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Ausstellung im RW21 zu den Opfern rechter Gewalt

Vom 5. bis 28. November in der Galerie der Stadtbibliothek - Umfangreiches Begleitprogramm

29.10.13

Die Stadtbibliothek Bayreuth zeigt vom 5. bis 28. November in der Galerie des RW21, Richard-Wagner-Straße 21, die Wanderausstellung "Opfer rechter Gewalt" des Vereins "Opferperspektive". Sie portraitiert als Dokument wider das Verdrängen und Vergessen Menschen, die in Deutschland seit 1990 rechter Gewalt zum Opfer gefallen sind. Viele von ihnen wurden getötet, weil für sie im Weltbild von Rechten kein Platz ist, manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden nur am Rande wahrgenommen, vergessen sind die meisten.

Im Jahr 1990 hält der zweite Irak-Krieg die Welt in Atem. Deutschland freut sich über die Wiedervereinigung. In Bayreuth gehören Trabis zum Straßenbild. In Brandenburg stirbt der aus Polen stammende Andrzej Fratczak, als er eine Diskothek in Lübbenau verlassen will. Fratczak wird von drei jungen Männern attackiert, verprügelt und durch einen Messerstich tödlich verletzt. Er ist das erste Opfer rechter Gewalt nach der Wiedervereinigung.

Von 1990 bis 2011 sind mindestens 169 Menschen durch rechte Gewalt umgekommen. Nur wenige dieser Schicksale bewegten die Öffentlichkeit. Offiziell wurden nur 63 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 anerkannt. Die Wanderausstellung erinnert an Menschen wie Jana Georgie (14 Jahre), Bahide Arslan (51), Hartmut Nickel (61) oder Kajrat Batesov (24) und erzählt ihre Geschichte. Konzipiert wurde sie von der Künstlerin Rebeca Forner. Für den Verleih ist der Verein "Opferperspektive" Ansprechpartner. Seit 1998 bietet er landesweit eine aufsuchende Beratung für Opfer rechter Gewalt und deren Angehörige an. Nürnberg und Weiden zählen zu den Städten in der Region, in denen die Ausstellung bereits Station gemacht hat, nach Bayreuth kommt sie auf Einladung der Werner-Zapf-Stiftung.

Kostenlose Führungen

Kostenlose Führungen für Einzelbesucher finden am 6. November (10.30 Uhr), 9. November (11 Uhr), 15. November (17 Uhr), 21. November (18 Uhr) und am 26. November (12 Uhr) statt. Termine für Gruppenführungen können bei der Werner-Zapf-Stiftung unter E-Mail info@werner-zapf-stiftung.de oder telefonisch unter (09 21) 50 70 90 97 erfragt werden.

Für Vereine und Einrichtungen, die über rechte Gewalt informieren und sich gegen diese engagieren, werden umfangreiche Informationsmaterialien bereitgehalten. An den Hörstationen des RW21 sind während des Ausstellungszeitraums Audiofeatures installiert. So erinnert eine Station an die Eskalation nach der deutschen Vereinigung, die in den pogromartigen Angriffen von Rockstock-Lichtenhagen 1992 gipfelte. In drei weiteren Tracks wird aus unterschiedlichen Perspektiven über den persönlichen Umgang mit dem Geschehenen berichtet.

Umfangeiches Begleitprogramm

Die Ausstellung bewegt, erschüttert und wirft Fragen auf. Daher bietet das begleitende Rahmenprogramm zusätzliche Möglichkeiten, sich mit dem Thema auf vielfältige Weise auseinanderzusetzen. Gestaltet wurde das Programm in Zusammenarbeit von RW21 - Stadtbibliothek und Volkshochschule mit dem Evangelischen Bindungswerk Bayreuth/Bad Berneck/Pegnitz und dem Iwalewa-Haus. Gefördert wurde es aus Mitteln der Bundesinitiative "Toleranz fördern - Kompetenz stärken", an der sich auch die Stadt Bayreuth seit mehreren Jahren beteiligt.

Zur Ausstellung und zum Programm ist ein Flyer erschienen, der alle relevanten Informationen enthält. Das Rahmenprogramm umfasst szenische Lesungen mit anschließender Diskussion ebenso wie Vortragsveranstaltungen, Konzerte und Seminare für Argumentationstraining gegen Rechtspopulismus sowie zum Thema "Zivilcourage lässt sich lernen".

   
 

5. - 28.11.2013
Opfer rechter Gewalt
Eine Ausstellung des Vereins "Opferperspektive" in der Galerie des RW21, Richard-Wagner-Str. 21 

Eintritt: frei
Öffnungszeiten: Di. - Fr. 10 - 19 Uhr, Sa. 10 - 15 Uhr
Gruppenführungen: Anmeldung unter Tel.: (09 21) 50 70 90 97

Flyer zum Rahmenprogramm [Download: PDF-Datei, 1,94 MB]  

 
 
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