Stadt Bayreuth

20.07.2010

Technologieachse bringt neuen Schwung

TechnologieachseDas Oberzentrum Bayreuth stellt mit seinen rund 73.000 Einwohnern und rund 60.000 Beschäftigten neben Bamberg den wichtigsten Wirtschaftsstandort in Oberfranken dar. Diesen Standort auch in der Zukunft konkurrenzfähig zu halten und weiterzuentwickeln, ist eine zentrale Aufgabe der Stadtpolitik. Das Impulsprojekt Technologieachse sorgt für neuen Schwung.

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl: „In Zeiten der Globalisierung ist es wichtiger denn je, dass eine Stadt für sich selbst klare Entwicklungsziele formuliert und sie konsequent angeht. Dies schafft auch Planungssicherheit für die Unternehmen.“ Mit dem Leitbild für die Stadtentwicklung und dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) wurden dafür wesentliche Grundlagen gelegt. Während das Leitbild die drei Entwicklungsthemen Kultur, Wissen und Bildung sowie den kreativen Wirtschaftsstandort definiert, gibt das vom Stadtrat beschlossene ISEK 30 Impulsprojekte vor, die helfen, städtische Potenziale zu bündeln und das Profil Bayreuths zu schärfen.

Eines dieser Impulsprojekte ist die Technologieachse im Süden der Stadt. Dahinter verbirgt sich das Ziel, einen Raum zu schaffen, in dem sich unternehmerisches und wissenschaftliches Handeln vereinen können. Zur räumlichen Orientierung: Die Technologieachse wird im Bereich der Autobahnanschlussstelle Bayreuth-Süd liegen. Nach dem Willen der Stadtväter nimmt die Technologieachse durch einen gezielten Ausbau der Infrastruktur und die Erschließung vorhandener Flächen Gestalt an.

Das Impulsprojekt Technologieachse stellt eine ganze Reihe von Aufgaben an die Stadtpolitik: So sollen gezielt Unternehmen und Institutionen angesiedelt werden, die Kooperationen eingehen können, um Hand in Hand arbeiten zu können. Mit der Uni und dem Forschungsbereich Neue Materialien gibt es bereits Anknüpfungspunkte. Die Fraunhofer-Projektgruppen sollen zu Instituten entwickelt und in diesem Bereich angesiedelt werden. Schließlich soll die bayerische und oberfränkische Clusterpolitik auf der Technologieachse fortgesetzt werden.

„Zahllose Investorengespräche im Rathaus belegen, dass Unternehmen heute dezidiert wissen wollen, wo die mittelfristige Stadtentwicklung hingehen soll. Bayreuth muss sich darüber im Klaren sein, wo es in zehn Jahren stehen will“, so der Oberbürgermeister.

Hightech-Standort Bayreuth

Die Entwicklung strategischer Kompetenzfelder, die Schärfung des Bayreuther Profils als dynamischer Wirtschaftsstandort und die Schaffung eines attraktiven Rahmens für Investitionen sind daher zu wesentlichen Faktoren der neu ausgerichteten Wirtschaftspolitik der Stadt geworden. Der weitere Ausbau des Wissenschafts- und Hightech-Standortes Bayreuth verlangt Flächen für Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, für Unternehmen und ergänzende Versorgungseinrichtungen in direkter Nachbarschaft zur Universität.

Forschung und Wirtschaft sollen in Bayreuth künftig noch enger als bisher miteinander verzahnt werden. Die räumliche Nähe zur Universität, das Hand-in-Hand-Arbeiten von Forschung, Entwicklung und produktiver Verwertung soll zum speziellen Markenzeichen für den Standort Bayreuth werden.