Stadt Bayreuth

21.01.2011

Unternehmerische Verantwortung braucht Profis

Philosophy & Economis-Programm der Uni Bayreuth legt Studie vor und schließt die Qualifizierungslücke

Vielen deutschen Unternehmen fehlt ein professioneller Umgang mit dem Thema „Unternehmerische Verantwortung“ – insbesondere die Umsetzung in der Wertschöpfungskette ist mangelhaft. Unternehmen verspielen so Chancen für das Kerngeschäft.

Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Unternehmerische Verantwortung in der Praxis 2010“ des Philosophy & Economics-Programms der Universität Bayreuth – der bislang umfangreichsten empirischen Erhebung zu dem Thema, bei der CR-Verantwortliche aus über 150 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden. Die Universität Bayreuth hat die Ergebnisse zum Anlass genommen, einen Intensivkurs zum zertifizierten „Corporate Responsibility Manager (Universität Bayreuth)“ anzubieten. Das 5-Tage-Seminar „CR-Management für Praktiker“ findet vom 21. bis 25. März 2011 an der Universität Bayreuth statt und richtet sich an Mitarbeiter, die auf den Auf- und Ausbau eines CR-Managements in ihrem Unternehmen vorbereitet werden sollen.

CR-Verantwortliche sind die internen Treiber für eine stärkere Orientierung ihrer Arbeitgeber am Thema „Unternehmerische Verantwortung“. Doch für eine professionelle Umsetzung des CR-Managements sind sie oft schlecht vorbereitet. Nur sieben Prozent der Unternehmen im deutschsprachigen Raum verfügen bereits über interne Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich CR. 41 Prozent der CR-Verantwortlichen dagegen müssen sich das Wissen für so komplexe Aufgaben wie Supply Chain & Green Logistics, Compliance und Nachhaltigkeits-Reporting nach dem „Do it yourself-Prinzip“ aneignen.

In kurzer Zeit Fachwissen und Methoden lernen

Dem versucht das gemeinsame Seminar der CAMPUS-AKADEMIE der Universität Bayreuth und der auf die Umsetzung von Corporate Responsibility spezialisierten concern GmbH aus Köln nun entgegen zu treten. Das Weiterbildungsprogramm hat das Ziel, Praktikern in kurzer Zeit einen Überblick über alle relevanten Aspekte von CR und deren Umsetzung zu geben. In einer praxisnahen Ausbildung, die Fragestellungen der Teilnehmer aus ihren Unternehmen aufgreift, werden gemeinsam mit den Referenten systematische und konkrete Lösungsvorschläge erarbeitet sowie Fallstudien diskutiert.

So sollen CR-Verantwortliche innerhalb kürzester Zeit Fachwissen und Methoden erlernen, die ihnen helfen, den Mangel an Professionalität bei der Umsetzung des Themas im eigenen Unternehmen zu beseitigen: „Wenn CR-Verantwortliche darüber jammern, dass CR noch nicht im Unternehmen angekommen ist, so ist das auch deren eigene Schuld, denn gerade das ist ihre Aufgabe“, so der CR-Verantwortliche eines DAX-Konzerns mit Blick auf Kollegen in anderen Unternehmen.

Der akademische Leiter des CR-Programms, Professor Dr. Dr. Alexander Brink von der Universität Bayreuth: „Corporate Responsibility (CR) ist für Unternehmen zur komplexen Herausforderung geworden. Den CR-Risiken, etwa in der Korruptionsbekämpfung, stehen enorme Chancen gegenüber, die von der Entwicklung innovativer Produkten bis hin zum Marketing reichen.“ Die zielorientierte Umsetzung von CR-Aktivitäten verlange eine hohe fachliche Expertise, auf die bislang die wenigsten Unternehmen und Ansprechpartner angemessen vorbereitet sind.

(Quelle: Pressestelle der Universität Bayreuth)