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Theater auf Touren 2014

"Theater auf Touren" verspricht auch 2014 hochkarätige Unterhaltung. Das Kulturamt der Stadt Bayreuth bietet im Herbst erneut eine unterhaltsame und spannende Zusammenstellung von Theatergastspielen. Vier Schauspiele und eine Opernaufführung laden zum Besuch ein. Der Vorverkauf für das Abo beginnt am 2. Mai.

Nach wie vor gibt es die Möglichkeit, über den Bezug eines Abos etwa 20 Prozent zu sparen. Schüler/-innen und Studierende erhalten beim Kauf von Einzelkarten sogar 50 Prozent Ermäßigung. 

So sieht das Programm von "Theater auf Touren" 2014 aus:  

Szenenfoto aus MedeaDonnerstag, 09.10.2014, 19.30 Uhr:
VERRÜCKTES BLUT
von Nurkan Erpulat und Jens Hillje
Konzertdirektion Landgraf

Mittwoch, 15.10.2014, 19.30 Uhr:
KABALE UND LIEBE
von Friedrich Schiller
Westfälisches Landestheater

Dienstag, 21.10.2014, 19.30 Uhr:
KÖNIG HEINRICH VIII.
von William Shakespeare
Shakespeare und Partner

Dienstag, 04.11.2014, 19.30 Uhr:
MEDEA
von Seneca
Junges Schauspiel Ensemble München

Dienstag, 18.11.2014, 19.30 Uhr:
ORPHEUS UND EURYDIKE / SAVITRI
Oper von Christoph Willibald Gluck und Gustav Holst
Landestheater Coburg 

Vor jeder Aufführung bieten die Ensembles um 19 Uhr im Großen Haus der Stadthalle eine kurze Einführung an.  


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Kartenvorverkauf:
Theaterkasse
Opernstraße 22, 95444 Bayreuth 
Tel.: (09 21) 6 90 01; Fax: (09 21) 88 57 77; E-Mail: theaterkasse@bayreuth-tourismus.de

geöffnet:
Mo. - Fr.: 10 - 17 Uhr, Sa.: 10 - 14 Uhr

Programminformationen:
Stadt Bayreuth - Kulturamt
Wahnfriedstraße 1, 95444 Bayreuth
Tel.: (09 21) 50 72 01-60; E-Mail: kulturamt@stadt.bayreuth.de  

Programmflyer zum Download (PDF-Datei)

 
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VERRÜCKTES BLUT

von Nurkan Erpulat und Jens Hillje

Donnerstag, 09.10.2014, 19.30 Uhr, Stadthalle Bayreuth
KONZERTDIREKTION LANDGRAF

Szenenfoto Verrücktes Blut

„Verrücktes Blut“ thematisiert die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund innovativ, frech und wahrhaftig. Türkische und arabische Jugendliche prallen hier auf Friedrich Schiller. Ihre Lehrerin versucht, ihnen das abendländische Theater anhand des Stücks „Die Räuber“ nahezubringen. Aber einer wilden Meute gleich boykottieren die Schüler den Unterricht mit aggressiven und sexistischen Sprüchen. Als zufällig einem von ihnen eine Pistole aus der Tasche fällt, ergreift die Lehrerin die Chance und zwingt die Klasse mit vorgehaltener Waffe, Schiller zu rezitieren und so dessen idealistische Vorstellungen vom Theater zu begreifen: „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Was sich dann zwischen der terroristischen Pädagogin und ihren zitternden Geiseln ereignet, ist hoch spannend, voller Erotik, schockierend und komisch zugleich.

Kabale und Liebe

von Friedrich Schiller

Mittwoch, 15.10.2014, 19.30 Uhr, Stadthalle Bayreuth
WESTFÄLISCHES LANDESTHEATER

Szenenfoto Kabale und Liebe

Hat die Liebe zwischen Ferdinand von Miller, dem Sohn des Präsidenten, und Luise, der bürgerlichen Musikertochter, eine Chance? Sein Vater hat andere Pläne mit ihm: Der Sohn soll Lady Milford, die Mätresse des Herzogs, heiraten, damit sich sein eigener Einfluss bei Hof vergrößert. Es beginnt eine Schlacht voller Intrigen, Verrat und Misstrauen. Auch wenn sich die Zeiten geändert haben und die Ständegesellschaft gefallen ist, bleibt dieses Stück des Sturm und Drang immer noch aktuell. Für Schiller ist die Aufgabe des Theaters, die Ordnung der Welt, wie sie sein soll, zu zeigen. In welcher Welt wollen wir leben? – Eine Frage, die sich jedem von uns auch heute noch stellt.


