Mobiliät“ sowie die Querschnittstechnologien „Werkstoffe“ und „Informationstechnologie/Sensorik“.

Auf der Klausurtagung des Bayerischen Kabinetts wurden die finanziellen Eckpunkte des Projekts verabschiedet. Demnach erhält TAO im nächsten Jahr – vorbehaltlich der Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers – vom Wissenschaftsministerium rund 3,6 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten. Davon werden 30 Personalstellen für TAO finanziert. Der Präsident der Universität Bayreuth Professor Dr. Rüdiger Bormann dankte Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch nachdrücklich für sein diesbezügliches Engagement.

Dazu kommen in den nächsten Jahren insgesamt 62,5 Millioen Euro für Baumaßnahmen an den Standorten in Bayreuth, Bamberg, Coburg und Hof. Von zentraler Bedeutung ist dabei das geplante Zentrum für Materialwissenschaften und Werkstofftechnologie der Universität Bayreuth, das auch neue Laborflächen für Kooperationsprojekte bereitstellen soll. Bei geschätzten 40 Millionen Euro Gesamtinvestition wird bereits ab 2012 mit den ersten Planungen begonnen. Präsident Bormann betonte die Bedeutung der Technologieallianz für den Wissenschaftsstandort Bayern und die Region Oberfranken: „TAO ist eine neuartige Kooperation zwischen Universitäten und Fachhochschulen und hat Modellcharakter für das deutsche Wissenschaftssystem. In Hinblick auf den prognostizierten Fachkräftemangel in der Region Oberfranken werden wir die Studienangebote gerade in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern weiter ausbauen und den Wissens- und Technologietransfer in die Region weiter stärken.

Ausdrücklich dankte Präsident Bormann auch für die Unterstützung der oberfränkischen Politik: Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Thomas Hacker (FDP), die Staatssekretärin Melanie Huml (CSU) und der Bayreuther Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl haben den Entscheidungsprozess auf politischer Ebene tatkräftig unterstützt.

Zum Hintergrund:

Die TechnologieAllianzOberfranken (TAO) baut die Technologiekompetenz der vier Universitäten und Hochschulen aus. Neben wissenschaftsstrategischen Überlegungen steht besonders das Ziel im Mittelpunkt, dem demografischen Wandel und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel entgegenzutreten.

Im Bildungs- und Ausbildungsbereich sorgt TAO für kohärente und erweiterte Studienangebote, indem die Übergänge vom Bachelor- in das Masterstudium erleichtert und neuartige Bachelor-Master-Kombinationen angeboten werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den kooperativen Promotionen, bei denen Fachhochschulabsolventen in Zusammenarbeit mit einer Universität Promotionsvorhaben durchführen können.

Um den Wissens- und Technologietransfer in die Region zu stärken, werden zum einen die bestehenden Forschungskooperationen zwischen den Universitäten und Hochschulen ausgebaut. Zum anderen werden innovative Technologiekonzepte in den Bereichen Energie und Mobilität in Kooperation mit der regionalen Wirtschaft in marktfähige Produkte umgesetzt, um Arbeitsplätze in der gesamten Region Oberfranken zu erhalten und neue zu schaffen.

(Quelle: Universität Bayreuth)