Stadt Bayreuth

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30.04.2008

Verfemt, verfolgt – vergessen?

Stadtbibliothek erinnert mit Ausstellungsprojekt an NS-Bücherverbrennungen

Unter dem Titel „Verfemt, verfolgt – vergessen?“ zeigt die Stadtbibliothek Bayreuth, Luitpoldplatz 7, ab Dienstag, 6. Mai, in ihrem Foyer eine Ausstellung zur nationalsozialistischen Bücherverbrennung von 1933.

Vor 75 Jahren, im Frühjahr 1933, loderten die Scheiterhaufen in München, Nürnberg, Würzburg, Erlangen, Regensburg und in vielen anderen deutschen Städten. NS-Studenten verbrannten die Werke bedeutender Dichter, Schriftsteller und Wissenschaftler, so zum Beispiel von Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Erich Kästner oder Siegmund Freud.

Diese „kulturelle Gleichschaltung“ war ein weiterer Schritt in die Diktatur, an dessen Anfang die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 gestanden hatte. Die neuen Machthaber erstellten schwarze Listen mit sogenannter  „entarteter“ Literatur, die aus Buchhandlungen und Bibliotheken verschwinden mussten. Unerwünschte Dichter, Schriftsteller und Wissenschaftler wurden verfolgt, in „Schutzhaft“ genommen, mussten das Land verlassen oder kamen in Lagern um.

Das Ausstellungsprojekt aus dem Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg vermittelt einen Einblick in die Maßnahmen der kulturellen Gleichschaltung unter der NS-Diktatur und führt beispielhaft die Schicksale ausgewählter Schriftsteller und Wissenschaftler vor Augen.

Die Ausstellung ist bis 29. Mai zu den üblichen Öffnungszeiten der Stadtbibliothek zu sehen (montags von 10 bis 13 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 19 Uhr, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr).