Stadt Bayreuth

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04.01.2007

Vorfahrt fürs familienfreundliche Bayreuth

Bayreuth arbeitet derzeit kräftig an seinen Qualitäten als familienfreundliche Stadt. Mit Blick auf die sich immer deutlicher abzeichnenden Folgen eines demographischen Wandels und drohender Überalterung spielt der Aspekt der Familienfreundlichkeit in der Stadtentwicklung der kommenden Jahre eine immer größere Rolle. Hier einige Schlaglichter aus dem Jahr 2006, an die Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl bei seiner Bilanz-Pressekonferenz erinnerte:

Jugendparlament

Bayreuth wird schon bald ein Jugendparlament bekommen. Nur wenige Tage vor dem Jahreswende gab der Stadtrat grünes Licht für das neue kommunalpolitische Beteiligungsangebot an Bayreuths Jugendliche und junge Erwachsene. „In meinen Gesprächen mit jungen Menschen habe ich festgestellt, dass viel Interesse besteht, selbst an der Gestaltung unserer Stadt mitzuwirken. In einem Jugendparlament können politische Zusammenhänge und Entscheidungen lebendiger und durchschaubarer werden, kann Demokratie erfahrbar gemacht werden“, umreißt OB Dr. Hohl die Zielsetzung des ehrgeizigen Projekts. Ende März wird das neue Gremium gewählt. Seine zwölf Mitglieder sollen zum Zeitpunkt der Wahl mindestens 14, aber noch keine 18 Jahre alt sein. Rund 2 500 Bayreuther Jugendliche werden wahlberechtigt sein.

Familien haben in Bayreuth einen hohen Stellenwert„Bündnis für Familie“

Bayreuth hat als familienfreundliche Stadt einen traditionell guten Ruf, doch was gut ist, das kann noch besser werden. Im Juli 2005 wurde daher ein von der Stadt initiiertes und moderiertes „Bündnis für Familie“ ins Leben gerufen. Sein Ziel ist es, konkrete Fortschritte für Familien in Bayreuth zu erarbeiten. In acht Arbeitskreisen, besetzt mit Vertretern der sozialen, wirtschaftlichen und karitativen Verbände, der Unternehmen, des Bildungswesens, der Kommunalpolitik und der Stadtverwaltung wird seither an dieser Zielsetzung gearbeitet. Das Spektrum reicht von Fragen der Bildung, der Arbeitswelt, des Wohnen und des Verkehrs bis hin zu spezifischen Problemen für Alleinerziehende oder Familien mit Migrationshintergrund.

„Für Bayreuth ist der Stellenwert der Familien ein absolutes Zukunftsthema“, betont OB Dr. Hohl. Nur wenn es gelinge, Familien mit ihrem Nachwuchs in Bayreuth zu halten und jungen Menschen vor Ort eine attraktive Lebensperspektive zu eröffnen, bewahre sich die Stadt ihre Zukunftsfähigkeit. Die Stadtverwaltung selber sei hierbei ebenfalls gefordert und bemühe sich, mit gutem Bespiel voranzugehen. So hat das Rathaus 2006 zusätzlich und über seinen Bedarf hinaus insgesamt elf Auszubildende für handwerkliche Berufe sowie im Bereich der Feuerwehr eingestellt.

Kinderempfang und -sprechstunde

„Junge Menschen müssen nicht nur die Chance haben, verantwortungsbewusst an politischen Entscheidungen in der Stadt mitzuwirken. Sie sollten sich auch stärker mit ihrem örtlichen Lebensumfeld identifizieren und das Gefühl bekommen, in der Stadt ernst genommen zu werden“, betont Dr. Hohl. Der Oberbürgermeister hat daher im Sommer 2006 zum ersten Mal zu einem Empfang für Kinder von sechs bis 14 Jahren eingeladen. Über 100 junge Bayreuther kamen daraufhin ins Rathaus. Bei der dortigen Diskussion trugen die Gäste ihre Wünsche und Anregungen öffentlich vor. So manches konnte inzwischen realisiert werden. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen bietet der OB seither auch einmal im Monat eine Kindersprechstunde an, die ebenfalls regen Zuspruch erfährt. Und: Auch 2007 soll es einen Kinderempfang geben.

Kinderspielplätze

In Bayreuths jüngstem Wohnbaugebiet, der Hohlmühle, konnte im Oktober 2006 ein neuer Kinderspielplatz an die Bewohner übergeben werden. Entstanden ist er in enger Zusammenarbeit mit den in der Siedlung lebenden Eltern, der Entwicklungsgesellschaft Hohlmühle sowie dem Landesbund für Vogelschutz als direktem Nachbarn. Zusammen mit dem bereits vorhandenen Bolzplatz stellt er nun ein optimales Angebot zur Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen dar. Alles in allem gibt es in Bayreuth inzwischen 58 Spiel- und 31 Bolzplätze.

Beispiel Kindergarten

In der Munckerstraße entsteht derzeit für über zwei Millionen Euro als Vorhaben der Evangelisch-Lutherischen Gesamtkirchenverwaltung ein modernes Kinderhaus samt neuem Kindergarten, Kinderhort und Sonderräumen. Die Stadt bezuschusst das Projekt mit über 800 000 Euro. Mit dem Kindergarten-Neubau wird nicht nur die Vollversorgung mit Kindergartenplätzen gesichert, sondern auch die letzte der 30 Kindergarteneinrichtungen im Stadtgebiet den neuen gesetzlichen Vorgaben des Bayerischen Kindergartengesetzes angepasst. Läuft alles nach Plan, so können die ersten Kinder bereits im September ins Kinderhaus einziehen.

Albert-Schweitzer-SchuleSchulen

Kaum ein Thema hat Planer, Baufirmen, Lehrer, Schüler und Eltern im alten Jahr mehr auf Trab gehalten als das derzeit an Bayreuths Schulen realisierte Ausbau- und Modernisierungsprogramm. Rund zehn Millionen Euro investiert die Stadt dank kräftiger staatlicher Zuschüsse in die baulichen Voraussetzungen für die Ganztagsbeschulung an der Albert-Schweitzer-Schule, ins neue achtstufige Gymnasium sowie in die Bausubstanz der Bayreuther Schulen insgesamt. „Alles in allem ein enormes Auftragspaket, das nicht nur bildungspolitische, sondern auch wertvolle wirtschaftliche Impulse setzt“, so OB Dr. Hohl.

Nach einer vierstündigen Marathonsitzung hat der Stadtrat zudem noch im Dezember ein Konzept zur Reform der Hauptschule beschlossen. Demnach werden die in Bayreuth bislang weit verbreiteten Teilhauptschulen aufgelöst und die Hauptschüler auf die drei Standorte St. Georgen, Albert-Schweitzer-Schule und Altstadtschule konzentriert. Die beiden Grundschulen Altstadt und Graserschule bleiben erhalten, was dem Wunsch vieler besorgter Eltern entspricht. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, ein tragfähiges Konzept für eine Ganztags-Grundschule in Bayreuth zu erarbeiten.