Stadt Bayreuth

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05.08.2009

Verkehrsbetrieb arbeitet am VGN-Beitritt

Bis zum Beitrittstermin 2010 ist noch eine ganze Menge an Arbeit zu erledigen

Zum 1. Januar 2010 wird die Stadt Bayreuth gemeinsam mit dem Landkreis dem Verkehrsverbund des Großraums Nürnberg (VGN) beitreten. Damit steht Bayreuths Bürgern das Verbundnetz des VGN zur Verfügung, das es ermöglicht, mit nur einer Fahrkarte zum Beispiel Rothenburg ob der Tauber oder die fränkische Seenlandschaft zu erkunden. Beim städtischen Verkehrsbetrieb laufen die Vorbereitungen für den VGN-Beitritt auf vollen Touren.

Neben der Regelung der notwendigen vertraglichen Angelegenheiten wird bei der Bayreuther Verkehrs- und Bäder GmbH (BVB) derzeit mit Hochdruck an der Anpassung der Ausstattung der Bushaltestellen auf VGN-Standard gearbeitet. Die kalkulierten Kosten für diese Umrüstung belaufen sich auf rund 67.500 Euro. Ob hierfür auch staatlichen Zuschüsse erschlossen werden können, wird aktuell geprüft.

Ausgangs- und Zielpunkt für bequeme Touren durch die Metropolregion: Bayreuths Bahnhof

Um die VGN-Tickets verkaufen zu können, braucht der Verkehrsbetrieb eine entsprechende Software für seine Verkaufsgeräte, also Bordrechner, Vorverkaufsgeräte und Fahrscheinautomaten. Die Vorbereitungen für die Softewareerstellung laufen bereits.

Neue Nummern für die Buslinien

Auch beim Thema Fahrplan steht der Verkehrsbetrieb in engem Kontakt mit dem VGN. Da es im Verbund jede Liniennummer nur einmal geben darf, bekommen alle Bayreuther Stadtbuslinien neue Nummern. Für Bayreuth wurde der Nummernkreis 301 bis 330 festgelegt. Somit wird aus der bisherigen Linie 1 ab 1. Januar 2010 die Linie 301. Eine gute Wiedererkennung für die Stadtbuskunden ist also gegeben.

Außerdem wird für Bayreuth ein eigenes Fahrplanbuch in der Optik des VGN erstellt. An den Details für die Übertragung der Fahrplandaten für den VGN-Internetauftritt mit Online-Auskunft wird ebenfalls gearbeitet. Eingebunden ist der Verkehrsbetrieb zudem in das Projekt elektronischer Fahrschein. Derzeit wird eine Konzeptstudie zur Einführung des E-Ticketing im VGN erstellt.

Paket von Vorteilen

„Bayreuth hat sich die Entscheidung für einen Beitritt zum VGN nicht leicht gemacht. Immerhin verliert der Verkehrsbetrieb mit diesem Schritt seine Tarifautonomie. Wir haben daher die Vor- und Nachteile sehr sorgfältig abgewogen“, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Letztlich sei man in den Gremien des Stadtrats aber zu der Überzeugung gelangt, dass die Stadt unterm Strich durch einen Beitritt eindeutig gewinnt. Der VGN-Beitritt bringe für die Bayreuther ein ganzes Paket von Vorteilen, so Dr. Hohl – nämlich weitgehend einheitliche Tarife für Busse und Bahnen, einfacheres Umsteigen und Wechseln der Verkehrsmittel und vielfach günstigere Preise: „Der VGN wird die Mobilität vieler Menschen erhöhen. Wir erhoffen uns daher auch neue Impulse im touristischen Bereich.“