Stadt Bayreuth

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29.11.2010

Telekom-Standort Bayreuth soll keine Arbeitsplätze verlieren

OB Dr. Hohl diskutiert mit Niederlassungsleiter Josef Scherl die aktuellen Umstrukturierungspläne des Unternehmens

OB Dr. Hohl (rechts) und Josef ScherlDer Telekom-Standort Bayreuth soll in der Summe trotz der derzeit kontrovers diskutierten Umstrukturierungspläne keine Arbeitsplätze verlieren. Diese Zusicherung hat Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl jetzt bei einem Gespräch im Rathaus vom Leiter der Telekom-Niederlassung Bayreuth, Josef Scherl, erhalten.

Bereits Ende Oktober hatte der Oberbürgermeister in einem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom AG, René Obermann, seine Besorgnis über die geplanten Umstrukturierungen der Telekom in Bayern bekundet. Es bestehe die Gefahr, dass diese zu einer massiven Reduktion der bestehenden Niederlassungen außerhalb der Großstädte führen und Arbeitsplätze an den dezentralen Standorten – darunter auch Bayreuth – verloren gehen. In der Konsequenz bedeute dies einen nicht hinnehmbaren Rückzug aus der Fläche. Der Oberbürgermeister appellierte daher eindringlich an die Unternehmensleitung, die geplanten Umstrukturierungen in Bayreuth nochmals auf den Prüfstand zu stellen.

Telekom-Niederlassungsleiter Josef Scherl bat im Gespräch mit dem Oberbürgermeister um Verständnis für die geplanten Schritte. Um effizientere Strukturen zu erhalten, setze das Unternehmen angesichts eines hohen Wettbewerbsdrucks auf fachliche Spezialisierung und Konzentration. Aus diesem Grunde wolle man die stark zergliederte Organisationsstruktur einzelner Abteilungen besser strukturieren. In den Bereichen Mittelstandsvertrieb und in der IT-Abteilung seien Verlagerungen von Bayreuth nach Nürnberg beziehungsweise Leipzig unvermeidbar. Im Gegenzug werde es aber auch entsprechende Zuwächse in den technischen Bereichen geben. Beide Maßnahmen, so Scherl, würden sich nahezu ausgleichen, so dass der Telekom-Standort Bayreuth letztlich in der Summe keine Arbeitsplatzverluste zu befürchten habe. Scherl sicherte dem Oberbürgermeister in diesem Zusammenhang zu, dass Beschäftigte, die aus sozialen Gründen zum Beispiel nicht mit nach Nürnberg wechseln könnten, am Standort Bayreuth ein Alternativangebot erhielten. “Wir lassen keinen im Regen stehen”, so Scherl.

Stadt interveniert in Sachen Bezirksfinanzdirektion

Auch in Sachen Bezirksfinanzdirektion ist die Stadt am Ball: Mit Blick auf die jüngsten, in den Medien veröffentlichten Spekulationen über die angeblich ungewisse Zukunft der Behörde am Standort Bayreuth, weist OB Dr. Hohl darauf hin, dass er sich in der Sache gemeinsam mit Landrat Hermann Hübner bereits vor Monaten an den Bayerischen Finanzminister Georg Fahrenschon gewandt habe. Dabei habe er mit Nachdruck für einen Erhalt der Bezirksfinanzdirektion geworben. “Alles andere wäre ein fatales und kontraproduktives Signal für das strukturschwache Oberfranken”, betont der Oberbürgermeister.

Das Finanzministerium habe ihm daraufhin mitgeteilt, dass es keine Überlegungen gebe, die den Fortbestand der Dienststelle Bayreuth in Frage stellten. Vielmehr sei für die Bezirksfinanzdirektion unter anderem durch die Ansiedlung der Landesfamilienkasse mittelfristig mit einem Aufgabenzuwachs zu rechnen. Auch die Einstellung von Anwärtern sei in den kommenden Jahren wieder vorgesehen.