Stadt Bayreuth

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28.12.2005

Vorfahrt fürs familienfreundliche Bayreuth

“Lokales Bündnis für Familie”, neue Kindergärten, neue Spielanlagen: Bayreuth punktet bei sozialen Themen

Die Stadt Bayreuth hat auch in diesem Jahr wieder kräftig an ihrem sozialen Profil gearbeitet. Vor allem für das “familienfreundliche Bayreuth” wurden 2005 beachtliche Fortschritte erzielt. Hier einige Schlaglichter, die Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz bei seiner Jahres-Pressekonferenz anführte.

Beispiel “Bündnis für Familie“: Bayreuth hat als familienfreundliche Stadt einen traditionell guten Ruf, doch was gut ist, das kann noch besser werden. Nach intensiven Vorarbeiten des städtischen Sozialreferats hat die Stadt daher im Juli unter Vorsitz des Oberbürgermeisters ein umfassendes “Bündnis für Familie” mit der Zielsetzung gegründet, konkrete Fortschritte für Familien zu erarbeiten. In acht Arbeitskreisen, besetzt mit Vertretern der sozialen, wirtschaftlichen und karitativen Verbände, der Wirtschaft, des Bildungswesens, der Stadtratsfraktionen und der Stadtverwaltung wird jetzt an diesem ehrgeizigen Ziel gearbeitet. Das Spektrum reicht von Fragen der Bildung, der Arbeitswelt, des Wohnens und des Verkehrs bis hin zu spezifischen Problemen für Alleinerziehende oder Familien mit Migrationshintergrund. “Für die Stadt Bayreuth ist der Stellenwert der Familien ein absolutes Zukunftsthema”, so Dr. Mronz. Die Stadt engagiere sich daher seit vielen Jahren mit aller Kraft auf diesem Feld und könne dabei auf zahlreiche Erfolge verweisen. So habe Bayreuth beispielsweise als eine der ersten Städte in Bayern die Vollversorgung mit Kindergartenplätzen erreicht. Mit den verschiedenen Jugendhilfeplänen stünden der Stadt zudem umfassende Bestands- und Bedarfsanalysen zur Verfügung.

Beispiel Kindergärten: Der dringend notwendige Um- beziehungsweise Neubau des Kindergartens im Stadtteil Saas konnte heuer weitestgehend abgeschlossen, der Betrieb in den neuen Räumlichkeiten aufgenommen werden. Die Stadt hat das Projekt in den Jahren 2004 und 2005 mit rund 700 000 Euro unterstützt. Grünes Licht hat der Stadtrat zudem auch für den Neubau des Kindergartens in der Munckerstraße im Zusammenhang mit der Errichtung eines Kinderhauses gegeben. Damit ist der Weg frei für einen städtischen Baukostenzuschuss von über 800 000 Euro, mit dem das Vorhaben der Evangelisch-Lutherischen Gesamtkirchenverwaltung unterstützt wird. Mit dem Neubau des Kindergartens wird die letzte der 30 Kindergarteneinrichtungen im Stadtgebiet den neuen gesetzlichen Vorgaben des Bayerischen Kindergartengesetzes angepasst.

Beispiel Jugendzeltplatz: Ein lange verfolgtes Vorhaben unter den kommunalpolitischen Themen hat mit seiner Realisierung ein glückliches Ende gefunden. Für rund 200 000 Euro ist im Verflechtungsbereich zwischen Jugendherberge und Universitätsgelände ein attraktives Angebot entstanden, das Platz für drei bis vier Jugendgruppen mit bis zu 60 Zelten bietet. Das benachbarte Kreuzsteinbad, Einkaufsmöglichkeiten, die problemlos zu Fuß zu erreichen sind sowie eine komfortable Stadtbusanbindung sind weitere Pluspunkte für den Standort. “Eine echte Bereicherung für das jugend- und familienfreundliche Bayreuth”, freut sich OB Dr. Mronz.

Beispiel Mobile Jugendarbeit: Seit Anfang Dezember ist das Aufgabengebiet der Mobilen Jugendarbeit des Stadtjugendamtes mit einem russischsprachigen Streetworker besetzt. Die Stadt folgt damit vielen gewonnenen Erfahrungen und auch Empfehlungen, die den Einsatz von Mitarbeitern mit entsprechenden Sprachkenntnissen für eine erfolgreiche soziale Integration von Aussiedlern empfehlen.

Spielplatz Schanz" loop=Beispiel Spiel- und Freizeitanlagen: Im Stadtteil Oberpreuschwitz wurde ein neuer Bolzplatz in Angriff genommen und bis zum Jahresende weitgehend fertiggestellt. Gleiches gilt auch für das neue Wohngebiet Hohlmühle. Dort wurden ebenfalls die Voraus-setzungen für einen neuen, attraktiven und großzügig bemessenen Spielplatz geschaffen. Geplant wurde er unter Beteiligung der Anwohner sowie des Landesbundes für Vogelschutz. Die notwendigen Erdarbeiten sind bereits realisiert, im Frühjahr 2006 steht dann der Endausbau an. In der Stadt Bayreuth steht inzwischen die beachtliche Zahl von über 80 solcher Spiel- und Bolzplätze, verteilt auf das ganze Stadtgebiet, für Bayreuths Kinder und Jugendliche zur Verfügung.

Beispiel “Soziale Stadt“: Im Rahmen des staatlich geförderten Projekts “Soziale Stadt” konnten in St. Georgen wieder mehrere sogenannte “Mikroprojekte” in Angriff genommen werden. Über 400 000 Euro wurden inzwischen aus dem Europäischen Sozialfond und aus Bundesmitteln für Maßnahmen gewonnen, welche die berufliche und soziale Integration von jungen Menschen, Alleinerziehenden und Aussiedlern fördern und ihren Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern. Übrigens: Bundesweit gilt Bayreuth aufgrund seiner engagiert vorangetriebenen Mikroprojekte beim Programm “Soziale Stadt” inzwischen als modellhaft. Auch im Jahr 2006 sollen sie fortgeführt werden.

Abschließend erinnert der Oberbürgermeister an den Umstand, dass die freiwilligen Leistungen der Stadt Bayreuth an Verbände und Vereine im Bereich Jugend und Soziales auch 2005 in vollem Umfang und ohne Kürzungen aufrechterhalten werden konnten. “Hierdurch war es möglich, das hundertfache Engagement gerade von Ehrenamtlichen, deren Einsatz von hohem gesellschaftlichem Wert ist, ungeschmälert zu fördern und zu unterstützen.”