Stadt Bayreuth

23.06.2010

Uni Bayreuth ist familienfreundlich

Zum zweiten Mal gehört sie zu den Ausgezeichneten des audits berufundfamilie

„Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz ist nicht nur wichtig für die Beschäftigten. Sie zahlt sich auch für den Betrieb aus.“ Dies erklärte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder bei der Vergabe der Zertifikate zum aktuellen audit berufundfamilie. Die Ministerin und Wirtschaftsstaatssekretär Peter Hintze zeichnete rund 300 Arbeitgeber für ihre Bemühungen um Familienfreundlichkeit aus – darunter auch die Universität Bayreuth.

Nach einer ersten Grundzertifizierung im Jahr 2006 hatte die gemeinnützige GmbH „berufundfamilie“, eine in Frankfurt ansässige Initiative der Hertie-Stiftung, die Universität Bayreuth zuletzt erneut auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: Prüfung bestanden, die Universität Bayreuth gehört für weitere drei Jahre zum Kreis der ausgezeichneten Zertifikatsträger. Vizekanzlerin Ricarda Rabenbauer, die als Leiterin der Abteilung für Akademische Angelegenheiten gemeinsam mit der Frauenbeauftragten der Universität Bayreuth, Frau Professor Dr. Ulrike Ungerer-Röhrich, verantwortlich für das Projekt „familiengerechte hochschule“ ist, nahm die Urkunde jetzt in Berlin aus den Händen von Familienministerin Kristina Schröder und Wirtschaftsstaatssekretär Hintze entgegen.

„Wir freuen uns sehr über diese Re-Auditierung“, erklärte Vizekanzlerin Ricarda Rabenbauer im Anschluss an die Verleihung. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auch von Familie und Studium weiter zu verbessern, gehöre zu den zentralen Zukunftsvorhaben der Universität Bayreuth. Neben Exzellenz in den Forschungsprojekten sei Familienfreundlichkeit inzwischen ein wichtiges Entscheidungskriterium für viele Interessenten, die an einer Universität arbeiten oder studieren wollten. „Wer also im Rennen um die klügsten Köpfe vorne dabei sein will, widmet diesem Thema besser die ihm gebührende Aufmerksamkeit“, so die Vizekanzlerin.

Handfeste betriebswirtschaftliche Vorteile

„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die von ihrem Betrieb unterstützt werden, um Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen, kehren früher aus der Elternzeit zurück, fallen seltener aus und arbeiten produktiver. Außerdem sind familienfreundliche Betriebe als Arbeitgeber attraktiver. Eine zukunftsfähige, innovative Wirtschaft ist ohne familienfreundliche Arbeitsbedingungen auf Dauer nicht möglich“, erklärte Kristina Schröder bei der Zertifikatsverleihung in Berlin. „Den Unternehmen entstehen durch eine familienbewusste Personalpolitik handfeste betriebswirtschaftliche Vorteile“, stellte auch Staatssekretär Hintze fest. „Deshalb verwundert es nicht, dass eine familienbewusste Personalpolitik gerade in der Krise ein wichtiges Thema für Unternehmen bleibt.“

Zu den 294 Arbeitgebern, die das Zertifikat jetzt erhielten, gehörten 134 Unternehmen, 124 Institutionen und 36 Hochschulen. Sie haben rund 360.000 Beschäftigte und 300.000 Studierende. 162 der jetzt ausgezeichneten Arbeitgeber haben das audit zum ersten Mal durchlaufen. 132 nahmen das Zertifikat für ihre Re-Auditierung entgegen. Mit den nunmehr Ausgezeichneten hat sich der Kreis der auditierten Arbeitgeber auf insgesamt 859 erhöht, darunter 40 Prozent der DAX-Unternehmen. Insgesamt profitieren zur Zeit rund 1,3 Millionen Beschäftigte und eine Million Studierende vom audit.

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat 1998 die berufundfamilie gGmbH gegründet, die seitdem alle Aktivitäten der Stiftung im gleichnamigen Themenfeld bündelt. Zertifikate zum audit berufundfamilie wurden erstmals 1999 vergeben. Seit 2002 wird das audit auch Hochschulen unter dem Titel „audit familiengerechte hochschule“ angeboten. Die praktische Umsetzung wird jährlich von der berufundfamilie gGmbH überprüft. Nach drei Jahren können im Rahmen einer Re-Auditierung weiterführende Ziele vereinbart werden. Nur bei erfolgreicher Re-Auditierung darf das Unternehmen das „Zertifikat zum audit berufundfamilie“ unverändert weiterführen.

(Quelle: Universität Bayreuth)