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Bayreuth ehrt Nobelpreisträger Wole Soyinka

Der nigerianische Literat erhält den neu geschaffenen "Markgräfin-Wilhelmine-Preis"

16.10.08

Wole SoyinkaDie Universität Bayreuth und die Stadt Bayreuth halten am Freitag/Samstag, 17./18. Oktober, erstmals ein "Zukunftsforum Wissenschaft - Kultur - Gesellschaft" ab, zu dem hochkarätige Referenten erwartet werden. Im Rahmen dieses Forums, das künftig jährlich angeboten werden soll, wird der neu geschaffene "Markgräfin-Wilhelmine-Preis der Stadt Bayreuth für Toleranz und Humanität in kultureller Vielfalt" verliehen. Erster Preisträger ist der nigerianische Literatur-Nobelpreisträger Prof. Dr. h. c. mult. Wole Soyinka.

Bayreuths Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl wird Soyinka den "Markgräfin-Wilhelmine-Preis" am Freitag, 17. Oktober, um 19.30 Uhr, im Markgräflichen Opernhaus überreichen. Zu der Feierstunde wird als Laudator auch Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble erwartet.

Das Zukunftsforum und der Preis richten sich an ein internationales Publikum. "Damit wollen wir zum einen die Universität als Einrichtung, die hochrangige Kongresse zu internationalen Themen anbietet, positionieren - und zum anderen die Stadt Bayreuth mit ihrem hochkarätigen historischen Erbe ins Bewusstsein rücken", umreißt Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl die Zielsetzung. "Unsere Stadt ist historisch maßgeblich geprägt durch die Zeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert, in der Markgräfin Wilhelmine für Bayreuth den Anschluss an die europäische Entwicklung gesucht und in intensivem Austausch mit den führenden Köpfen der Aufklärung gepflegt hat", so Dr. Hohl weiter. Für die Stadt Bayreuth ermögliche die Mitwirkung am Zukunftsforum daher eine zeitgemäße Anknüpfung an diese Tradition.

Der Preis

Der von der Stadt Bayreuth gestiftete "Markgräfin-Wilhelmine-Preis" ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird im Rahmen der öffentlichen Tagungen des „Zukunftsforums" künftig im jährlichen Rhythmus an Persönlichkeiten oder Gruppen verliehen werden, die sich auf kulturellem, sozialem, politischem oder wissenschaftlichem Gebiet international um die kritische Reflexion gemeinsamer Wertvorstellungen und die interkulturelle Verständigung verdient gemacht haben. "Mit Wole Soyinka haben wir einen würdigen Preisträger, der diese Zielsetzung in besonderem Maße verkörpert", so OB Dr. Hohl. Soyinka stehe mit seinem Werk exemplarisch für einen offenen Dialog der Kulturen sowie für engagiertes Eintreten für Humanität und Toleranz.

Der Preisträger

Wole Soyinka wurde 1934 in Abeokuta, Nigeria, geboren. Nach dem Vorbereitungsstudium am Regierungs-College in Ibadan setzte er sein Studium an der Universität von Leeds fort. 1973 wurde er dort promoviert. Während der sechs Jahre, die er in England verbrachte, arbeitete er als Dramaturg am Royal Court Theatre in London. 1960 kehrte er nach Nigeria zurück und unterrichtete Schauspiel und Literatur an den Universitäten in Ibadan, Lagos und Ife. Seit 1975 ist er Professor für Komparatistik.

Während des Bürgerkriegs in Nigeria plädierte Soyinka in einem Artikel für den Waffenstillstand. Dafür wurde er verhaftet und 1967 - der Verschwörung mit den Biafra-Rebellen beschuldigt - als politischer Gefangener für 22 Monate inhaftiert.

Soyinka gründet seine Schriften vor allem auf die Mythologie seines Volkes - der Yoruba. Er hat über 20 Dramen, Romane und Gedichte veröffentlicht. Seine literarische Sprache ist von großer Tragweite und einem reichen Wortschatz geprägt. Neben vielen Literaturpreisen und Ehrentiteln erhielt er 1986 als erster Afrikaner den Nobelpreis für Literatur.

www.zukunftsforum.uni-bayreuth.de

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