Willkommen in der Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth (barrierefreie Version)


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Bayreuth - die Kulturstadt

Bayreuths internationaler Ruf als Kulturstadt beruht vor allem auf der Festspielidee Richard Wagners. An die 60 000 Besucher aus aller Herren Länder erleben während der Festspielzeit die Stars der Wagner-Szene in oftmals richtungsweisenden Inszenierungen.

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Seit dem Neubeginn auf dem Grünen Hügel 1951 unter Wieland und Wolfgang Wagner begleitet das Festival Junger Künstler Bayreuth - als Internationales Jugendfestspieltreffen von Herbert Barth, dem früheren Pressechef der Festspiele, gegründet - mit einem anspruchsvollen künstlerischen Programm den Bayreuther Musiksommer. Im Hof der historischen Klavierfabrik Steingraeber - schon zu Richard Wagners Zeiten wurde hier fürs Festspielhaus gearbeitet - haben sich die "kleinen Festspiele" etabliert: Die renommierte Studiobühne Bayreuth, eine freie Theatergruppe, spielt hier ihre eigenen Wagner-Stücke, engagierte Adaptionen für das Sprechtheater.

Doch nicht erst seit dem 19. Jahrhundert zieht es bedeutende Künstler in das waldumsäumte Tal am Roten Main. Der Straßburger Baumeister Michael Mebart prägte im 17. Jahrhundert mit seinen Bauten das Stadtbild. Und als 1619 in der von ihm wiederaufgebauten Stadtkirche die 35stimmige Orgel eingeweiht wurde, lud Markgraf Christian die bedeutendsten Organisten ein: Michael Praetorius, Heinrich Schütz, Samuel Scheidt und Johann Staden. Die Baumeister Charles Philipp Dieussart und Leonhard Dientzenhofer wie der Hofbildhauer Elias Räntz arbeiteten in der Markgrafenstadt, Georg Philipp Telemann komponierte für den Bayreuther Hof.

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Mitte des 18. Jahrhunderts brachte Markgräfin Wilhelmine, Lieblingsschwester Friedrichs des Großen, als Gemahlin des Markgrafen Friedrich vom Berliner Königshof neue Impulse in die Stadt. Sie war eine fortschrittliche, allen Künsten aufgeschlossene Frau. Einst als künftige Königin von England erzogen, beschäftigte sie sich, nachdem diese Heirat der Staatsräson zum Opfer gefallen war, umso intensiver mit den schönen Künsten. Sie malte, komponierte, verfasste ihre Memoiren, pflegte Kontakte zu geistigen Größen ihrer Zeit. So war der französische Philosoph Voltaire ihr Gast, mit ihm spielte sie sogar gemeinsam Theater in Bayreuth.

Ausgezeichnete Künstler, die Ersten ihres Faches, kamen aus Italien, Frankreich und Deutschland nach Bayreuth. Neben exzellenten Musikern, Sängern, Tänzern und Schauspielern konnte der Hof die Architekten Joseph Saint-Pierre und Carl Philipp von Gontard verpflichten, den Bildhauer Johann David Räntz, die Maler Wilhelm Wunder und Johann Benjamin Müller. Die Stuckarbeiten von Jean Baptiste Pedrozzi zeugen heute noch von der künstlerischen Qualität des Bayreuther Rokoko. Guiseppe und Carlo Bibiena, Vater und Sohn, schufen ein barockes Kleinod: das Markgräfliche Opernhaus, das bis heute als das schönste erhaltene Barocktheater Europas gilt.

Die Gartenkünste jener Epoche sind im Hofgarten am Neuen Schloss lebendig, vor allem aber in der Eremitage, einem der bedeutendsten Beispiele deutscher Gartenkunst, zum Teil nach den Vorstellungen der Markgräfin Wilhelmine gestaltet. Die kulturellen und geistesgeschichtlichen Auswirkungen dieser 1Epoche überdauerten die Herrschaft der Markgrafen, die 1791 ihren Besitz an Preußen verkauften.

Die vier Bayreuther Köpfe:

Markgräfin Wilhelmine, Jean Paul, Richard Wagner und Franz Liszt

Markgräfin Wilhelmine jedoch war es, die durch den Bau des Opernhauses die Voraussetzungen schuf, dass sich im 19. Jahrhundert Richard Wagner für Bayreuth interessierte. Seit 2012 zählt der barocke Prachtbau zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Wagner kam mit seiner Frau Cosima das Opernhaus besichtigen, das damals als das größte in Europa galt. Bei seinem Besuch stellte er zwar fest, dass es für seinen Traum vom "Gesamtkunstwerk" nicht geeignet war, doch weitsichtige Stadtväter stellten dem Komponisten ein kostenloses Grundstück für den Bau eines Festspielhauses nach seinen Vorstellungen zur Verfügung.

