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Ein dunkles Kapitel

Die Richard-Wagner-Straße in der Nazi-ZeitDeutschland konnte sich von den Auswirkungen des 1. Weltkrieges kaum erholen: An die ehemaligen Kriegsgegner mussten hohe Wiedergutmachungen („Reparationen“) gezahlt werden, die allgemeine Weltwirtschaftskrise war auch in Deutschland zu spüren, es herrschte im ganzen Land hohe Arbeitslosigkeit und große Armut.

Die Menschen in Deutschland waren von der Regierung und den Parteien, die die Probleme nicht lösen konnten, enttäuscht. So kam es, dass sie sich bei den nächsten Wahlen von den Versprechungen einer neuen Partei, der NSDAP (Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter Partei) Adolf Hitlers, blenden ließen.

Bereits 1933 konnte es in Berlin zur Machtergreifung durch Adolf Hitler und seiner Partei kommen. Bald darauf wurden alle anderen Parteien aufgelöst, auch in Bayreuth regierte die NSDAP als einzige Partei.

Hitler selbst hielt sich oft in Bayreuth auf, was mit seiner großen Vorliebe für die Opern Richard Wagners zusammenhing. Er kam stets zu den Festspielen und war in der Villa Wahnfried zu Gast.

Die schlimmsten Seiten dieses dunklen Kapitels deutscher Geschichte waren jedoch zweifellos die Gewalttaten gegen Menschen, vor allem gegen die jüdische Bevölkerung.

Die ausgebrannte Nordseite des MarktplatzesEs begann damit, dass die Bürger aufgefordert wurden, keinen Umgang mit Juden zu pflegen und nicht mehr in jüdischen Geschäften einzukaufen. Dadurch sollte erreicht werden, dass die Juden Deutschland verließen. I

n der Nacht vom 9. zum 10. November 1938, der sogenannten „Reichskristallnacht“, wurden auf Betreiben der Nationalsozialisten wie überall in Deutschland auch in Bayreuth viele jüdische Gebäude zerstört. Das Gotteshaus unserer jüdischen Gemeinde, die Synagoge, blieb jedoch verschont. Der Grund dafür war, dass sie Wand an Wand mit dem Markgräflichen Opernhaus gebaut ist (dies ist heute noch hinter dem Café an der Oper gut zu sehen). Man hatte Angst, dass dem wertvollen Opernhaus etwas passieren könnte, und so wurde die Synagoge zwar geplündert, aber man wagte es nicht, sie anzuzünden, wie es mit den meisten anderen Synagogen geschah. Auf diese Weise blieb die Synagoge bis heute erhalten.

Nach der Reichskristallnacht dachten viele, dass es schlimmer nicht kommen könne, doch es kam schlimmer: Die Gewalt gegen Juden und politisch Andersdenkende erreichte während des 2. Weltkrieges ihren grausamen Höhepunkt, als man „unerwünschte“ Mitbürger nach und nach verhaftete, in Konzentrationslager transportierte und ermordete. Von den Bayreuther Juden sind nach dem 2. Weltkrieg nur sieben zurückgekehrt.

Als 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach, mussten wieder Bayreuther in den Krieg ziehen, wieder wurden Nahrung und Kleidung knapp, und diesmal blieb die Stadt auch nicht von Zerstörungen verschont. Schon fast am Ende des schrecklichen Krieges wurde bei Luftangriffen im April 1945 ein Drittel der Stadt durch Bomben vernichtet. Obwohl viele Bayreuther in den Felsenkellern der Brauereien Zuflucht gesucht hatten, kamen über 1000 Menschen sinnlos ums Leben. Bei Kriegsende glich ein Großteil der Innenstadt einem Trümmerfeld.

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