Stadt Bayreuth

11.01.2011

Vortrag des Monats im Kompetenzzentrum Neue Materialien

„Neues generatives Verfahren zur schnellen Herstellung von Werkzeugen mit komplexer Außen- und Innengeometrie“

Die Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern GmbH und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) in Bayreuth laden am Dienstag, 01. Februar 2011 um 18:30 Uhr zum Vortrag des Monats Februar „Neues generatives Verfahren zur schnellen Herstellung von Werkzeugen mit komplexer Außen- und Innengeometrie“ ein.

Die wirtschaftliche generative Herstellung von großen Metallbauteilen, wie z. B. massive Spritzgussformen mit komplexen inneren Heiz-/Kühlkanälen, erfordert hohe Aufbauraten. Dies ist mit den gegenwärtig zur Verfügung stehenden generativen Fertigungsverfahren, bei denen der Schichtaufbau aus Metallpulver bzw. Metalldraht erfolgt, nicht erreichbar. Für genau diesen Anwendungsbereich wurde ein neues Verfahren zur generativen Fertigung gezielt entwickelt. Es ermöglicht um den Faktor 10 bis 100 höhere Aufbauraten im Vergleich zu den genannten Techniken und eröffnet damit den Weg zur wirtschaftlichen Erzeugung massiver Metallbauteile.

Als Ausgangswerkstoff für die Schichterzeugung dienen handelsübliche, beschichtete Stahlbleche, die durch Diffusionslöten miteinander verbunden werden. Dieser Fügevorgang erfolgt durch einen unmittelbaren Kontakt der Bleche mit massiven, induktiv erwärmten Heizplatten. Das Diffusionslöten, d.h. Löten und anschließendes diffusionsbedingtes Auflösen der Beschichtung im Stahlgrundwerkstoff, gewährleistet die Realisierung der hohen Anforderungen an die Fügestellen, wie beispielsweise hohe Schmelztemperatur und hohe mechanische Festigkeit.

Die Kombination aus hohen Aufbauraten und einem kostengünstigen Ausgangswerkstoff bildet eine hervorragende Basis zu einem wirtschaftlichen Einssatz insbesondere auf dem Gebiet des Werkzeug- und Formenbaus. In dem Vortrag werden die Besonderheiten des neuen Verfahrens präsentiert sowie die potenziellen Einsatzgebiete erläutert.  

Der Referent Dr.-Ing. Yegor Rudnik studierte an der Militär- und Luftakademie für Ingenieure Prof. N.Е. Schukowskij in Moskau. In 2006 hat er den akademischen Grad Doktor-Ingenieur bei der Universität Bayreuth erhalten. Bis Ende 2007 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Bremen. Zurzeit ist er bei der Firma Neue Materialien Bayreuth GmbH als Projektleiter im Bereich Additive Manufacturing tätig. Er steht Ihnen nach dem Vortrag für Fragen gerne zur Verfügung.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, es wird aber aus organisatorischen Gründen um eine formlose Anmeldung gebeten.  

Weitere Informationen zur Anmeldung sowie eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie hier.