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Durch Wagner kam auch der Klaviervirtuose Franz Liszt, der Vater Cosimas, wiederholt nach Bayreuth. Bei seinem Festspielaufenthalt 1886 starb er und wurde auf dem Bayreuther Stadtfriedhof beerdigt. Dort sind heute noch eine ganze Menge berühmter Namen zu finden, so der des Herzogs Alexander von Württemberg und der von Jean Paul. Viele Mitglieder der Wagner-Familie sind hier ebenfalls begraben.

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Im Sterbehaus von Franz Liszt, unweit des Haus "Wahnfried", besteht inzwischen ein Museum, in dem das Andenken an den Klavierkünstler bewahrt wird. Die reiche Museumslandschaft mit über 20 unterschiedlichen Einrichtungen lässt Bayreuths kulturelle Vergangenheit aber auch in anderer Hinsicht vielfach lebendig werden. Das 19. Jahrhundert ist hier nicht nur durch Wagner geprägt, wie schon der Name Jean Paul signalisiert. Mozarts "Bäsle" Marie Anna Thekla beispielsweise lebte 27 Jahre bis zu ihrem Tod 1841 in der oberfränkischen Stadt. Der Philosoph Max Stirner wurde in Bayreuth geboren und verbrachte hier seine Schulzeit.

Vielfältige kulturelle Angebote

Und auch heute erschöpfen sich die künstlerischen Aktivitäten nicht in den zwei sommerlichen Festspielmonaten. Eine langjährige Tradition weist die Konzertreihe "Musica" auf, hochkarätige Gastspiele der Bayerischen Staatstheater stellt die Fränkische Festwoche im Markgräflichen Opernhaus vor, die Internationale junge Orchesterakademie begeistert mit ihrem Osterfestival, und im Herbst lädt die Konzertreihe Bayreuther Barock zu erstklassigen Musikhighlights.

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Ein reichhaltiges Konzertangebot bieten die "Kulturfreunde" in der Wintersaison. Jahr für Jahr treten renommierte Ensembles und weltberühmte Solisten auf. Bei Steingraeber hat sich das Festival "Zeit für Neue Musik" etabliert. Aber auch an der Basis wird auf musikalischem Gebiet viel geleistet, etwa in der städtischen Musikschule oder im Orchesterverein. Die Staatliche Hochschule für Evangelische Kirchenmusik trägt zur weiterführenden Ausbildung bei, wie auch insgesamt im Bereich der sakralen Musik ein hohes Niveau gezeigt wird.

Das Städtebundtheater Hof bezeichnet Bayreuth als sein zweites Standbein. Dazu kommen Tournee-Gastspiele, die die Bayreuther Theaterszene bereichern. Aus einer Theatergruppe des Jugendfestspieltreffens entstanden die weit über die Region hinaus bekannte Studiobühne Bayreuth sowie die Amateurschauspielgruppen "Brandenburger Kulturstadl" , "Kleines Theater" und die Laienspielgruppe der Bürgerressource. Bayreuth hat auch mehrere Galerien aufzuweisen: Pionierarbeit auf diesem Gebiet leisteten die B.A.T.-Campus-Galerie, später das Haus Steingraeber und in der jüngsten Zeit mehrere ambitionierte Galerien in der Innenstadt. Das Interesse für bildende Kunst in der Musikstadt zu wecken, hat sich das im Alten Rathaus der Stadt eingerichtete städtische Kunstmuseum zur Aufgabe gemacht, das bundesweit beachtete Ausstellungsprojekte präsentiert. Und in der Eremitage zeigt Bayreuths Kunstverein alljährlich große Sonderschauen. Kleine Künstlergruppen veranstalten ebenfalls rund ums Jahr Kunstprojekte.

Bayreuth hat Jazzkonzerte, Kabarett-Events, Musikfestivals und Open-Air-Konzerte für nahezu jeden Geschmack zu bieten. In der Oberfrankenhalle treten international bekannte Rock- und Popgrößen auf. Kammermusik-Ensembles, die die Musik vom Hofe der Markgrafen neu erklingen lassen, volkstümliche Bräuche, gepflegt von rührigen Vereinen, und Gegenwartskunst, die vielfältig gefördert wird, gehören ebenfalls zum festen kulturellen Repertoire der Stadt.




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