Stadt Bayreuth

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13.04.2006

Trinkwasserversorgung dauerhaft gesichert

Einen wichtigen Schritt zur dauerhaften Sicherung der Trinkwasserversorgung für die Stadt Bayreuth haben jetzt die Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs- GmbH (BEW) und die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) unternommen. Die BEW erweitert ihr Wasser-Bezugskontingent bei der FWO schrittweise bis 2008 auf drei Millionen Kubikmeter pro Jahr. Beide Seiten stellten jetzt in Bayreuth die neue vertraglich Vereinbarung vor.

Für die Stadt Bayreuth ist die Kooperation, die von Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz als Aufsichtsratsvorsitzendem der BEW und vom Verbandsvorsitzenden der Fernwasserversorgung Oberfrranken, Dr. Heinz Köhler, vorgestellt wurde, von großer Bedeutung. Damit werde die Trinkwasserversorgung in Bayreuth als Oberfrankens größter Stadt langfristig gesichert, betont OB Dr. Mronz: “Die Vorsorge für eine verlässliche und qualitativ einwandfreie Wasserversorgung unserer Stadt war mir ein wichtiges Anliegen.”

Drei Millionen Kubikmeter Trinkwaser pro Jahr

BEW und FWO kooperieren bereits seit mehr als 20 Jahren erfolgreich miteinander. 1984 wurde der erste Wasserlieferungsvertrag abgeschlossen und zwei Jahre später der Fernwasserbezug in Höhe von einer Millionen Kubikmeter pro Jahr aufgenommen. 1992 wurde die Bezugsmenge dann auf zwei Millionen Kubikmeter aufgestockt. Jetzt wird dieses Volumen schrittweise bis 2008 auf schließlich drei Millionen Kubikmeter jährlich angehoben.

“Stadt und BEW erfüllen damit vorausschauend ihre Verantwortung”, so das Fazit von BEW-Geschäftsführer Hans Nestmann. Parallel zur verstärkten Kooperation mit der FWO als kompetentem und zuverlässigem Vertragspartner ist die BEW zudem laufend bemüht, eigene Trinkwasserressourcen vor Ort zu erschließen. Nestmann verwies in diesem Zusammenhang auf die derzeit laufenden Erkundungen des Heinersreuther Forsts als künftigem Gewinnungsgebiet in Regie der BEW.

Bewährte Kooperation

Die Fernwasserversorgung Oberfranken ist als kommunaler Zweckverband regional ausgerichtet und bildet zusammen mit den Mitgliedern und Kunden eine bewährte Kooperationsform, die die kassische kommunale Aufgabe, nämlich die Wasserversorgung, in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sehr positiv gestalten konnte,

Der eigentliche Start der FWO erfolgte 1975, als das erste Wasser aus der Ködeltalsperre nach Bamberg geliefert wurde. Die FWO übernahm dabei von Anfang an eine wichtige Versorgungsfunktion für Oberfranken, da weite Teile der Region – gerade im Frankenwald und im Fichtelgebirge – ausgesprochen “wasserarm” sind und deshalb aus eigener Hand keine umfassende Versorgung gewährleisten können. Für diese Teile Oberfrankens stellt die FWO in einer Art Mittlerposition zwischen Wassergewinnung udn Verteilung vor Ort in den Städten und Gemeinden die Versorgung sicher.

Die FWO bezieht von drei Bezugsquellen ihr Wasser: neben der Ködeltalsperre sind dies noch ein Verbund mit dem Zweckverband “Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum” (WFW) und die  Stadtwerke Kulmbach. Gleichzeitig ist die FWO Teil der Arbeitsgemeinschaft “Ausgleich und Verbund”, an der die sieben großen nordbayerischen Versorger unter anderem die langfristige Sicherung der Regionen Nordbayerns mit Trinkwasser abstimmen und realisieren.

Bemerkenswert ist die fast flächendeckende Versorgung Oberfrankens mit Wasser durch die FWO – entweder in der Vollversorgung der Kommunen oder, wie im Falle Bayreuths, als Zusatzkomponente. Gerade der Umstand, dass alle vier kreisfreien oberfränkischen Städte Kunden sind – also auch Bamberg, Hof und Coburg – zeigt zum einen den Bedarf einer Einrichtung wie der FWO, ist aber zugleich auch Ausdruck der guten Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene. Das Gleiche gilt für die Kooperation mit dem Landkreisen: Sieben von neun oberfränkischen Landkreisen sind Mitglied in der FWO.

Insgesamt wurden durch die FWO in 40 Jahren etwa 250 Millionen Euro investiert. Flankiert wurde dies durch eine großzügige Förderung seitens des Freistaats, der sowohl finanzielle als auch personelle Unterstützung durch die Fachbehörden, unter anderem dem damaligen Landesamt für Wasserwirtschaft und den Wasserwirtschaftsämtern in den Regionen, gegeben hatte.

Heute ist die FWO der größte Wasserversorger Oberfrankens. Mit stabilen jährlichen Wasserabgabemengen von 13 bis 14 Millionen Kubikmeter Trinkwasser, einer Bilanzsumme von über 120 Millionen Euro und der damit einhergehenden Anlagenstruktur mit moderner Trinkwasseraufbereitung und leistungsfähigem Verteilungsnetz ist das Unternehmen gut aufgestellt. Und eine leistungsfähige FWO ist wiederum ein Garant für eine sichere und stabile Wasserversorgung in der Region.