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21.08.2014

Verbesserter Fahrplan auf der Franken-Sachsen-Magistrale

Statt Fahrzeitverlängerung nach Sachsen Fahrplanverdichtung nach Nürnberg – Pressegespräch im Rathaus

Statt Fahrzeitverlängerung nach Sachsen nun Fahrplanverdichtung nach Nürnberg, auf diesen knappen Nenner lässt sich die Neugestaltung des Fahrplans für den Franken-Sachsen-Express ab Dezember dieses Jahres bringen. Dies ist ein Fortschritt in der Fahrplangestaltung für die Region, ein Fortschritt für Pegnitz und für Bayreuth.

Bei einem Pressegespräch im Rathaus stellten Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab, der Leiter Planung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, Andreas Schulz, und der Geschäftsführer DB Regio Nordbayern, Uwe Domke, den neuen Fahrplan 2015 den Medien vor.

Durch die vollständige Umstellung der Zugverbindungen in Sachsen auf den elektrischen Betrieb ohne Neigetechnik stand lange Zeit bei den Planungen eine Änderung des Taktsystems mit einer Fahrzeitverlängerung von einer dreiviertel Stunde im Raum. Dies hätte zusammen mit dem Umsteigen in Hof die Attraktivität der Franken-Sachsen-Magistrale als Fernverkehrsverbindung erheblich beeinträchtigt, wenn nicht zunichte gemacht.

Aufwendige Umstrukturierung

Das Sächsisch-Bayerische Städtenetz mit den Städten Chemnitz, Zwickau, Plauen, Hof und Bayreuth war daher intensiv bestrebt, dieses Szenario zu verhindern. Ziel war es, mit den Fahrplanverantwortlichen bei den Aufgabenträgern in Sachsen und Bayern sowie bei der Deutschen Bahn AG alle Optionen zu prüfen, um zu einer akzeptablen Fahrplanlösung zu kommen. Diese war letztlich nur durch die Bereitschaft der Bayerischen Eisenbahngesellschaft möglich, die nord- und ostbayerischen Regionalverkehre an die veränderten Ankunfts- und Abfahrtszeiten der sächsischen Züge in Hof anzupassen.

Diese aufwendige Umstrukturierung hat zugleich die Möglichkeit einer Verdichtung des Fahrplans von Nürnberg nach Pegnitz und Bayreuth eröffnet. Vor allem die Stadt Pegnitz profitiert durch die sprunghafte Zunahme ihrer täglichen Verbindungen nach Bayreuth und Nürnberg. Für das Oberzentrum Bayreuth konnte eine wichtige Hürde auf dem Weg zur angestrebten Anbindung an den halbstündlichen ICE-Knoten in Nürnberg genommen werden, indem nun vier statt wie bisher drei Züge innerhalb von zwei Stunden fahren.

Vollständige Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale unerlässlich

Trotz dieses Erfolgs ist allen Beteiligten bewusst, dass ein leistungs- und wettbewerbsfähiger Bahnbetrieb zwischen Bayern und Sachsen sowie zwischen Bayreuth und Nürnberg nur mit der vollständigen Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale zu erreichen ist. Nur so können wieder Ländergrenzen überschreitende Verbindungen eingeführt werden. Diese könnten über Nürnberg hinaus nach München oder Stuttgart verlängert werden.

Der Fahrplan 2015 macht jedoch noch eine weitere Infrastrukturlücke deutlich: Wegen fehlender Zugkreuzungs- und Begegnungsabschnitte auf dem eingleisigen Abschnitt Schnabelwaid – Bayreuth konnte im Fahrplan 2015 kein gleichmäßiger Halbstundentakt eingerichtet werden. „Dies zeigt erneut, dass für eine adäquate Bahnanbindung der Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth sowohl die Elektrifizierung als auch das zweite Gleis erforderlich sind“, betonte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe beim Pressegespräch.

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Pressemitteilung: BEG und DB Regio sichern Verbindung von Nürnberg nach Dresden [ Download: PDF-Datei; 49 KB ]