Stadt Bayreuth

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25.10.2010

Von Rosenheim für 2016 lernen

Bayreuther Delegation besuchte die Landesgartenschau 2010 in Rosenheim

Delegation zu Gast in RosenheimInformation und Erfahrungsaustausch, konkrete Anregungen und Inspiration – das alles stand auf dem Programm einer Informationsfahrt des Stadtrats und mehrerer Mitarbeiter der Stadtverwaltung zur Landesgartenschau 2010 in Rosenheim.

Betreut wurden die Gäste unter anderem vom Rosenheimer Stadtbaudezernenten Helmut Cybulska, vom Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH Rosenheim Werner Oeckler sowie von der Geschäftsführerin der Gesellschaft zur Förderung der Bayerischen Landesgartenschauen Dagmar Voß. Während der mehrstündigen Besichtigung der verschiedenen Grünanlagen, Ausstellungen und Wegenetze konnten die Teilnehmer viele neue Eindrücke gewinnen, die jetzt in die Vorbereitungen auf die Landesgartenschau 2016 in Bayreuth einfließen sollen.

“Das Prinzip der Landesgartenschauen ist das einer Entwicklung von Frei-, Park- beziehungsweise Grünräumen mit nachhaltiger städtebaulicher Wirkung”, erläuterte Geschäftsführerin Dagmar Voß. Die Bandbreite der die Stadt erneuernden Wirkungen ist dabei denkbar groß: Sie reicht von der Revitalisierung von Brachflächen, über die Rückgewinnung der Beziehung von Städten zu ihren Fließgewässern bis hin zu Verknüpfung von historischen Parkanlagen – allesamt Zielsetzungen, die auch in Rosenheim verfolgt wurden. So hat die Stadt die Einbeziehung des sanierten historischen Stadtkerns zum Thema gemacht, eine Entwicklung die sowohl für Besucher als auch für die Rosenheimer Stadtbevölkerung in vielfacher Hinsicht bereichernd ist. Die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt führte nach Angaben der Rosenheimer Gastgeber zu einem spürbaren Entwicklungs- und Sanierungsschub nicht nur bei der öffentlichen Hand, sondern auch bei den örtlichen Immobilieneigentümern. Eine Vielzahl von Sanierungsmaßnahmen wurde mit Blick auf die Landesgartenschau 2010 hin zügiger umgesetzt. Die Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Partnern hat ganz wesentlich zur Stärkung der touristischen Anziehungskraft beigetragen. Und die Verknüpfung von Stadt, Landschaft und Region bietet interessante Folgenutzungen für Freizeit und Erholung sowie den gesamten Tourismus.

Die Tendenz, Gartenschauen nicht mehr nur vor den Toren der Innenstadt zu planen, sondern mit und in ihr, entspricht auch den Zielsetzungen Bayreuths für 2016. Analogien mit Unterschieden im Detail zeigten sich mit Blick auf die Rosenheimer Landesgartenschau unter anderem bei den Themen Wassersport, Hochwasserschutz, Verbesserung des Wohnumfeldes, Mitwirkung von Vereinen beim Ausstellungskonzept, aber auch beim Brückenschlag entlang des Wassers, jedoch – anders als in Rosenheim – zwischen historischen Gartenanlagen.

Die Bayreuther Delegation nahm daher von ihrem Besuch in Rosenheim die wichtige Erkenntnis mit zurück, wie wichtig es für die Wagnerstadt sein wird, Alleinstellungsmerkmale der Landesgartenschau 2016 herauszuarbeiten und diesen ein einzigartiges Gesicht zu verleihen.