Stadt Bayreuth

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16.03.2011

Theaterprojekt: Typisch deutsch und doch besonders

Am 18. März im Evangelischen Gemeindehaus im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Das Theaterprojekt Am Freitag, 18 März, um 18 Uhr, präsentieren zehn afrodeutsche Jugendliche unter der Regie von Sarah Bergh (Kultur- und Kunstprojekte aus München) das Theaterprojekt „Kosmos BRD-typisch deutsch und doch besonders?“ im Evangelischen Gemeindehaus. Die Aufführung findet im Rahmen der in diesem Jahr erstmals in Bayreuth angebotenen Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Der Eintritt ist frei!

Woher kommst Du? Wie kämmst Du Dich? Sprichst Du eigentlich afrikanisch? Manche Fragen hört man ziemlich oft, wenn man afrodeutsch ist. In “Kosmos BRD” zeigen Jugendliche ihre Sicht der Dinge, als schwarze Menschen in Deutschland zu leben. Eingeladen sind vor allem interessierte junge Menschen, die diese Seite kennenlernen möchten. Nach der Aufführung schließt sich eine Diskussion an. Der Kreisjugendring Bayreuth mixt alkoholfreie Cocktails.

Im Rahmen von “Kosmos BRD” wurden Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren zu einem Theaterprojekt der besonderen Art eingeladen. Die Jungen und Mädchen haben in einem sechsmonatigen Workshop von ihren Erlebnissen erzählt, Szenen gespielt, improvisiert, gemeinsam choreographiert und mit eigenen Stimmen experimentiert. Daraus wurde ein “Storytelling”, das den Gefühlen und Gedanken der Jugendlichen Ausdruck verleiht. Heraus kam eine Präsentation, die von den Erfahrungen zu einem Leben in Deutschland als „irgendwie anders und doch typisch deutsch“ berichtet. Deutschland als vielschichtiger Kosmos.

Mit der Aufführung in Bayreuth soll “Kosmos BRD” Schule machen und vor Ort die Diskussion um Migration, Integration und ein verändertes Deutschland bereichern.

Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften realisiert und durch das Kulturreferat der Stadt München, das Bundesfamilienministerium, die Bundeszentrale für politische Bildung sowie den deutschen Bundesjugendring im Rahmen des „Aktionsprogramms für mehr Jugendbeteiligung“ gefördert.

Hintergrund: Sarah Bergh:

Sarah Bergh (M. A.) hat in München Pädagogik, Psychologie und Theaterwissenschaft, sowie Kulturmanagement und Marketing studiert. Praktische Erfahrungen erwarb sie in Theatern, auf Festivals und in Agenturen in München, Köln. Dresden, Hamburg, Accra (Ghana) und New York (USA).

Bergh war als Pressereferentin und Produktionsleiterin für die Tanzwerkstatt Europa, als stellvertretende künstlerische Betriebsdirektorin an der Bayerischen Theaterakademie „August Everding“, sowie im Jahr 2002 als Organisationsleiterin des Festivals „Theater der Welt“ tätig. Seit 2003 leitet sie die Agentur „bergh kultur und kunstprojekte“ und entwickelt eigene Formate für die Jugend- und Bildungsarbeit.