Stadt Bayreuth

06.05.2011

Unternehmer weiterhin sehr optimistisch

IHK-Konjunkturklimaindikator steigt auf historischen Höchstwert

Die oberfränkische Wirtschaft hat das Krisenjahr 2009 endgültig abgeschüttelt, wie die jüngste Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth zeigt. 52% der befragten Unternehmen sind mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden, nur 10% unzufrieden. Außerdem rechnet die Mehrheit der Befragten damit, dass sich die Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten weiter verbessert: Nur 8% rechnen mit einer Verschlechterung, aber 38% mit einer weiteren Verbesserung. Der IHK-Konjunkturklimaindikator steigt gegenüber dem Januar um sieben auf 136 Punkte und damit auf einen neuen Höchststand. “Die oberfränkischen Unternehmen sind mit dem aktuellen Konjunkturverlauf sehr zufrieden, auch die Aussichten stimmen sehr optimistisch”, so stellvertretender IHK-Hauptgescheschäftsführer Wolfram Brehm.

Risiken sieht die IHK vor allem bei der Kostensteigerung von Energie und Rohstoffen sowie im steigenden Fachkräftebedarf, so IHK-Konjunkturexperte Peter Belina. “Ob die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf weiter so positiv bleibt, hängt letztendlich davon ab, ob es gelingt, die zwei größten Risikofaktoren zu bewältigen, die Kostenexplosion bei Energie und Rohstoffen sowie dem wachsenden Fachkräftebedarf.” Auch wenn die IHK durch die Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit für die Bürger aus den acht Beitrittsstaaten aus Mittel- und Osteuropa zum 1. Mai nicht mit einer großen Zuwanderungswelle rechnet, bietet diese Liberalisierung gerade den oberfränkischen Unternehmen aufgrund ihrer räumlichen Nähe in verschiedenen Fällen die Chance, auch in der Tschechischen Republik gezielt nach Fachkräften zu suchen. “Der Fachkräftemangel hat aber auch unseren Nachbarn längst eingeholt. Wir müssen daher vor allem auf Ausbildung und Fortbildung setzen.” 

Wolfram Brehm: “Von den Energiepreiserhöhungen ist Oberfranken überdurchschnittlich betroffen, schließlich verzeichnet die Region die zweithöchste Industriedichte Europas.” Gerade die Industrie und dort vor allem die Hersteller von Glas und Porzellan, aber auch in der Metallerzeugung und -bearbeitung benötigen viel Energie und sehen sich einem hohen Preisdruck ausgesetzt. “Hier ist die Bundesregierung gefordert, auch bei einer Energiewende für bezahlbare Energie zu sorgen, andernfalls ist der Industriestandort Oberfranken in Gefahr.”

(Quelle: IHK für Oberfranken Bayreuth)