Stadt Bayreuth

IM FOKUS

14.11.2008

Urweltmuseum zeigt fossile Fundstücke

Zu sehen sind Arbeiten von Gertrud Hanke und Bernd Allgeyer gezeigt

Im Urweltmuseum Oberfranken in Bayreuth ist jetzt eine neue Sonderausstellung mit dem Titel “Objet Trouvé – Fossile Fundstücke aus Frankreich: Schmuck und Graphik” zu sehen. Sie zeigt Arbeiten von Gertrud Hanke und Bernd Allgeyer.

Gertrud Hanke und Bernd Allgeyer, die beiden Künstler sammeln in der Region St.Nazaire-Le Desert in Frankreich Fossilien, Hölzer, Knochen, Metalle und andere Materialien. Unter Verwendung verschiedener Techniken (Vergolden, Versilbern etc.) verarbeiten sie die Fundstücke zu handwerklich hochwertigen, ästhetisch ansprechenden Schmuckstücken. Ergänzt werden die Präziosen mit Graphiken und Drucken, auf welchen der Schmuck und auch sein Werdegang ebenfalls künstlerisch dargestellt wird.

Im kleinen Sonderausstellungsraum des Urwelt-Museums werden die Arbeiten von Hanke und Allgeyer aufwändig präsentiert. In den Vitrinen der Juras und Muschelkalkausstellungen im ersten Obergeschoss sind Schmuckstücke und Fossilien gemischt, ein reizvoller Übergang von Naturspiel zu menschengemachter Kunst. In den Pultvitrinen werden die wertvollen Graphiken präsentiert. Verschiedene Exponate und Druckgraphiken können käuflich erworben werden.

Getrud Hanke besitzt einen Gesellenbrief in traditionellem Töpferhandwerk. Sie hat Praktika in Techniken der Restaurierung und Vergoldung sowie im Goldschmiedehandwerk absolviert. Nach einer Ausbildung in Kunst und Werkerziehung hat sie das Staatsexamen abgelegt. Verschiedene Lehraufträge in Universitäten und Fachoberschulen im Kunstbereich (u.a. Produktdesign, Keramik, Plastik, Druckgraohik, Kunstgeschichte) folgten. Zahlreiche Preise, Diplome, und Auszeichnungen sowie vielfältige Ausstellungen prägen ihr Künstlerleben. Sie ist seit 1993 freischaffend, lebt in Süddeutschland (Schloss Eichhofen) und Südfrankreich (St.Nazaire le Desert).

Bernd Allgeyer absolvierte eine Ausbildung im Schreinerhandwerk. Er beherrscht Techniken der Restaurierung und beschäftigte sich mit Kleinmöbeln mit japanischen Holzverbindungen, Maßen und Modulen. Bei experimenteller Fotographie auch in Verbindung mit experimentellen Drucken setzt er seine Fähigkeiten in Fotographie sowie Tiefdruck und Hoachdruckverfahren ein. Kenntnisse in Vor- und Frühgeschichte erwarb er sich bei der Mitarbeit an archäologischen Grabungen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit absolvierte er eine Ausbildung zum Qi-Gong-Lehrer. Auch Allgeyer lebt in Süddeutschland und Südfrankreich.

Seit 2005 arbeiten Gertrud Hanke und Bernd Allgeyer zusammen. In ihren Arbeiten fließen ihre vielfachen handwerklichen Fertigkeiten sowie ihre künstlerischen Erfahrungen und Ansichten zusammen.

www.urwelt-museum.de