KÖNIG HEINRICH VIII.

von William Shakespeare

Dienstag, 21.10.2014, 19.30 Uhr, Stadthalle Bayreuth
SHAKESPEARE UND PARTNER

Szenenfoto aus Heinrich VIII.Im Mittelpunkt steht nicht nur der Herrscher Englands selbst, sondern vor allem die ihn umgebenden Männer und ihr Kampf um Einfluss, Geld und Macht. Das Stück spielt auf den Fluren, den Hinterzimmern der Macht. Schon nach dem ersten Akt scheitert der Staatsrat Buckingham mit seinen Plänen – er wird geköpft. Der engste Vertraute des Königs, Kardinal Wolsey, berauscht von der eigenen Machtfülle, scheitert durch seine Überheblichkeit – er stirbt verbittert und verarmt. Der König selbst scheint mehr an seine Liebe zur jungen Anne Bullen zu denken, für die er sich nach 20 Jahren Ehe von Katharina von Aragon scheiden lässt. Zwar drängt er am Ende die höfischen Intriganten zu einer Versöhnung, aber jedem ist bewusst, dass dies nur von kurzer Dauer sein kann. Der große Mechanismus Macht läuft weiter wie geschmiert – bis in unsere Zeit.


Medea

von Seneca

Dienstag, 04.11.2014, 19.30 Uhr, Stadthalle Bayreuth
JUNGES SCHAUSPIEL ENSEMBLE MÜNCHEN

Szenenfoto aus MedeaMedea hat ihre Heimat, ihre Familie verlassen und ihre Privilegien als Königstochter abgetreten. Auf der Flucht zu ihrem Geliebten Jason tötet sie sogar ihren eigenen Bruder. All dies führt jedoch nicht zu einem banalen Happy End. Jason ist Medeas Liebe nicht genug, er giert nach Macht. So verrät er die Geliebte, um die korinthische Königstochter Creusa zu heiraten. Eine fatale Entscheidung, die die verlassene und enttäuschte Medea einen grausamen Rachefeldzug führen lässt. Am Ende sind nicht nur Creusa und deren Vater tot. Um Jason zu treffen, bringt Medea die eigenen beiden Kinder um und setzt die ganze Stadt in Brand. Das Ensemble zeigt die lateinische Version von Seneca in einer Neuübersetzung von Udo Segerer.


Orpheus und Eurydike / Savitri

Oper von Christoph Willibald Gluck und Gustav Holst

Dienstag, 18.11.2014, 19.30 Uhr, Stadthalle Bayreuth
LANDESTHEATER COBURG

Szenenfoto aus Orpheus und EurydikeZwei große Mythen der Weltgeschichte bringt das Landestheater Coburg auf die Bühne, wenn die Opern „Orpheus und Eurydike“ mit „Savitri“ zu einem Abend über die Liebe und das Leben verwoben werden: Einerseits die Geschichte von Orpheus, dem griechischen Dichter und Sänger, der seine Ehefrau, die Nymphe Eurydike, aus dem Totenreich des Hades befreien darf. Christoph Willibald Gluck (1714–1787) erneuerte mit diesem Stoff die Oper des 18. Jahrhunderts und hat so diese Sage bis heute lebendig erhalten. Auf der anderen Seite steht die indische Sagenfigur Savitri, die den Tod überlistet und ihren Mann zurück erhält. Der britische Komponist Gustav Holst (1874–1934), vor allem durch seine Orchestersuite „Die Planeten“ berühmt, nahm diesen Stoff 1916 zum Anlass, die gleichnamige Oper zu schreiben. Die Geschichten zweier großer Lieben bestimmen die Handlung, wenngleich in beiden Opern der Tod im Mittelpunkt steht.