Stadt Bayreuth

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20.12.2005

Verkehrsbetrieb setzt auf Erdgastechnik

Die Bayreuther Verkehrs- und Bäder- GmbH (BVB) setzt bei der Modernisierung ihrer Stadtbusflotte ganz auf umweltfreundliche Erdgastechnologie. In diesen Tagen werden weitere drei erdgasbetriebene Stadtbusse in Dienst gestellt.

Damit sind dann schon vier der besonders umweltfreundlichen Fahrzeuge in BVB-Diensten unterwegs. Der erste derartige Bus war im Januar angeschafft worden. Er hat sich inzwischen im Einsatz auf den Stadtbuslinien bestens bewährt. Doch damit nicht genug: Für das kommende Jahr plant die BVB den Kauf von weiteren vier Erdgasbussen für den Stadtverkehr. Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz und Stadtwerke-Geschäftsführer Hans Nestmann stellten die neuen Fahrzeuge jetzt der Öffentlichkeit vor.

Umweltfreundlich und leise

Der wesentliche Vorteil von erdgasbetriebenen Bussen liegt nach Angaben der BVB bei der besonders geringen Emission von Stickoxiden sowie Rußpartikeln. Auch in Sachen Lärm schneidet die neue Antriebstechnologie deutlich besser ab als die vergleicbaren Dienselfahrzeuge.

„Mit ihrer Modernisierungsstrategie hat die BVB lange vor der aktuellen Diskussion um Feinstaubbelastungen im Stadtgebiet ihre Bemühungen um einen umweltfreundlichen, mit möglichst wenig Abgasausstoß behafteten öffentlichen Personennahverkehr konsequent forciert“, betonte OB Dr. Mronz anlässlich der Vorstellung. Bereits im Sommer 1998 wurde die gesamte Busflotte auf schwefelfreien Kraftstoff umgestellt, was zu einem deutlichen Rückgang des Ausstoßes von Rußpartikeln führte. Im gleichen Jahr wurden die ersten vier von mittlerweile acht Bussen geliefert, die einen sogenannten CRT-Katalysator haben. Dieser filtert die Rußpartikel nahezu restlos aus den Abgasen heraus.

Grundsatzbeschluss pro Erdgasantrieb

Im Herbst vergangenen Jahres schließlich hat der BVB-Aufsichtsrat einen Grundsatzbeschluss gefasst, wonach der städtische Verkehrsbetrieb bei der Beschaffung neuer Omnibusse künftig der Erdgastechnologie den Vorzug geben wird – ohne dabei den Blick auf gegebenfalls künftige technologische Neuerungen zu vernachlässigen. „Zählt man die erdgasbetriebenen und die mit Katalysatoren ausgestatten Busse zusammen, so werden Ende nächsten Jahres 16 von 34 Fahrzeugen der Stadtbusflotte, also fast die Hälfte, rußfrei angetrieben“, bilanziert Stadtwerke-Geschäftsführer Nestmann.

Hohe staatliche Zuschüsse

Die neuen Erdgasbusse kosten den Verkehrsbetrieb pro Fahrzeug rund 250 000 Euro, wovon jeweils 151 000 Euro als staatlicher Zuschuss verbucht werden können. Selbstverständlich sind sie mit Niederflurtechnik ausgestattet, was einen stufenweisen Ein- und Ausstieg ermöglicht. Nicht nur im Betrieb, sondern auch schon bei ihrer Herstellung wurde besonderer Wert auf die Belange des Umweltschutzes gelegt. Daher dürfen sie sich auch mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ schmücken. Bei der Grundierung und Lackierung der Busse wurden beispielsweise keine Lösungsmittel verwendet, die Lacke sind frei von gefährlichen Schwermetallen, das Kältemittel der Klimaanlage sowie die Isolier- und Formschäume enthalten keine ozonschädlichen Stoffe und der Gasmotor ist besonders leise.

Neben dem städtischen Verkehrsbetrieb setzt auch die Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs GmbH (BEW) auf sauberen Antrieb mit Erdgas. Zwei Erdgastankstellen an der Nürnberger Straße sowie ganz aktuell in Heinersreuth wurden inzwischen eingerichtet. Der Fuhrpark der BEW verfügt mittlerweile über zwölf mit Erdgas angetriebene Personen-Fahrzeuge sowie zwei Transporter. Bei Neubeschaffungen wird auch hier – je nach Einsatz der Fahrzeuge – dem Erdgasantrieb Vorzug gegeben.