Stadt Bayreuth

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08.12.2006

Trendwende bei der Bahnanbindung

Gutschein der Lohengrin-Therme für den ersten Fahrgast des Franken-Sachsen-ExpressesGute Nachrichten für Bayreuths Bahnkunden: Mit dem Franken-Sachsen-Express kommt es zum Fahrplanwechsel am Sonntag, den 10. Dezember, zu einer spürbaren Verbesserung der Bahnanbindung der Stadt Bayreuth. “Als internationale Festspiel- und Universitätsstadt, als oberfränkisches Dienstleistungszentrum mit weit ausstrahlenden Funktionen in Wirtschaft und Verwaltung, Wissenschaft, Bildung, Medizin und Gesundheit sowie als wichtiges Ziel im Tagungs-, Kultur- und Wellnesstourismus braucht unsere Stadt gute Bahnanschlüsse, und zwar in alle Richtungen” betont OB Dr. Michael Hohl.

Und genau die wird es nun wieder geben: Der Fahrplan des Franken-Sachsen-Express entspricht dem des den Bayreuther Bahnkunden noch gut in Erinnerung verhafteten ICE TD sowie seines IC-Nachfolgers von vor einigen Jahren: Zweistundentakt, nonstopp nach Nürnberg in weniger als 50 Minuten und weiter im ICE nach München in zwei Stunden. Und in der Gegenrichtung wird die sächsische Landeshauptstadt Dresden wieder umsteigefrei in dreieinhalb Stunden erreicht.

Fernverkehr zu Nahverkehrspreisen

Allerdings wird es einen wichtigen Unterschied geben: Es gelten die Tarife des Nahverkehrs, so dass neben den deutlich günstigeren Regelfahrpreisen auch Tagesfahrscheine wie das Schöne Wochenendticket oder das Bayernticket genutzt werden können. Sogar das EgroNet-Ticket, welches grenzüberschreitend bis nach Zwickau oder Karlsbad gilt, wird im Franken-Sachsen-Express anerkannt. Dies war eine wichtige Voraussetzung für den Beitritt der Stadt Bayreuth zum EgroNet, den der Stadtrat im Herbst beschlossen hat. “Endlich haben wir ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis, von dem wir uns gemeinsam mit der Deutschen Bahn erhoffen, dass es bei den Bayreuther Bahnkunden auf ein großes Echo stößt”, betont Dr. Hohl.

Rote Lackierung der Neigetechnikzüge und Tarife des Nahverkehrs, kurze Fahrzeiten und wenig Unterwegshalte des Fernverkehrs – der Sachsen-Franken-Express ist maßgeschneidert für die Franken-Sachsen-Magistrale. Er ersetzt den zuletzt ausgedünnten und unattraktiven InterCity, ist jedoch weiterhin ein eigenwirtschaftliches Angebot des Fernverkehrs der Deutschen Bahn.

“Der Franken-Sachsen-Express hat die Gene zum Erfolg. Nach den ständigen Angebotsverschlechterungen der vergangenen Jahre hat er das Zeug dazu, den negativen Trend umzukehren” gibt sich der Oberbürgmeister zuversichtlich. Hierfür werden man sich seitens der Stadt auch weiterhin vehement einsetzten. Denn die in Deutschland einmalige Konstellation eines Fernverkehrs zu Nahverkehrspreisen sei auch auf die Initiative des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes zurückzuführen. Derzeit laufen zudem intensive Abstimmungen, um ab 2008 den Fahrplan nach dem Prinzip des Integralen Taktfahrplans noch weiter zu optimieren. Zu einer Zwischenbilanz treffen sich die Oberbürgermeister des Städtenetzes sowie die Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs am 15. Dezember in Bayreuth.

Doch Bayreuths OB blickt noch weiter in die Zukunft: “Sollte der Franken-Sachsen-Express in den nächsten Jahren zum Erfolg werden, wovon ich überzeugt bin, haben wir beste Argumente für die dringend erforderlichen Verbesserungen bei der Infrastruktur des derzeitigen Schienennetzes. Nutzen wir also die neuen Angebote, um langfristig mit noch besseren belohnt zu werden!”

Die Stadt Bayreuth setzt sich nun schon seit vielen Jahren vehement für eine Verbesserung ihrer Schienenanbindung ein. Der Durchbruch schien mit dem ICE TD 2001 geschafft. Technische und daraus resultierende Wirtschaftlichkeitsprobleme bedeuteten jedoch das frühzeitige Aus für das Angebot. Das zuletzt von der Deutschen Bahn eingesetzte IC-Zugpaar stellte nur einen Alibi-Fernverkehrsanschluss dar, um die umfangreichen Investitionen in die Infrastruktur rechtfertigen zu können.