Willkommen in der Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth (barrierefreie Version)


Hauptbereiche:

[aktiver Bereich: Rathaus & Bürger-Service ] [ Wirtschaft & Forschung ] [ Zuletzt aktualisiert ] [ Newsletter ] [ Kontakt ] [ Impressum ] [ Datenschutz ]


Menüführung:

Aktuelle Meldungen ] [ Rathaus ] [ Leben in Bayreuth ] [ Familie ] [ Bildung & Wissenschaft ] [ Politik & Soziales ] [ Verkehr & ÖPNV ] [ Umwelt & Energie ] [ Bauen & Wohnen ]


Submenüebene 1:

Kinderkultur-Service ] [ Austauschprogramme ] [aktiver Bereich: Stadtführer für Kinder ] [ Tagesmütter ] [ Was wo los ist ]


Submenüebene 2:

Adressen, Termine ... ] [aktiver Bereich: Zeitreise ]


Bayreuth glänzt mit Wilhelmine

Markgräfin WilhelmineWir nähern uns mit Riesenschritten der großen Blütezeit Bayreuths. Diese wird hauptsächlich mit zwei Personen in Verbindung gebracht: mit Friedrich von Brandenburg-Culmbach und Friederike Sophie Wilhelmine von Preußen.

Wilhelmine wurde im Juli 1709 in Berlin als Tochter des preußischen Königs geboren. Am 20. November 1731 wurde der zukünftige Bayreuther Markgraf Friedrich mit der preußischen Prinzessin Wilhelmine verheiratet. Ende August 1732 wurde ihr Tochter Elisabeth Friederike Sophie geboren.

Während ihrer Zeit in Bayreuth verschönerte die Markgräfin nicht nur ihre Feriensitze in Sanspareil und Eremitage, sondern veranlasste auch zahlreiche Veränderungen in der Innenstadt. Mit Wilhelmine waren das Hofleben, Feste und Gesellschaften wieder an den Bayreuther Hof zurückgekhrt. Mit der Erlaubnis ihres Gemahls hatte sie Musiker, Sänger und Schauspieler nach Bayreuth geholt und widmete sich ihren Vorlieben, wie Malen, Musizieren und Theater spielen. Sie schrieb allerdings auch Bühnenstücke selbst und komponierte Opern. Dabei bevorzugte sie das französische Schauspiel, liebte aber auch die italienische Oper mit ihren vielen verschiedenen Bühnenbildern.

Für die Kulissen, die Effekt-Maschinen und die Kostüme wurde viel Platz benötigt, aber genau das war das Problem am Markgrafenhof. Es gab zwar Theaterbühnen in der Eremitage und in Sanspareil, aber die waren dafür nicht geeignet. Im Alten Schloss zu Bayreuth gab es sogar zwei Bühnen, auf denen allerdings derart komplizierte und aufwendige Aufführungen nicht gespielt werden konnte.

Markgräfliches OpernhausAus diesem Grunde wollte Wilhelmine ein eigenständiges Opernhaus bauen. Die Markgräfin beauftragte den Architekten Josef Saint-Pierre mit der Planung des Opernhauses. Für die Innengestaltung holte sie zwei bedeutende Theaterarchitekten aus Italien nach Bayreuth. Guiseppe Galli Bibiena und sein Sohn Carlo schufen in dreijähriger Bauzeit das schönste Barocktheater Europas. Übrigens, Kaiser Napoleon aus Frankreich, der Bayreuth etwa 70 Jahre später als Eroberer besuchte, war so begeistert von unserem Opernhaus, dass er unbedingt ein Souvenir davon haben wollte. So kam es, dass er den wertvollen Bühnenvorhang aus blauem Samt mit Goldstickerei zur Erinnerung an dieses wunderschöne Theater nach Paris schicken ließ.

Eigentlich wollte die Markgräfion in Bayreuth schon immer ein Neues Schloss bauen, aber dafür war nie Geld in der Staatskasse gewesen, so dass sie sich mit einzelnen Modernisierungen zufrieden geben musste. Als nun am 26. Januar 1753 im Alten Schloss Feuer ausbrach und das Schloss bis auf die beiden Flügel am äußeren Schlosshof niederbrannte, munkelte man natürlich sofort, der Markgraf Friedrich habe mit Absicht seine Kerzen am Fenster stehen lassen und dadurch seien die Vorhänge in Brand geraten.

Das Neue SchlossSchließlich entschloss sich das Markgrafenpaar zum Wiederaufbau des Alten Schlosses und zum Bau des Neuen Schlosses. Unweit des Neuen Schlosses ließ der Markgraf einen Straßenzug mit Häusern aus fränkischem Sandstein als Prachtstraße anlegen! Den Ausbau der Friedrichstraße hatte bereits dessen Vater begonnen, als er hier das Friedrichstor und das Waisenhaus errichten ließ. Dass das schöne Gebäude mit dem Türmchen gegenüber der Stadthalle mal ein Waisenhaus war, erkennt man heute noch an den Frauengestalten mit Kindern über dem rechten Portal. Hier konnte man zur Zeit des Markgrafen Friedrich zwei Gebäude finden, die zur Ausbildung der Untertanen dienten. Im März 1742 gründete Friedrich die nach ihm benannte Friedrichs-Akademie. In diesem repräsentativen Gebäude (heute Nr. 15) lete übrigens Mozarts Cousine. Marianne Thekla Mozart, sein allerliebstes Bäsle" 23 Jahre lang mit Tochter und Schwiegersohn. Als sie 1841 verstarb, hatte sie ihren berühmten Cousin um 50 Jahre überlebt.

Die Markgräfin Wilhelmine verstarb am 14. Oktober 1758.

zurück weiter



Zum Anfang der Seite springen

www.bayreuth.de ist das Internetangebot der Stadt Bayreuth. copyright © 2013
| | Zurück zur Layoutfunktion